Karten im Ausland nutzen: Fremdwährungsgebühren und Bargeld (2026)
Jules de Bruin
Einwohner in Wien
Updated: Juni 2026 | Found helpful by 4 others
Stand: Juni 2026. Die Nutzung einer österreichischen Karte im Ausland kann einen Fremdwährungsaufschlag, Barauszahlungszinsen und Dynamic Currency Conversion-Kosten verursachen. Zahlen Sie immer in Landeswährung, nicht in Euro, um den DCC-Aufschlag zu vermeiden. Revolut und N26 bieten die günstigsten Devisenkonditionen für Reisende. Die OeNB empfiehlt, niemals auf eine einzige Karte zu vertrauen: Führen Sie eine Ersatzkarte und etwas Bargeld mit. Bei Kreditkarten fallen Barauszahlungszinsen ab dem Buchungstag an.
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Was Kostet es, eine Österreichische Karte im Ausland zu Nutzen?
Die Nutzung einer österreichischen Karte im Ausland kann bis zu drei separate Kosten auslösen: einen Fremdwährungsaufschlag von 1,5 % bis 2 % auf jede Nicht-Euro-Transaktion, eine Barauszahlungsgebühr von typischerweise 3 % oder mindestens EUR 4,00 sowie einen Dynamic Currency Conversion (DCC)-Aufschlag von 3 % bis 6 %, wenn Sie den Euro-Kurs des Terminals akzeptieren. Karten von Revolut und N26 eliminieren den Aufschlag bei Zahlungen. Keine Karte eliminiert Barauszahlungsgebühren vollständig, aber Debit-Fintech-Karten kommen dem am nächsten.
| Kosten | Was löst sie aus | Wie vermeiden |
|---|---|---|
| Fremdwährungsaufschlag (1,5-2 %) | Jede Zahlung in Nicht-Euro-Währung | Revolut oder N26 bezahlter Tarif |
| Dynamic Currency Conversion (3-6 %) | Euro-Zahlung an ausländischem Terminal akzeptieren | Immer Landeswährung am Terminal wählen |
| Barauszahlungsgebühr (3 % oder mind. EUR 4,00) | Geldabhebung mit Kreditkarte am Automaten | Debitkarte für Geldabhebungen verwenden |
| Barauszahlungszinsen (15-25 % p.a.) | Geldabhebung mit Kreditkarte, Zinsen ab Buchungstag | Sofort zurückzahlen oder Debitkarte nutzen |
| Netzwerk-Kursspanne (~0,5 %) | Visa/Mastercard-Währungsumrechnung | Nicht vermeidbar; bei Hauptwährungen minimal |
Quellen: Kartenherausgeber-Gebührenübersichten, OeNB-Verbraucherhinweise. Juni 2026.
Beste Karten für gebührenfreies Bezahlen im Ausland aus Österreich:
Revolut
Revolut ist eine Multiwährungs-Fintech-Karte, die Kunden an Wochentagen den Interbanken-Devisenkurs ohne Aufschlag weitergibt. Sofortige virtuelle Karten trennen Reiseausgaben vom Hauptkonto. Mehrwährungskonten in über 30 Währungen ermöglichen es, Kurse vor der Reise zu sichern.
Why we recommend it: Interbankenkurse an Wochentagen bedeuten keinen Aufschlag auf die meisten Auslandszahlungen, was sie zur günstigsten Karte für Reisende aus Österreich macht.
Best for: Vielflieger in mehrere Währungsräume, die die engsten Wechselkurse wünschen
Pros
- +Interbankenkurse an Wochentagen, kein Aufschlag
- +Sofortige virtuelle Karten für Online-Buchungen
- +Mehrwährungskonten in über 30 Währungen
- +Sofortige Ausgabenbenachrichtigungen
Cons
- −Wochenend-Devisenkurs mit kleinem Aufschlag (0,5-1 %)
- −Freies Geldautomaten-Limit im Standard-Tarif
- −Kein traditionelles österreichisches Bankkonto
- Interbankenkurse bei Wochentag-Transaktionen
- Mehrwährungskonten: GBP, USD, CHF und über 30 weitere
- Sofortige virtuelle Karte für Reisebuchungen
- Echtzeit-Ausgabenbenachrichtigungen und Kartensperrung
- Kostenlose Geldabhebungen bis EUR 200,00/Monat im Standard-Tarif
- Wochenend-Devisenkursaufschlag: ca. 0,5 % bis 1 %
N26
N26 ist eine deutsche Neobank mit österreichischer IBAN-Verfügbarkeit. Bezahlte Tarife (You ab EUR 4,90/Monat, Metal ab EUR 16,90/Monat) beinhalten keinen Fremdwährungsaufschlag auf Zahlungen weltweit. Die App ist vollständig auf Deutsch verfügbar und unterstützt Apple Pay und Google Pay.
Why we recommend it: Kein Fremdwährungsaufschlag auf bezahlten Tarifen weltweit, mit österreichischer IBAN für nahtlose Integration ins Alltagsbanking.
Best for: In Österreich ansässige Reisende, die ein einziges Konto für tägliches Banking und gebührenfreie Auslandszahlungen wünschen
Pros
- +Kein Devisenkursaufschlag auf You- und Metal-Tarifen
- +Österreichische IBAN für Gehalt und Lastschriften
- +Starke App auf Deutsch und Englisch
- +Spaces-Unterkonten für Reisebudgets
Cons
- −Standard-Tarif hat Aufschlag auf Nicht-Euro-Zahlungen
- −Bezahlte Tarife ab EUR 4,90/Monat
- −Geldautomaten-Limit gilt für alle Tarife
- Kein Devisenkursaufschlag auf Zahlungen weltweit (You- und Metal-Tarife)
- Österreichische IBAN für Gehalt und Mietzahlungen
- Spaces-Unterkonten zur Trennung von Reisebudgets
- Bis zu 8 kostenlose Geldabhebungen pro Monat auf Metal
- Reiseversicherung inklusive bei N26 You und Metal
- You-Tarif: EUR 4,90/Monat; Metal-Tarif: EUR 16,90/Monat
Sollen Sie in Euro oder Landeswährung Zahlen?
Zahlen Sie immer in Landeswährung. Wenn ein Kartenterminal außerhalb der Eurozone eine österreichische Karte erkennt, bietet es oft an, den Betrag in Euro umzurechnen. Das nennt sich Dynamic Currency Conversion (DCC). Wenn Sie DCC akzeptieren, legt die Acquirer-Bank des Händlers den Wechselkurs fest, nicht Visa oder Mastercard. Der DCC-Kurs ist fast immer schlechter: typischerweise 3 % bis 6 % über dem Interbankenkurs.
Das Terminal kann Formulierungen wie „In EUR zahlen?“, „Umrechnung akzeptieren?“ oder beide Beträge anzeigen. Wählen Sie jedes Mal „Ablehnen“ oder „In [Landeswährung] zahlen“. Wenn eine Kassiererin die Transaktion ohne Nachfrage in Euro durchführt, können Sie nach EU-Zahlungsvorschriften eine Rückerstattung verlangen und die Transaktion in Landeswährung wiederholen. Hotels und Flughäfen sind die häufigsten DCC-Fallen. Überprüfen Sie immer den Terminalbildschirm vor der Bestätigung.
Grundregel: DCC immer ablehnen
Wenn das Terminal einen Euro-Betrag in einem Nicht-Euro-Land anzeigt, drücken Sie Ablehnen oder Abbrechen und wählen Sie die Landeswährung erneut. Diese eine Gewohnheit spart 3 % bis 6 % bei jeder Auslandszahlung, unabhängig davon, welche Karte Sie nutzen.
Was ist der Fremdwährungsaufschlag?
Der Fremdwährungsaufschlag ist eine Prozentgebühr des Kartenherausgebers zusätzlich zum Netzwerk-Wechselkurs bei jeder Transaktion in einer Nicht-Euro-Währung. Er ist von DCC getrennt: DCC wird am Terminal gewählt; der Aufschlag wird automatisch vom Herausgeber angewendet, unabhängig davon, wo oder wie Sie zahlen.
Traditionelle österreichische Bankkarten von Erste Bank, Bank Austria, Raiffeisen und BAWAG berechnen typischerweise 1,5 % bis 2 % pro Nicht-Euro-Transaktion. Bei einer Reise mit EUR 2.000,00 Ausgaben und USD 500 in den USA ergeben sich daraus EUR 7,50 bis EUR 10,00 an reinen Aufschlagskosten. Über ein Jahr mit regelmäßigen Reisen summiert sich das auf einen erheblichen Betrag.
Revolut gibt den Interbanken-/Großhandels-Devisenkurs bei Wochentags-Transaktionen ohne Aufschlag weiter. An Wochenenden wendet Revolut einen kleinen Aufschlag von ca. 0,5 % bis 1 % an, um sich gegen Wochenend-Währungsvolatilität abzusichern. N26 You- und Metal-Tarife haben an allen Tagen keinen Devisenkursaufschlag. Der N26 Standard-Tarif berechnet ein Fremdwährungsentgelt von 1,7 %.
Selbst bei einer Karte ohne Aufschlag wendet das Visa- oder Mastercard-Netzwerk seinen eigenen Wechselkurs an, der eine kleine Spanne von ca. 0,3 % bis 0,5 % gegenüber dem echten Mittelkurs enthält. Dies lässt sich mit keiner Karte vermeiden. Es ist im veröffentlichten Wechselkurs-Tool des Netzwerks angegeben. Bei den wichtigsten Währungspaaren (USD, GBP, CHF) ist die Netzwerkspanne minimal.
Wie Vermeiden Sie Barauszahlungszinsen im Ausland?
Barvorschüsse auf Kreditkarten werden ab dem Buchungstag verzinst, nicht ab dem Abrechnungsdatum. Österreichische Kreditkarten berechnen typischerweise einen Barvorschuss-APR von 15 % bis 25 % ohne zinsfreie Schonfrist für Abhebungen. Bei einer EUR 300,00 Barauszahlung über 30 Tage fallen ca. EUR 3,70 bis EUR 6,20 an Zinsen an, noch vor Gebühren. Die Abhebungsgebühr selbst (üblicherweise 3 % oder mindestens EUR 4,00) wird sofort berechnet.
Um Barauszahlungszinsen vollständig zu vermeiden, verwenden Sie für Geldabhebungen im Ausland eine Debitkarte. Revolut und N26 geben beide Mastercard-Debitkarten aus, die mit Ihrem Kontoguthaben verknüpft sind: keine Kreditlinie, keine Barauszahlungszinsen. Revolut Standard erlaubt bis zu EUR 200,00 pro Monat an gebührenfreien Geldabhebungen; N26 Metal erlaubt bis zu 8 Abhebungen pro Monat.
Wenn Sie doch eine Kreditkarte am Auslands-Automaten verwenden, zahlen Sie den Barbetrag so schnell wie möglich nach der Rückkehr zurück, bevor die nächste Abrechnung kommt. Viele österreichische Herausgeber erlauben Ad-hoc-Zahlungen über Online-Banking. Prüfen Sie die Bedingungen Ihrer Karte: Einige Herausgeber rechnen Zahlungen zuerst auf Einkäufe und zuletzt auf Bargeld an, was die Zinslaufzeit verlängert. Die OeNB empfiehlt, Barauszahlungen auf Kreditkarten als letztes Mittel zu behandeln, nicht als Routinewerkzeug.
Was Sollten Sie für die Kartenutzung im Ausland Einpacken?
Die OeNB empfiehlt Reisenden, niemals auf eine einzige Karte zu vertrauen, und rät, ein Backup-Zahlungsmittel von einem anderen Netzwerk mitzuführen. Ein praktisches Reise-Karten-Setup aus Österreich umfasst mindestens zwei Karten in verschiedenen Netzwerken (eine Visa, eine Mastercard), etwas Bargeld in Landeswährung für kleine Händler und die Notfall-Telefonnummer Ihres Kartenherausgebers.
Zwei Karten in verschiedenen Netzwerken
Führen Sie eine Visa und eine Mastercard mit. Wenn ein Netzwerk nicht akzeptiert wird oder Ihre Karte gesperrt wird, ist das andere die Absicherung. Revolut und N26 sind beide Mastercard; kombinieren Sie eine davon mit Ihrer bestehenden österreichischen Bank-Visa.
Etwas Bargeld in Landeswährung
Märkte, Taxis und kleine Restaurants in vielen Ländern bevorzugen nach wie vor Bargeld. Die OeNB empfiehlt eine kleine Barreserve als Backup bei Kartenausfällen. Heben Sie bei der Ankunft am Zielflughafen mit einer Debitkarte ab, um einen günstigen Kurs zu erhalten.
Bank vor langen Reisen benachrichtigen
Traditionelle österreichische Bankkarten können bei verdächtiger Auslandsaktivität automatisch gesperrt werden. Benachrichtigen Sie Ihren Herausgeber über Online-Banking oder die App, bevor Sie Österreich für mehr als eine Woche verlassen. Revolut und N26 erfordern keine Vorbenachrichtigung.
Karten-Sperr- und Notfallnummer speichern
Jeder österreichische Kartenherausgeber hat eine internationale 24-Stunden-Notfallnummer auf der Rückseite der Karte und im Online-Banking. Speichern Sie diese vor der Abreise in Ihrem Handy. Revolut und N26 ermöglichen auch eine sofortige Kartensperrung über die App.
Virtuelle Karte für Buchungen einrichten
Revolut gibt sofortige virtuelle Karten aus. Verwenden Sie eine Einwegvirtualkarte für Hotel- und Tourbuchungen, damit Ihre Hauptkartennummer nie exponiert wird. Wenn die virtuelle Kartennummer kompromittiert wird, sperren Sie sie, ohne Ihre physische Karte zu beeinträchtigen.
Häufig Gestellte Fragen
Sollten Sie im Ausland immer in Landeswährung zahlen?
Ja. Wählen Sie am Terminal immer die Landeswährung, nicht Euro. Wenn Sie Euro wählen, wird Dynamic Currency Conversion (DCC) ausgelöst: Der Aufschlag des Händleracquirers beträgt 3 % bis 6 % über dem Interbankenkurs. Der Wechselkurs Ihrer eigenen Karte ist fast immer günstiger.
Was ist das Fremdwährungsaufschlag auf einer österreichischen Karte?
Der Fremdwährungsaufschlag ist ein prozentualer Aufschlag des Kartenherausgebers auf jede Transaktion in einer Nicht-Euro-Währung. Traditionelle österreichische Bankkarten berechnen 1,5 % bis 2 %. Revolut und N26 (bezahlte Tarife) berechnen 0 % an Wochentagen. Der Aufschlag ist getrennt vom Netzwerk-Wechselkurs von Visa oder Mastercard.
Beginnen Barauszahlungszinsen bei einer Kreditkarte sofort?
Ja. Barvorschüsse auf Kreditkarten, einschließlich Geldabhebungen an Auslands-Geldautomaten, werden ab dem Buchungstag verzinst, nicht ab dem Abrechnungsdatum. Es gibt keine zinsfreie Schonfrist für Bargeld. Der tägliche Zinssatz beträgt bei den meisten österreichischen Kreditkarten 0,04 % bis 0,07 %, was etwa 15 % bis 25 % effektivem Jahreszins entspricht.
Gibt die OeNB Empfehlungen zur Kartenutzung im Ausland?
Ja. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) empfiehlt Reisenden, niemals auf eine einzige Karte zu vertrauen, und rät, ein Backup-Zahlungsmittel von einem anderen Netzwerk (Visa vs. Mastercard) mitzuführen. Die OeNB empfiehlt außerdem, etwas Bargeld in Landeswährung für Händler bereit zu halten, die keine Karten akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie auf oenb.at.
Ist Revolut oder N26 besser für Reisen aus Österreich?
Beide sind empfehlenswert. Revolut bietet Interbankenkurse an Wochentagen ohne Aufschlag, sofortige virtuelle Karten und Mehrwährungskonten für Reisende in mehrere Währungsräume. N26 bezahlte Tarife haben keinen Fremdwährungsaufschlag weltweit und eine österreichische IBAN. Für eine kostenlose Option deckt N26 Standard Alltagsreisen ab; Revolut Standard hat ein monatliches Freikontingent für kostenlose Währungsumrechnung.
Quellen: Revolut-Gebührenübersicht, N26-Preisseite, OeNB-Verbraucherhinweise, Visa- und Mastercard-Wechselkurs-Tools. Juni 2026.
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