Beste Vermögensverwalter in Österreich (2026)
Jules de Bruin
Einwohner in Wien
Updated: 19. Mai 2026 | Found helpful by 6 others
Stand Mai 2026. Erste Asset Management ist das größte österreichische Fondshaus mit über EUR 80 Milliarden verwaltetem Vermögen und dem heimischen Flaggschiff-Sortiment. Raiffeisen Capital Management betreibt die zweitgrößte österreichische Plattform, eingebunden in die Raiffeisen-Bankengruppe. Amundi Austria öffnet das Tor zum vollständigen Fonds- und ETF-Sortiment des europäischen Riesen über österreichisches Steuerreporting. Einwohner in Österreich zahlen 27,5% KESt auf Fondsertrag, meist automatisch von österreichischen Plattformen einbehalten. Die Gesamtkostenquoten heimischer KAGs liegen typischerweise bei 0,8% bis 1,8% pro Jahr für aktiv verwaltete Fonds, Sparpläne starten bei EUR 25 pro Monat. Jede österreichische KAG steht unter Aufsicht der FMA.
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Top 7 beste Vermögensverwalter in Österreich
Gereiht nach verwaltetem Vermögen, Fondsqualität, Gebührentransparenz, Plattform-Zugänglichkeit und regulatorischem Stand, hier die 7 besten österreichischen Vermögensverwalter 2026.
1. Erste Asset Management
Österreichs größter Vermögensverwalter mit über EUR 80 Milliarden unter Verwaltung in Aktien-, Anleihen-, Multi-Asset- und ESG-Strategien. Erste AM ist das Flaggschiff-Fondshaus Österreichs und betreibt die Nachhaltigkeitsreihe ERSTE RESPONSIBLE.
Why we recommend it: Größtes österreichisches Fondshaus mit über EUR 80 Mrd. AUM, mühelos über die George-Plattform der Erste Bank vertrieben.
Best for: Anleger, die das tiefste Fondssortiment Österreichs wollen, vertrieben über die George-Plattform der Erste Bank
Pros
- +EUR 80 Milliarden+ AUM bringen Skala und stabile Preise
- +Starke ESG-Reihe mit ERSTE RESPONSIBLE-Produkten
- +Tiefe Expertise in CEE-Aktien und -Anleihen
- +Vertrieb über George macht den Kauf mühelos
Cons
- −TERs von 1,5%+ bei Flaggschiff-Aktienfonds
- −Ausgabeaufschläge auf manche Sparpläne
- −Weniger wettbewerbsfähig bei reiner Index-Exposure gegenüber ETFs
2. Raiffeisen Capital Management
Der Vermögensverwaltungs-Arm der Raiffeisen-Bankengruppe und Österreichs zweitgrößtes Fondshaus. RCM verwaltet breite Aktien-, Anleihen- und nachhaltigkeitsorientierte Fonds, die über Raiffeisen-Filialen vertrieben werden.
Why we recommend it: Zweitgrößte österreichische KAG mit enger Raiffeisen-Filial-Integration über Mein ELBA.
Best for: Raiffeisen-Bankkunden, die integrierten Fondszugang über Mein ELBA wollen
Pros
- +Zweitgrößte AUM-Basis unter österreichischen KAGs
- +Breites Produktsortiment inkl. CEE und Schwellenmärkte
- +Enge Integration mit dem Raiffeisen-Filialnetz
- +Eigene Nachhaltigkeitsfonds-Familie (Raiffeisen-Nachhaltigkeit)
Cons
- −Höhere TERs bei manchen Spezialfonds
- −Fondssortimente variieren je nach regionaler Raiffeisen-Bank
- −Digitales Erlebnis hinkt George der Erste hinterher
3. Amundi Austria
Der österreichische Arm von Amundi, dem größten Vermögensverwalter Europas, entstanden aus der Pioneer-Übernahme 2017. Amundi Austria kombiniert lokalen Vertrieb mit Produkten der Amundi-Gruppe, einschließlich eines umfangreichen ETF-Sortiments.
Why we recommend it: Zugang zu Europas größtem ETF- und Fondssortiment mit österreichischer Jahresmeldung-Steuerreporting.
Best for: Anleger, die Zugang zum Produktsortiment eines europäischen Riesen mit österreichischem Vertrieb und Steuerreporting wollen
Pros
- +Zugang zum vollständigen europäischen ETF- und Fondssortiment von Amundi
- +Starke institutionelle und thematische Angebote
- +Transparente österreichische Jahresmeldung für Steuerreporting
- +Wettbewerbsfähige Gebühren bei Amundi-ETFs gegenüber Mitbewerbern
Cons
- −Markenintegrations-Arbeit läuft seit der Pioneer-Fusion noch
- −Lokal-sprachiges Marketing kann österreichischen Mitbewerbern hinterherhinken
- −Privatkunden-Vertrieb teils abhängig von Banken-Partnern
4. Kepler-Fonds KAG
Hauseigener Fondsverwalter der Oberbank in Linz. Kepler ist bekannt für disziplinierten Investmentprozess, starke ESG-Integration und eine lange Erfolgsgeschichte bei österreichischen und europäischen Anleihen.
Why we recommend it: Disziplinierte österreichische Boutique mit ESG-Führerschaft und einer langen Anleihen-Erfolgsgeschichte.
Best for: Anleger, die eine disziplinierte österreichische Boutique mit ESG-Führerschaft und solider Anleihen-Erfolgsgeschichte wollen
Pros
- +Konsistenter Investmentprozess und stabiles Team
- +Führende ESG-Integration im gesamten Produktsortiment
- +Starke Expertise in Anleihen und Multi-Asset
- +Transparentes Reporting und klare Fondsdokumentation
Cons
- −Vertrieb dominiert von Oberbank-Filialen
- −Kleineres AUM als Erste AM oder RCM
- −Ausgabeaufschläge bei manchen Anteilsklassen
5. C-Quadrat Investment AG
Ein Wiener unabhängiger Vermögensverwalter, spezialisiert auf Multi-Asset-, Absolute-Return- und Schwellenmarkt-Strategien. C-Quadrat ist an der Wiener Börse notiert und bedient Privat- und institutionelle Kunden.
Why we recommend it: Unabhängiger Wiener börsennotierter Verwalter mit Absolute-Return- und Schwellenmarkt-Expertise.
Best for: Anleger, die einen unabhängigen österreichischen Verwalter mit Absolute-Return- und Schwellenmarkt-Expertise suchen
Pros
- +Unabhängige Eigentümerstruktur, an der Wiener Börse notiert
- +Starke Absolute-Return- und Multi-Asset-Erfolgsgeschichte
- +Schwellenmarkt- und Frontier-Expertise
- +Vertrieb in mehreren europäischen Märkten
Cons
- −Performance-Gebühren bei vielen Fonds
- −TERs über ETF-Alternativen bei vergleichbaren Strategien
- −Komplexe Fondsdokumentation
6. Spängler IQAM Invest
Ein Salzburger institutioneller Vermögensverwalter, kombiniert das Erbe des Bankhauses Spängler mit der quantitativen Forschung von IQAM. Spängler IQAM fokussiert auf systematische und faktorbasierte Strategien für Pensionskassen und Family Offices.
Why we recommend it: Systematische und faktorbasierte Strategien für Pensionskassen und Family Offices.
Best for: Institutionelle Kunden, Pensionskassen und Family Offices, die systematische und faktorbasierte Strategien suchen
Pros
- +Starke quantitative und Faktor-Forschungs-Kapazitäten
- +Institutionelles Reporting und Kundenservice
- +Salzburger Basis unabhängig von den großen österreichischen Bankengruppen
- +Spezialisierte Pensions- und Stiftungs-Expertise
Cons
- −Begrenzter Privatkundenvertrieb in Österreich
- −Mindestanlage-Größen sind institutionell
- −Kleinere Markenbekanntheit gegenüber Erste AM oder RCM
7. Liechtensteinische Landesbank Österreich (LLB Austria)
Wiener Privatbank und Vermögensverwalter, der österreichische Arm der Liechtensteinischen LLB-Gruppe. LLB Austria hat 2018 die Semper Constantia Privatbank übernommen und betreut nun vermögende Privatpersonen, Stiftungen und institutionelle Kunden mit diskretionären Mandaten und Vermögensverwaltungs-Diensten.
Why we recommend it: AAA-bewertete Muttergruppe, volle diskretionäre Mandate für Stiftungen und HNW-Kunden.
Best for: Vermögende Privatpersonen und Family Offices, die eine österreichisch-liechtensteinische Privatbank mit voller Vermögensverwaltungs-Kapazität wollen
Pros
- +Gestützt von der stabilen AAA-bewerteten Muttergesellschaft LLB-Gruppe
- +Kombinierte Wiener und Vaduzer Expertise im Wealth Management
- +Diskretionäre Mandate, zugeschnitten auf Kundenziele
- +Starke Stiftungs- und Family-Office-Kapazität
Cons
- −Hohe Mindestanlage für Vollservice (typisch EUR 500.000+)
- −Kleineres AT-Fondssortiment als große KAGs
- −Gebühren spiegeln Private-Banking-Service wider
Wie wählen Sie einen Vermögensverwalter in Österreich?
Die Wahl eines Vermögensverwalters in Österreich hängt von Ihren Anlagezielen, Ihrer Steuersituation und dem bevorzugten Vertriebskanal ab. Hier die wichtigsten Schritte:
- 1
Zwischen aktiven Fonds, ETFs oder Mischung entscheiden
Österreichische KAGs betreiben meist aktiv verwaltete Investmentfonds. Für günstiges Indexing kombinieren Sie sie mit ETFs von Amundi, iShares oder Xtrackers über einen Broker.
- 2
Verwalter im FMA-Register prüfen
Jede österreichische Kapitalanlagegesellschaft muss bei der FMA registriert sein. Suchen Sie das öffentliche Register, um den Lizenzstatus der KAG zu bestätigen.
- 3
Ein Wertpapierdepot eröffnen
Sie brauchen ein Depot über Ihre Bank oder einen Broker. Erste Bank, BAWAG und Raiffeisen betreiben hauseigenes Brokerage. Siehe unseren Geschäftsbanken-Leitfaden für Plattformoptionen.
- 4
Gesamtkostenquote (TER) und Ausgabeaufschläge vergleichen
Eine TER von 0,8% bis 1,8% ist typisch für aktive österreichische Fonds. Vermeiden Sie Fonds mit Ausgabeaufschlägen über 3%, wenn möglich. Saubere Anteilsklassen über Online-Plattformen verzichten oft auf den Ausgabeaufschlag.
- 5
Sparplan einrichten
Automatisierte Monatskäufe ab EUR 25 glätten den Einstiegspreis und senken das Verhaltensrisiko. Die meisten österreichischen KAGs bieten Sparpläne über die Hausbank an.
Welche Gebühren verlangen österreichische Fondsverwalter?
Österreichische Fondsgebühren sind typischerweise höher als vergleichbare ETFs, aber niedriger als diskretionäres Wealth Management. Hier ist, womit Sie Stand Mai 2026 rechnen müssen:
- Gesamtkostenquote (TER): 0,8% bis 1,8% pro Jahr für aktiv verwaltete Aktienfonds bei Erste AM, RCM oder Amundi Austria.
- Ausgabeaufschlag: 2% bis 5% beim Kauf. Oft reduziert oder erlassen bei Sparplänen und Online-Plattformen.
- Depotgebühr: EUR 20 bis EUR 80 pro Jahr bei traditionellen Banken. Kostenlos bei Online-Brokern wie flatex oder George der Erste.
- Performance-Gebühr: Manche Fonds verlangen 10% bis 20% der Outperformance über einer Benchmark. Prüfen Sie das KID (Key Investor Document).
- Diskretionäre Verwaltung: Private-Banking-Mandate bei Semper Constantia oder Spängler IQAM kosten typischerweise 0,8% bis 1,5% des Vermögens pro Jahr, plus Fondskosten.
Österreichische Fonds gegen internationale ETFs
Werden österreichische Investmentfonds anders besteuert?
Österreichische Steuereinwohner haben ein standardisiertes Regime für Anlageerträge. So funktioniert die Fondsbesteuerung Stand Mai 2026:
- KESt von 27,5%: Gilt für Ausschüttungen, realisierte Kapitalgewinne und den ausschüttungsgleichen Ertrag bei thesaurierenden Fonds.
- Automatischer Einbehalt: Österreichische Banken und Fondsplattformen behalten die KESt an der Quelle ein. Ausländische Plattformen meist nicht, was die Erklärungspflicht verschiebt.
- Transparente vs. nicht-transparente Fonds: Österreichische KAGs reichen jährlich eine Jahresmeldung bei der OeKB ein und vereinfachen die Besteuerung. Ausländische Fonds ohne Jahresmeldung können auf einer ungünstigen Pauschalbasis besteuert werden.
- Verlustverrechnung: Verluste auf Wertpapieren können innerhalb desselben Kalenderjahres bei derselben Bank gegen Gewinne auf anderen Wertpapieren verrechnet werden.
- Zukunftsvorsorge: Staatlich gefördertes privates Pensionsvehikel, das die KESt vermeidet, wenn bis zur Pensionierung gehalten. Maximalbeitrag jährlich begrenzt.
Wichtige Steuerbegriffe
- Jahresmeldung: Jährliche Fonds-Steuermeldung bei der OeKB. Automatisch für österreichische KAGs.
- Ausschüttungsgleicher Ertrag: Fiktive Ausschüttung bei thesaurierenden Fonds, besteuert obwohl kein Bargeld ausgezahlt wird.
- Anschaffungskosten: Anschaffungskosten-Basis für die Kapitalgewinn-Berechnung. Siehe unseren Einkommensteuer-Leitfaden dazu, wie Anlageerträge mit der Lohnsteuer interagieren.
Entity References
Full factual profiles for each brand covered on this page:
- Erste Asset Management
Austrian Asset Management
- Raiffeisen Capital Management
Austrian Asset Management
- Amundi Austria
Austrian Asset Management
- Kepler-Fonds KAG
Austrian Asset Management
- C-Quadrat Investment AG
Austrian Asset Management
- Spaengler IQAM Invest
Austrian Asset Management
- Liechtensteinische Landesbank Österreich (LLB Austria)
Austrian Asset Management
Häufig gestellte Fragen
Was ist die KESt auf Anlagen in Österreich?
KESt (Kapitalertragsteuer) ist Österreichs Kapitalertrags- und Anlageertragsteuer. Stand Mai 2026 beträgt der Satz 27,5% auf Dividenden, Anleihezinsen, Fondsausschüttungen und realisierte Kapitalgewinne auf Wertpapiere und Krypto. Auf Sparkonto-Zinsen bleibt die KESt bei 25%. Österreichische Banken und Fondsplattformen behalten die KESt automatisch ein, die meisten Privatanleger müssen diese Gewinne also nicht separat angeben.
Können Sie steuerfrei über österreichische Fonds investieren?
Nein, in Österreich ansässige Fonds sind nicht steuerfrei. Österreichische UCITS-Fonds erstellen aber eine jährliche Jahresmeldung, die das Steuerreporting standardisiert. Stand Mai 2026 diskutiert die österreichische Regierung eine Behaltefrist (Mindesthaltedauer-Befreiung), die Kapitalgewinne nach einer Mindesthaltedauer befreien würde, das ist aber noch nicht beschlossen. Siehe unseren Einkommensteuer-Leitfaden dazu, wie Anlageerträge in Ihre jährliche Arbeitnehmerveranlagung passen.
Was ist die FMA?
Die FMA (Finanzmarktaufsichtsbehörde) ist Österreichs Finanzmarktaufsicht. Sie beaufsichtigt Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Vermögensverwalter, Investmentfonds und Krypto-Dienstleister. Jede österreichische KAG (Kapitalanlagegesellschaft) und jede MiCA-lizenzierte Krypto-Plattform ist bei der FMA auf fma.gv.at registriert.
Schütten österreichische Fonds Dividenden aus?
Österreichische Fonds können entweder ausschüttend oder thesaurierend sein. Ausschüttende Fonds zahlen Bardividenden, meist quartalsweise oder jährlich. Thesaurierende Fonds reinvestieren Erträge automatisch. Thesaurierende Fonds sind für Langzeitanleger oft steuerlich effizienter, weil reinvestierte Erträge weiterhin jährlich über den ausschüttungsgleichen Ertrag besteuert werden, die administrative Handhabung aber einfacher ist.
Gibt es einen Mindestbetrag für österreichische Investmentfonds?
Die meisten österreichischen Privatkundenfonds akzeptieren Mindestanlagen von EUR 50 bis EUR 100 für Einmalkäufe und EUR 50 pro Monat für Sparpläne. Private-Banking- oder institutionelle Anteilsklassen bei C-Quadrat oder Spängler IQAM können EUR 100.000 oder mehr verlangen. Plattformen wie Erste Bank George und flatex bieten Fondsspar-Pläne ab EUR 25 pro Monat.
Offizielle Quellen
Community Q&A