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Beste Vermögensverwalter in Österreich (2026)

Jules de Bruin
Jules de BruinRedaktion, How to Austria · 2025 nach Wien gezogen

Aktualisiert: | 6 weitere Personen fanden das hilfreich

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Die Sortierung ändert die Reihenfolge der Anbieterkarten unten.

Unser Gesamttipp unten: Erste Asset Management.

1. Erste Asset Management

5,0

Größter AT-Verwalter. Größtes österreichisches Fondshaus mit €56,0 Mrd. in österreichischen Fonds im September 2026, Kauf und Sparplan über die George-App der Erste Bank.

Erste AM besuchen
Fokus
Aktien, Anleihen, Multi-Asset, ESG
Fondstypen
Aktive Investmentfonds
Domizil
Österreich (Wien)
Anlegertyp
Privatkunden (über George)

Aktuellen Preis auf der Anbieterseite prüfen.

Pros

  • €112 Milliarden Gruppenvermögen bringen Skala und stabile Preise
  • Starke ESG-Reihe mit ERSTE RESPONSIBLE-Produkten
  • Tiefe Expertise in CEE-Aktien und -Anleihen

Cons

  • TERs von 1,5%+ bei Flaggschiff-Aktienfonds
  • Weniger wettbewerbsfähig bei reiner Index-Exposure gegenüber ETFs

Beste Wahl für Anleger, die das tiefste Fondssortiment Österreichs wollen, vertrieben über die George-Plattform der Erste Bank

2. Raiffeisen Capital Management

4,7

Zweitgrößte österreichische KAG mit enger Raiffeisen-Filial-Integration über Mein ELBA.

Raiffeisen Capital Management besuchen
Fokus
Aktien, Anleihen, Nachhaltigkeit
Fondstypen
Aktive Fonds
Domizil
Österreich (Wien)
Anlegertyp
Raiffeisen-Privatkunden

Aktuellen Preis auf der Anbieterseite prüfen.

Pros

  • Zweitgrößte AUM-Basis unter österreichischen KAGs
  • Breites Produktsortiment inkl. CEE und Schwellenmärkte
  • Eigene Nachhaltigkeitsfonds-Familie (Raiffeisen-Nachhaltigkeit)

Cons

  • Höhere TERs bei manchen Spezialfonds
  • Digitales Erlebnis hinkt George der Erste hinterher

Beste Wahl für Raiffeisen-Bankkunden, die integrierten Fondszugang über Mein ELBA wollen

3. Amundi Austria

4,5

Zugang zu Europas größtem ETF- und Fondssortiment mit österreichischer Jahresmeldung-Steuerreporting.

Amundi Austria besuchen
Fokus
ETFs, thematisch, institutionell
Fondstypen
ETFs und Investmentfonds
Domizil
Österreich (Wien, Amundi-Gruppe)
Anlegertyp
Privatkunden und institutionell

Aktuellen Preis auf der Anbieterseite prüfen.

Pros

  • Zugang zum vollständigen europäischen ETF- und Fondssortiment von Amundi
  • Transparente österreichische Jahresmeldung für Steuerreporting
  • Wettbewerbsfähige Gebühren bei Amundi-ETFs gegenüber Mitbewerbern

Cons

  • Markenintegrations-Arbeit läuft seit der Pioneer-Fusion noch
  • Privatkunden-Vertrieb teils abhängig von Banken-Partnern

Beste Wahl für Anleger, die Zugang zum Produktsortiment eines europäischen Riesen mit österreichischem Vertrieb und Steuerreporting wollen

4. Kepler-Fonds KAG

4,3

Disziplinierte österreichische Boutique mit ESG-Führerschaft und einer langen Anleihen-Erfolgsgeschichte.

Kepler-Fonds besuchen
Fokus
Anleihen, Multi-Asset, ESG
Fondstypen
Aktive Fonds
Domizil
Österreich (Linz)
Anlegertyp
Privatkunden über Raiffeisen OÖ, institutionell

Aktuellen Preis auf der Anbieterseite prüfen.

Pros

  • Konsistenter Investmentprozess und stabiles Team
  • Führende ESG-Integration im gesamten Produktsortiment
  • Starke Expertise in Anleihen und Multi-Asset

Cons

  • Vertrieb vor allem über Raiffeisen-OÖ-Kanäle (ELBA, bankdirekt.at)
  • Kleineres AUM als Erste AM oder RCM

Beste Wahl für Anleger, die eine disziplinierte österreichische Boutique mit ESG-Führerschaft und solider Anleihen-Erfolgsgeschichte wollen

5. C-Quadrat Investment AG

4,1

Unabhängiger Wiener Verwalter mit Absolute-Return- und Schwellenmarkt-Expertise.

C-Quadrat besuchen
Fokus
Multi-Asset, Absolute Return, Schwellenmärkte
Fondstypen
Aktive Fonds
Domizil
Österreich (Wien)
Anlegertyp
Privatkunden und institutionell

Aktuellen Preis auf der Anbieterseite prüfen.

Pros

  • Unabhängige Eigentümerstruktur
  • Starke Absolute-Return- und Multi-Asset-Erfolgsgeschichte
  • Schwellenmarkt- und Frontier-Expertise

Cons

  • Performance-Gebühren bei vielen Fonds
  • TERs über ETF-Alternativen bei vergleichbaren Strategien

Beste Wahl für Anleger, die einen unabhängigen österreichischen Verwalter mit Absolute-Return- und Schwellenmarkt-Expertise suchen

6. IQAM Invest (vormals Spängler IQAM)

3,9

Systematische und faktorbasierte Strategien für Pensionskassen und Family Offices.

IQAM Invest besuchen
Fokus
Systematisch, faktorbasiert
Fondstypen
Quant-Strategien
Domizil
Österreich (Salzburg, Deka-Gruppe)
Anlegertyp
Institutionell, Pensionskassen, Family Offices

Aktuellen Preis auf der Anbieterseite prüfen.

Pros

  • Starke quantitative und Faktor-Forschungs-Kapazitäten
  • Institutionelles Reporting und Kundenservice
  • Spezialisierte Pensions- und Stiftungs-Expertise

Cons

  • Begrenzter Privatkundenvertrieb in Österreich
  • Mindestanlage-Größen sind institutionell

Beste Wahl für Institutionelle Kunden, Pensionskassen und Family Offices, die systematische und faktorbasierte Strategien suchen

7. Liechtensteinische Landesbank Österreich (LLB Austria)

3,8

AAA-bewertete Muttergruppe, volle diskretionäre Mandate für Stiftungen und HNW-Kunden.

LLB Austria besuchen
Fokus
Diskretionäre Vermögensverwaltung
Fondstypen
Diskretionäre Mandate
Domizil
Österreich (Wien, LLB-Gruppe)
Anlegertyp
HNW, Stiftungen, Unternehmens-Treasury

Aktuellen Preis auf der Anbieterseite prüfen.

Pros

  • Gestützt von der stabilen AAA-bewerteten Muttergesellschaft LLB-Gruppe
  • Kombinierte Wiener und Vaduzer Expertise im Wealth Management
  • Starke Stiftungs- und Family-Office-Kapazität

Cons

  • Keine Mindestanlage und kein Preisblatt online veröffentlicht
  • Gebühren spiegeln Private-Banking-Service wider

Beste Wahl für Vermögende Privatpersonen und Family Offices, die eine österreichisch-liechtensteinische Privatbank mit voller Vermögensverwaltungs-Kapazität wollen

Größte österreichische Fondshäuser nach verwaltetem Vermögen: Volumen österreichischer Investmentfonds je Verwaltungsgesellschaft, September 2026. Quelle: VÖIG-Monatsstatistik (Daten OeKB); Firmensitze aus der FMA-Unternehmensdatenbank, beide geprüft am 21. Oktober 2026.
Fondshaus (KAG)FondsvermögenMarktanteilFirmensitz
1. Erste Asset Management€56,02 Mrd.22,33%Wien
2. Raiffeisen KAG (Raiffeisen Capital Management)€47,55 Mrd.18,95%Wien
3. KEPLER-FONDS KAG€24,26 Mrd.9,67%Linz
4. Amundi Austria€22,98 Mrd.9,16%Wien
5. LLB Invest KAG€15,34 Mrd.6,12%Wien
6. 3 Banken-Generali Investment€14,73 Mrd.5,87%Linz
7. Gutmann KAG€13,49 Mrd.5,38%Wien
8. Allianz Invest KAG€12,75 Mrd.5,08%Wien
9. MASTERINVEST€11,56 Mrd.4,61%Wien
10. IQAM Invest€9,74 Mrd.3,88%Salzburg
11. UniCredit Schoellerbank Invest€9,09 Mrd.3,62%Salzburg
12. Security KAG€8,76 Mrd.3,49%Graz
13. Sparkasse Oberösterreich KAG€3,58 Mrd.1,43%Linz
Alle 15 Verwalter österreichischer Fonds€250,86 Mrd.100%Zwei weitere unter €1 Mrd.
Immobilien-Fondshäuser nach Vermögen in österreichischen Immobilienfonds, September 2026. Quelle: VÖIG-Monatsstatistik; Firmensitze aus der FMA-Unternehmensdatenbank, geprüft am 21. Oktober 2026.
Immobilien-FondshausFondsvermögenMarktanteilFirmensitz
1. Bank Austria Real Invest€1,97 Mrd.34,00%Wien
2. ERSTE Immobilien KAG€1,35 Mrd.23,21%Wien
3. LLB Immo KAG€0,97 Mrd.16,76%Wien
4. Union Investment Real Estate Austria€0,84 Mrd.14,54%Wien
5. Raiffeisen Immobilien KAG€0,67 Mrd.11,49%Wien
Unsere Wahl je Anlagebetrag. Mindestbeträge von den Seiten der Verwalter, geprüft am 21. Oktober 2026: Nur Kepler-Fonds veröffentlicht Tranchen-Mindestbeträge, Erste AM, IQAM Invest und LLB Austria nennen keine Mandats-Mindestanlage. Savity-Gebühren wie im Gebührenabschnitt unten.
AnlagebetragPassender VerwalterWarum
Unter €100.000Kepler-Fonds-Sparplan oder Erste-AM-Fonds in GeorgeKepler-Sparpläne ab €50 im Monat, ohne Bindungsfrist
€100.000 bis €250.000Savity-Robo-PortfolioGebühr sinkt über €100.000 von 0,79% auf 0,59% pro Jahr
€250.000 bis €1 MillionKepler-Fonds institutionelle Tranche oder LLB-Austria-MandatKepler-Tranchen für Institutionelle ab €500.000; LLB nennt keine Mindestanlage
€1 Million bis €10 MillionenKepler-Fonds PremiumtrancheMindestens €3 Millionen je Anleger in einer Premiumtranche
Über €10 MillionenErste-AM-Mandat oder IQAM-Invest-SpezialfondsIndividuell gemanagte Mandate und maßgeschneiderte Fondshüllen für Institutionelle

Erste Asset Management ist mit großem Abstand das größte österreichische Fondshaus: €56,02 Milliarden in österreichischen Fonds im September 2026, ein Marktanteil von 22,33%, vor der Raiffeisen KAG mit €47,55 Milliarden. Die 15 Verwaltungsgesellschaften der VÖIG-Statistik verwalten zusammen €250,86 Milliarden. Mit den Fonds und Mandaten in sieben weiteren Ländern kommt die Erste AM auf €112,32 Milliarden. Dritte ist Kepler-Fonds in Linz, zu 64% im Besitz der Raiffeisenlandesbank OÖ.

Die meisten Fondshäuser sitzen in Wien. Kepler-Fonds, 3 Banken-Generali und die Sparkasse OÖ KAG sitzen in Linz, IQAM Invest und Schoellerbank Invest in Salzburg, die Security KAG in Graz. Immobilienfonds sind ein eigener, kleinerer Markt von €5,80 Milliarden, angeführt von Bank Austria Real Invest. C-Quadrat fehlt in beiden Tabellen, weil es in der FMA-Unternehmensdatenbank keinen Eintrag hat und damit keine österreichische KAG betreibt.

Gereiht nach verwaltetem Vermögen, Fondsqualität, Gebührentransparenz, Plattform-Zugänglichkeit und regulatorischem Stand, hier die 7 besten österreichischen Vermögensverwalter 2026.

Wie wählen Sie einen Vermögensverwalter in Österreich?

Die Wahl eines Vermögensverwalters in Österreich hängt von Ihren Anlagezielen, Ihrer Steuersituation und dem bevorzugten Vertriebskanal ab. Hier die wichtigsten Schritte:

  • 1

    Zwischen aktiven Fonds, ETFs oder Mischung entscheiden

    Österreichische KAGs betreiben meist aktiv verwaltete Investmentfonds. Für günstiges Indexing kombinieren Sie sie mit ETFs von Amundi, iShares oder Xtrackers über einen Broker.

  • 2

    Verwalter im FMA-Register prüfen

    Jede österreichische Kapitalanlagegesellschaft muss bei der FMA registriert sein. Suchen Sie das öffentliche Register, um den Lizenzstatus der KAG zu bestätigen.

  • 3

    Ein Wertpapierdepot eröffnen

    Sie brauchen ein Depot über Ihre Bank oder einen Broker. Erste Bank, BAWAG und Raiffeisen betreiben hauseigenes Brokerage. Siehe unseren Geschäftsbanken-Leitfaden für Plattformoptionen.

  • 4

    Gesamtkostenquote (TER) und Ausgabeaufschläge vergleichen

    Eine TER von 1,5% bis 2,0% ist der Klassenwert für aktive österreichische Fonds, der Ausgabeaufschlag liegt bei 3% bis 5%. Saubere Anteilsklassen über Online-Plattformen verzichten auf den Aufschlag, DADAT rabattiert ihn um 60% im Sparplan und 80% beim Einmalkauf.

  • 5

    Sparplan einrichten

    Automatisierte Monatskäufe glätten den Einstiegspreis und senken das Verhaltensrisiko. Die Mindestrate liegt bei DADAT bei €10, bei flatex und easybank bei €25 und bei Trade Republic und Scalable Capital bei €1.

Illustration einer Bankkarte, einer Euro-Münze und eines Bankgebäudes, für die Kontoeröffnung und die Wahl von Bank oder Karte in Österreich.
Konto, Karte, Bank: die österreichischen Banking-Grundlagen.

Welche Gebühren verlangen österreichische Fondsverwalter?

Österreichische Fondsgebühren liegen über vergleichbaren ETFs und unter der diskretionären Vermögensverwaltung. Hier ist, womit Sie Stand September 2026 rechnen müssen:

  • Gesamtkostenquote (TER): 1,5% bis 2,0% pro Jahr ist der Klassenwert für aktiv verwaltete österreichische Publikumsfonds bei Erste AM, RCM oder Amundi Austria.
  • Ausgabeaufschlag: 3% bis 5% beim Kauf. DADAT gewährt 60% Rabatt im Sparplan und 80% beim Einmalkauf, fondsdepot.at verkauft rund 2.000 Fonds außerbörslich ganz ohne Aufschlag.
  • Depotgebühr: von €0 bei flatex, DADAT und Trade Republic bis 1,152% pro Jahr im Beratungsdepot Erste s Active. Details im nächsten Abschnitt.
  • Performance-Gebühr: Manche Fonds verlangen 10% bis 20% der Outperformance über einer Benchmark. Prüfen Sie das KID (Key Investor Document).
  • Verwaltete Portfolios: Ein österreichischer Robo-Advisor ist das günstige Ende der delegierten Verwaltung. Savity verlangt 0,99% bis €20.000, 0,79% bis €100.000 und 0,59% darüber, all-in und mit erledigter österreichischer Steuer. Finabro nennt 0,80% pro Jahr ab €25 im Monat. Private-Banking-Mandate bei Spängler IQAM kosten mehr und beginnen bei institutionellen Größen.

Österreichische Fonds gegen internationale ETFs

Für breites Index-Exposure zum niedrigsten Preis gewinnen ETFs bei den Gebühren. Ein selbst gebauter ETF-Sparplan bei flatex, DADAT oder Trade Republic kostet rund €0 bis €18 pro Jahr plus Fonds-TER, gegen 0,59% bis 1,25% all-in beim Robo und 1,5% bis 2,0% plus Ausgabeaufschlag beim aktiven Fonds. Österreichische KAGs verdienen ihre Gebühr bei ESG-Strategien, CEE-Spezialmandaten und Österreich-Aktien, nicht bei einem Weltindex.
Illustration einer Banking-App, eines Münzstapels und einer steigenden Kurve, für Geldverwaltung und Sparen in Österreich.
Apps, Sparen, Wachstum: Geld verwalten in Österreich.

Was kostet ein Wertpapierdepot in Österreich?

Depotgebühren bei österreichischen und für Österreich verfügbaren Plattformen, Stand August 2026. Quelle: Konditionenblätter der Anbieter.
PlattformDepotgebührSteuereinfachAnlegerentschädigung
flatex€0JaDeutsch, 90% bis €20.000
DADAT€0 für Neukunden, Bestand ab 1. Jänner 2027, plus €10 pro Jahr fürs VerrechnungskontoJaÖsterreichisch, 100% bis €20.000
Trade Republic€0Wertpapiere ja, Guthabenzinsen neinDeutsch, 90% bis €20.000
Scalable Capital€0 im Free Broker, €4,99 im Monat bei Prime+Strittig, von nein ausgehenDeutsch, 90% bis €20.000
easybank easy flat Depot0,12% pro Jahr, mind. €5,40 je Position und €15 je Depot; €0-Aktion für Neukunden bis Ende 2028JaÖsterreichisch, 100% bis €20.000
Erste Selfinvest€0 bis €50.000 seit Mai 2026, danach 0,216% pro Jahr; s Depot 0,432%; s Active 1,152%JaÖsterreichisch, 100% bis €20.000
Bank Austria0,30% Inland und 0,60% Ausland pro Jahr, mind. €4,70 je Position und €31,54 je Depot, am eigenen Blatt nicht bestätigtJaÖsterreichisch, 100% bis €20.000

Die Depotgebühr ist der einzige Kostenblock, der gegen Sie arbeitet, ganz gleich wie der Fonds läuft, und die Spanne ist enorm. Ein Depot über €50.000 kostet bei flatex oder DADAT €0, bei der Bank Austria zum Auslandssatz rund €300 pro Jahr und im Beratungsdepot Erste s Active €576 pro Jahr. Über zwanzig Jahre ist das ein sechsstelliger Unterschied bei exakt denselben Fonds im Depot.

Zwei datierte Änderungen lohnen eine Reaktion. DADAT streicht die Depotgebühr komplett: Neukunden zahlen sofort €0, Bestandskunden ab 1. Jänner 2027, und die Sparplan-Mindestrate von €10 ist die niedrigste aller österreichisch lizenzierten Banken. easybank führt eine €0-Aktion auf Depot und Konto für Neukunden, die bis Ende 2028 läuft, danach greifen wieder 0,12% mit €15 Mindestentgelt je Depot. Und die Erste Bank hat Selfinvest im Mai 2026 bis €50.000 gratis gestellt, die erste ernste Antwort einer großen österreichischen Filialbank auf die Neobroker.

Beim Gehen unterscheidet sich Österreich von Deutschland. Es gibt kein österreichisches Gegenstück zum deutschen Verbot, für einen Depotübertrag zu verrechnen, die abgebende Bank darf Ihnen also je Position etwas in Rechnung stellen. Dokumentierte Mindestentgelte reichen von rund €15,72 bei der Bank Austria bis €48 bei Raiffeisen OÖ, dazwischen Erste Bank mit €36 und easybank mit €27,36. Diese Werte stammen aus einer Portal-Tabelle, nicht von den Banken selbst, prüfen Sie Ihren Fall also vorher. DADAT geht den umgekehrten Weg und erstattet eingehende Übertragskosten bis €250. Der schlechteste Fall ist Trade Republic: Ein eingehender Depotübertrag ist technisch nicht möglich, und beim Hinausgehen werden die Anschaffungskosten nicht mitübertragen. Das ist kein Entgelt, sondern ein steuerlicher Lock-in.

Welcher Broker gewinnt für welchen Anleger?

Unsere Berechnung: Kosten einer Kauforder bei drei Größen, aus den Preislisten der Broker, Stand August 2026. Trade Republic über LS Exchange, die anderen über die Wiener Börse. flatex verrechnet zusätzlich Fremdspesen der Börse, die hier nicht enthalten sind. Der Wert der Erste Bank stammt von einem Testportal und ist im Preisblatt der Erste nicht bestätigt.
Broker und TarifOrder €500Order €2.000Order €5.000
Trade Republic, €1 pauschal€1,00€1,00€1,00
DADAT, €3,90 + 0,10%€4,40€5,90€8,90
flatex, €5,90 + Börsenspesen€5,90€5,90€5,90
Erste Selfinvest, €3,99 + 0,19%€4,94€7,79€13,49

Bei den reinen Orderkosten gewinnt Trade Republic jede Größe mit €1. Zwischen den beiden steuereinfachen Brokern liegt der Break-even genau: DADAT mit €3,90 + 0,10% kostet bei einer Order von €2.000 gleich viel wie flatex mit €5,90, vor den Börsenspesen von flatex. Kleinere Orders an der Wiener Börse sind bei DADAT günstiger, größere bei flatex. Die Börsenspesen drücken den echten Break-even nach unten.

Die Orderkosten sind nicht die ganze Entscheidung. Trade Republic vs Scalable Capital: Trade Republic gewinnt für Anleger, die heute schon die österreichische KESt auf Wertpapiere einbehalten haben wollen. Scalable gewinnt für Vieltrader mit dem Flatrate-Tarif, sein österreichischer Steuerstatus ist aber umstritten, planen Sie also eine E1kv ein. Erste Selfinvest vs Trade Republic: Die Erste gewinnt für alle, die eine vollwertige österreichische Depotbank ohne Steuerlücken und mit Filiale im Rücken wollen, und sie ist bis €50.000 gratis. Trade Republic gewinnt bei kleinen Orders und bei der ETF-Auswahl.

flatex vs DADAT: Beide behalten die österreichische Steuer ein. flatex arbeitet mit deutscher Lizenz über die Grazer Niederlassung, die Anlegerentschädigung beträgt also die deutschen 90% von €20.000. DADAT ist eine vollwertige österreichische Bank mit Konto und Depot unter einem Login und 100% Deckung. Bitpanda vs eToro: Bitpanda behält die österreichische Steuer auf Krypto ein und seit 29. Jänner 2026 auch auf echte Aktien und ETFs. eToro behält nichts ein und verrechnet $10 im Monat nach 12 Monaten ohne Login.

Was hat sich in den letzten 24 Monaten bei österreichischen Brokern geändert?

Datierte Vorfälle und Änderungen bei Brokern für Österreich, Oktober 2024 bis Oktober 2026. Quellen: Mitteilungen der Anbieter, Wirtschaftswoche (18. März 2026), broker-test.at, test.de.
DatumAnbieterWas passiert ist
24. April 2025Trade RepublicÖsterreichische Niederlassung startet, 27,5% KESt auf Wertpapiere und Krypto einbehalten
2025Trade RepublicNach der Umstellung gemeldete fehlende KESt-Abzüge und fehlerhafte Steuerberichte; das Steuerrisiko bleibt beim Kunden
September 2025Scalable CapitalEigene deutsche Banklizenz; österreichischer Steuerabzug weiterhin nicht bestätigt
1. Oktober 2025flatexDividendengebühr abgeschafft
29. Jänner 2026BitpandaEchte Aktien und ETFs um €1 je Order, mit österreichischem Steuerabzug; die alten "Stocks"-Derivate sind nur noch verkaufbar
Bis März 2026RendityImmobilien-Crowdinvesting-Plattform wird abgewickelt; Rückzahlungen hängen von den Projektgesellschaften ab
18. März 2026Trade RepublicLogin-Ausfall von rund 1 Stunde bei einer volatilen Markteröffnung
April 2026Trade RepublicKundenservice rund um die Uhr eingeführt
Mai 2026Erste BankSelfinvest-Depot bis €50.000 gratis
1. Juli 2026DADATPauschalgebühr auf gettex-Orders, kleine Orders werden dadurch teurer
1. Jänner 2027DADATDepotgebühr entfällt für Bestandskunden (Neukunden bereits €0)

Das Muster ist klar: Der günstigste Broker trägt das größte Steuerrisiko. Trade Republic wurde am 24. April 2025 in Österreich steuereinfach, im ersten Jahr wurden aber Fehler bei KESt-Abzügen und Steuerberichten gemeldet. Die österreichischen Steuer-FAQ des Anbieters sagten im August 2026, dass die 25% KESt auf Zinsen am Verrechnungskonto nicht einbehalten werden, während manche Vergleichsseiten das Gegenteil behaupten. Lesen Sie Ihren Jahresbericht also Zeile für Zeile.

Auch der Abschied von Trade Republic hat einen Haken. Eingehende Depotüberträge sind nicht möglich, und ausgehende Überträge nehmen Ihre Anschaffungskosten nicht mit. Die neue Bank kennt Ihre Anschaffungskosten also nicht und kann bei einem späteren Verkauf zu viel KESt einbehalten, bis Sie den Kaufpreis nachweisen. Bruchstücke von Aktien lassen sich gar nicht übertragen und müssen vorher verkauft werden, und das ist ein steuerpflichtiger Verkauf.

Was Einwohner berichten

  • ○ KESt-Report bei Trade Republic: Nutzer bestätigten, dass Trade Republic seit etwa Ende April 2025 österreichische KESt abzieht, ältere Ratschläge zur kompletten Selbstveranlagung sind damit überholt. Der jährliche Steuerreport war aber vereinzelt falsch und sollte geprüft werden. (r/FinanzenAT, 2025)
  • ○ easybank als Depotbank: In einem Thread zu Gehaltskonten war ein easybank Kunde mit dem Girokonto zufrieden, riet aber davon ab, bei derselben Bank auch das Wertpapierdepot zu führen. Zum Kontoteil gab es in dem Beitrag keine Beschwerde. (r/FinanzenAT, 2025)

Sinngemäß wiedergegeben aus öffentlichen Beiträgen, jeweils datiert und verlinkt. Eine kleine Auswahl, keine repräsentative Umfrage.

Schlagen Zukunftsvorsorge, Bausparen oder ein Robo einen eigenen ETF-Sparplan?

Staatliche Prämien für 2026 (BMF, WKO) und unsere 20-Jahres-Kostenrechnung. Methode für die letzte Spalte: €50.000 einmal angelegt, 5% Bruttorendite pro Jahr, laufende Kosten von der Rendite abgezogen (selbst: 0,2% Fondskosten; Robo: 0,99% Gebühr plus 0,2% Fondskosten), vor Steuern. Ein Modell, keine Prognose.
ProduktStaatliche Förderung (2026)Hauptkosten oder HakenGewinnt, wenn
Zukunftsvorsorge (PZV)4,25% auf bis zu €3.817,04 = max. €162,22 im Jahr, steuerfreiInterne Kosten rund 1,5% bis 2% im Jahr; vorzeitiger Ausstieg kostet die PrämienSie eine Garantie und eine steuerfreie lebenslange Rente wollen und nie kündigen
Bausparen1,5% auf bis zu €1.200 = max. €18 im JahrAbschlussgebühr, 6 Jahre BindungSie in 5 bis 10 Jahren kaufen oder sanieren wollen und den Darlehensanspruch brauchen
Fondsgebundene Lebensversicherung (FLV)Keine Prämie; Gewinne in der Polizze steuerfrei4% Versicherungssteuer auf jede Zahlung; Bruttopolizzen kosten bis 4,49% im Jahr15+ Jahre, Aktienfonds und eine provisionsfreie Nettopolizze
Robo-AdvisorKeine; österreichische Robos behalten die KESt ein€50.000 wachsen in 20 Jahren auf rund €105.600Ihnen Disziplin und Rebalancing die Gebühr wert sind
Eigener ETF-SparplanKeine; 27,5% KESt auf Gewinne€50.000 wachsen in 20 Jahren auf rund €127.700Sie einen Kurssturz aussitzen können

Die staatlichen Prämien klingen größer, als sie sind. Die Zukunftsvorsorge zahlt 4,25%, aber nur auf die ersten €3.817,04 im Jahr, also höchstens €162,22. Die Bausparprämie beträgt 1,5% auf €1.200, das sind höchstens €18 im Jahr. Diese 1,5% sind die Prämie, nicht der Zinssatz. Eine Abschlussgebühr von rund 1% der Vertragssumme bei manchen Tarifen (nicht für alle vier Bausparkassen geprüft) kann mehrere Jahre Prämie auffressen.

Auf lange Sicht entscheiden die Kosten. In unserem Modell bleiben bei einem Robo mit 0,99% zusätzlich zu 0,2% Fondskosten nach 20 Jahren rund €22.000 weniger als bei einem eigenen ETF-Sparplan mit denselben €50.000. Die gestaffelte Gebühr von Savity mit 0,79% bei dieser Summe verkleinert die Lücke auf rund €18.000. Ein Robo ohne österreichischen Steuerabzug, etwa Scalable Wealth oder Ginmon, bringt Ihnen außerdem jedes Jahr eine E1kv.

Werden österreichische Investmentfonds anders besteuert?

Österreichische Steuereinwohner haben ein standardisiertes Regime für Anlageerträge. So funktioniert die Fondsbesteuerung Stand September 2026:

  • KESt von 27,5%: Gilt für Ausschüttungen, realisierte Kapitalgewinne und den ausschüttungsgleichen Ertrag bei thesaurierenden Fonds.
  • Automatischer Einbehalt: Österreichische Banken und Fondsplattformen behalten die KESt an der Quelle ein. Ausländische Plattformen meist nicht, was die Erklärungspflicht verschiebt.
  • Transparente vs. nicht-transparente Fonds: Österreichische KAGs reichen jährlich eine Jahresmeldung bei der OeKB ein und vereinfachen die Besteuerung. Ausländische Fonds ohne Jahresmeldung können auf einer ungünstigen Pauschalbasis besteuert werden.
  • Verlustverrechnung: Verluste auf Wertpapieren können innerhalb desselben Kalenderjahres bei derselben Bank gegen Gewinne auf anderen Wertpapieren verrechnet werden.
  • Zukunftsvorsorge: Staatlich gefördertes privates Pensionsvehikel, das die KESt vermeidet, wenn bis zur Pensionierung gehalten. Maximalbeitrag jährlich begrenzt.
  • Depot aus dem Ausland zurückholen: Seit dem AbgÄG 2025 gilt ein Depotübertrag aus dem Ausland nach Österreich nach dem 30. Juni 2026 als steuerneutral statt als fiktive Veräußerung. Der Übertrag ist dem Finanzamt binnen eines Monats zu melden. Für jeden, der mit einem deutschen oder niederländischen Depot herzieht, ist das die nützlichste Regel überhaupt.
  • 25% gegen 27,5%: Bankzinsen werden nach § 27a Abs. 1 Z 1 EStG mit 25% besteuert, alles andere, also Fondserträge, Dividenden und realisierte Gewinne, nach § 27a Abs. 1 Z 2 mit 27,5%. Die Falle ist der Bundesschatz: Er ist ein Wertpapier und trägt deshalb 27,5%, nicht die 25%, die man bei einem staatlichen Sparprodukt erwartet.

Wichtige Steuerbegriffe

  • Jahresmeldung: Jährliche Fonds-Steuermeldung bei der OeKB. Automatisch für österreichische KAGs.
  • Ausschüttungsgleicher Ertrag: Fiktive Ausschüttung bei thesaurierenden Fonds, besteuert obwohl kein Bargeld ausgezahlt wird.
  • Anschaffungskosten: Anschaffungskosten-Basis für die Kapitalgewinn-Berechnung. Siehe unseren Einkommensteuer-Leitfaden dazu, wie Anlageerträge mit der Lohnsteuer interagieren.
Illustration einer Bankkarte, einer Euro-Münze und eines Bankgebäudes, für die Kontoeröffnung und die Wahl von Bank oder Karte in Österreich.
Konto, Karte, Bank: die österreichischen Banking-Grundlagen.

Wie viel ausländische Quellensteuer zahlen Sie auf Dividenden?

Unsere Berechnung je €1.000 Bruttodividende für eine in Österreich steuerpflichtige Person, 2026. Methode: Quellensteuer im Ausland, plus österreichische KESt von 27,5% abzüglich der DBA-Anrechnung von höchstens 15 Prozentpunkten. Sätze aus den DBA-Informationen des BMF und von den Steuerbehörden der Quellenstaaten.
QuellenstaatDort einbehaltenVerbleibende österreichische KEStGesamt, und was Sie zurückholen können
USA, mit W-8BEN€150 (15%)€125€275, nichts zurückzuholen
USA, ohne W-8BEN€300 (30%)€125€425; die zusätzlichen €150 sind schwer zurückzubekommen
Deutschland€263,75 (26,375%)€125€388,75; €113,75 zurück vom deutschen BZSt
Schweiz€350 (35%)€125€475; €200 zurück von der Schweizer ESTV
Niederlande€150 (15%)€125€275, nichts zurückzuholen
Großbritannien, oder ein irischer ETF€0€275€275, nichts zurückzuholen

Österreich rechnet ausländische Quellensteuer auf die 27,5% KESt nur bis zum DBA-Satz an, meist 15 Prozentpunkte. Alles darüber ist verloren, außer Sie holen es im Quellenstaat zurück. Bei US-Aktien ist die Lösung gratis: Reichen Sie bei Ihrem Broker ein W-8BEN ein, dann nehmen die USA 15% statt 30%.

Deutsche und Schweizer Dividenden kosten echtes Geld. Deutschland behält 26,375% ein, die Schweiz 35%. Auf €1.000 zahlen Sie also €113,75 und €200 zu viel. Beides lässt sich zurückholen, über das deutsche Bundeszentralamt für Steuern und die Schweizer ESTV, aber der Aufwand lohnt sich erst bei größeren Beständen. Ein Welt-ETF mit Sitz in Irland umgeht die Frage für die meisten Anleger.

Was schützt Sie, wenn ein Broker ausfällt?

Zwei völlig verschiedene Schutzmechanismen werden ständig verwechselt. Ihre Fondsanteile und Aktien sind Sondervermögen: Sie gehören Ihnen, nicht der Bank, und fallen nicht in die Insolvenzmasse. Die Anlegerentschädigung ist der viel kleinere Auffangschutz für den Fall, dass das Institut sie nicht herausgeben kann, typischerweise bei Betrug oder Buchungsversagen, und genau dort greift die Grenze von €20.000. Das Geld auf dem Verrechnungskonto ist wiederum etwas Drittes und über die Einlagensicherung bis €100.000 gedeckt.

Wie viel der Entschädigung Sie bekommen, entscheidet das Lizenzland. Eine österreichische Lizenz zahlt 100% der Forderung bis €20.000. Das deutsche System zahlt 90% derselben Grenze, bei einer Forderung über €20.000 fehlen Ihnen also €2.000. Das ist der konkrete Unterschied zwischen DADAT, easybank, Erste Bank und Bank Austria auf der einen und flatex, Trade Republic und Scalable Capital auf der anderen Seite. Zypern und Irland liegen ebenfalls bei 90%.

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