Beste Angel-Investoren-Netzwerke in Österreich (2026)

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Die Hans(wo)men Group, das Investmentvehikel des Family Office von Hansi Hansmann, übernimmt meist den Lead in Pre-Seed-Runden von Tech-Startups in ganz Europa. Die Austrian Angel Investors Association (AAIA) bleibt der nationale Dachverband, heute Teil von invest.austria mit über 350 Mitgliedern. Wiens primeCROWD, heute Gateway Ventures, bündelt Investoren ab €10.000 in DACH-Runden, und über CONDA kann die Öffentlichkeit ab €250 investieren. aws i2 Business Angels vermittelt über 400 Investoren an Startups mit Sitz in Österreich. Die meisten österreichischen Angels investieren gemeinsam mit dem aws Gründungsfonds und Frühphasen-VCs.
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1. Hans(wo)men Group
Pre-Seed-Lead. Österreichs bekanntester Angel, seit 2003 aktiv, übernimmt meist den Lead in Pre-Seed-Runden und nimmt Pitches über ein einfaches Online-Formular an.
Das Investmentvehikel des Wiener Family Office von Hansi Hansmann, das weiterhin als Hans(wo)men Group auftritt. Es unterstützt skalierbare, technologiegetriebene Startups in ganz Europa und übernimmt in der Regel bei Pre-Seed den Lead; eine Ticketgröße veröffentlicht es nicht.
Pros
- Übernimmt meist den Lead in Pre-Seed-Runden
- Tiefe Operator-Basis unter den Mitgliedern
- Koordinierte Due Diligence und Deal-Führung
- Praktische Unterstützung über den Scheck hinaus
Cons
- Keine veröffentlichte Ticketgröße
- Geringere Gesamtfondskapazität als breitere Netzwerke
- Selektive Mitgliedschaft und hohe Bewerbungshürde
2. Austrian Angel Investors Association (AAIA)
Nationales Netzwerk. Österreichs größtes akkreditiertes Angel-Netzwerk mit kuratierten Pitch-Events, Online-Deal-Rooms und starker politischer Interessenvertretung auf Bundesebene.
Österreichs nationaler Angel-Investoren-Verband, gegründet 2013. Die AAIA, heute Teil von invest.austria mit über 350 Mitgliedern, verbindet Angel-Investoren mit Pre-Seed- und Seed-Startups über kuratierte Pitch-Events, Online-Deal-Rooms und gezielte Vermittlungen und setzt sich für eine gründerfreundliche Politik auf Bundesebene ein.
Pros
- Österreichs größtes akkreditiertes Angel-Netzwerk
- Kuratierte Pitch-Events und Online-Deal-Rooms
- Starke politische Interessenvertretung und Branchendaten
- Klarer Weg von der Mitgliedervermittlung zum Scheck
Cons
- Formaler Mitgliedschafts- und Akkreditierungsprozess
- Trotz nationalem Mandat vorrangig auf Wien fokussiert
- Qualität der einzelnen Schecks variiert über die Mitglieder
3. primeCROWD
Beste digitale Plattform. Schlanke SPV-Struktur für Gründer mit großer Kleinanleger- und akkreditierter Investorenbasis und digitalem Workflow, der die Fundraising-Reibung reduziert.
Wiener Investorenplattform, die heute als Gateway Ventures auftritt. Sie bündelt Privatinvestoren ab €10.000 in Seed- bis Series-A-Runden von €300.000 bis €1 Million für Startups mit Sitz in der DACH-Region, in Digital Economy, Health und Sustainability.
Pros
- Schlanke SPV-Struktur für Gründer
- Große Kleinanleger- und akkreditierte Investorenbasis
- Digitaler Workflow reduziert Fundraising-Reibung
- Starke Compliance mit dem österreichischen Alternativfinanzierungsgesetz
Cons
- Plattformgebühren fallen für Gründer und Investoren an
- SPV-Berichtspflichten nach dem Abschluss
- Weniger praktische strategische Unterstützung als menschliche Angel-Netzwerke
4. startup300
Historischer Linzer Anker des österreichischen Angel-Investings, heute in Abwicklung: gelistet zur Einordnung, nicht als aktive Kapitalquelle.
In Linz gegründetes Angel- und Ökosystem-Unternehmen, dessen Aktie im März 2022 zuletzt an der Wiener Börse gehandelt wurde. Seit 2026 verwaltet es nur noch sein bestehendes Portfolio von 14 Beteiligungen und desinvestiert, nimmt also keine neuen Startups auf (startup300, April 2026).
Pros
- Veröffentlicht NAV-Berichte zum verbliebenen Portfolio
- Portfolio umfasst Angel-Investing, Acceleratoren und Dienstleistungen
- Starker Anker in Linz und Oberösterreich
- Zugang zu Operator- und Konzernnetzwerk
Cons
- Komplexe Konzernstruktur kann Entscheidungen verlangsamen
- Kleinere Einzelschecks als spezialisierte Angel-Netzwerke
- Vorgaben als börsennotiertes Unternehmen beeinflussen die Deal-Auswahl
5. CONDA
Bestes Crowdfunding. Reguliertes Crowdinvesting nach der EU-Crowdfunding-Verordnung mit Kleinanlegerzugang ab €250 und Kapitalaufnahmen bis €5 Millionen pro Jahr.
Österreichs führende Equity-Crowdfunding-Plattform, 2013 in Wien gegründet und heute in mehreren EU-Märkten aktiv. CONDA lässt Klein- und akkreditierte Anleger an österreichischen Startup-Runden nach dem österreichischen Alternativfinanzierungsgesetz teilnehmen.
Pros
- Reguliertes Equity-Crowdfunding nach österreichischem Recht
- Kleinanlegerzugang ab €250 aufwärts
- Paneuropäisches Mandat mit EU-Crowdfunding-Passporting
- Starke Marketing- und Community-Reichweite
Cons
- Plattformgebühren und Marketingkosten für Gründer
- Cap-Table-Komplexität über Treuhänder- oder SPV-Strukturen
- Vor allem für konsum- oder community-getriebene Unternehmen geeignet
6. aws i2 Business Angels
Größter AT-Angel-Pool. Größter neutraler Angel-Pool in Österreich mit 400+ Investoren, kostenlos für Gründer und strukturiertem Matching mit NDA-gestütztem Double-Blind-Workflow.
Österreichs größte neutrale Business-Angel-Matching-Plattform, betrieben von der Austria Wirtschaftsservice (aws). aws i2 verbindet mehr als 400 Angel-Investoren über strukturiertes Matching, Pitch-Tage und Double-Blind-Workflows mit geprüften Startups.
Pros
- Größter neutraler Angel-Pool in AT (400+ Investoren)
- Kostenlos für Gründer, betrieben von der Bundes-aws
- Strukturiertes Matching mit NDA-gestütztem Double-Blind-Workflow
- Bundesweite Abdeckung in allen Bundesländern
Cons
- Langsamerer Workflow als online-first Netzwerke
- Weniger kuratiert als thematische Angel-Gruppen wie Hans(wo)men
- Kein Fondskapital, nur Vermittlung einzelner Angels
7. Next Play
Exit- und M&A-Beratung durch frühere Partner von Uniqa Ventures, nützlich, sobald Angel-finanzierte Gründer einen Verkauf vorbereiten.
Next Play beschreibt sich als M&A-Boutique und Investment-Banking-Beratung: Es begleitet Gründer und Venture-Fonds bei Verkaufsprozessen und Liquidität vor dem Exit. Ein Angel-, Syndikats- oder Seed-Investmentprogramm veröffentlicht es nicht.
Pros
- Führt kompetitive Verkaufsprozesse
- Partner aus dem Umfeld von Uniqa Ventures
- Arbeitet mit Gründern und Venture-Fonds
Cons
- Investiert nicht in Startups
- Erst in der Exit-Phase relevant
Gereiht nach Deal-Aktivität, Mitgliederbasis, Gründerfreundlichkeit und Ökosystem-Reichweite finden Sie hier die 7 besten österreichischen Angel-Investoren-Netzwerke 2026.
Wie schneiden Österreichs Angel-Netzwerke im Überblick ab?
| Netzwerk | Sitz | Typ | Phase | Branchenfokus | Typisches Ticket | Firmensitz in Österreich nötig? |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hans(wo)men Group | Wien | Family Office von Hansi Hansmann | Pre-Seed, meist als Lead | Tech, branchenoffen | Nicht veröffentlicht | Nein; investiert in ganz Europa |
| invest.austria (inkl. AAIA) | Wien | Nationaler Investorenverband, über 350 Mitglieder | Angel-, VC- und Private-Equity-Deals | Nicht angegeben | Nicht veröffentlicht; Angel-Mitgliedschaft €890 pro Jahr | Keine Regel angegeben; Startups, Scale-ups, Spin-offs und KMU nutzen das kostenlose Dealflow-Formular |
| primeCROWD (heute Gateway Ventures) | Wien | Investoren-Pooling-Plattform | Seed bis Series A | Digital Economy, Health, Sustainability | Runden €300.000 bis €1 Mio.; Investoren ab €10.000 | Nein; Sitz in der DACH-Region |
| startup300 | Linz | Früher börsennotierter Investor, desinvestiert | Keine neuen Investments | Keiner | Keines | Nimmt keine Bewerbungen an |
| CONDA | Wien | Crowdinvesting-Plattform (EU-Crowdfunding-Verordnung) | Etablierte KMU, idealerweise ab dem dritten Geschäftsjahr | Branchenoffen | Investoren ab €250; bis €5 Mio. pro Jahr | Nein; GmbH oder AG mit Registrierung in der EU, keine Vorgründung |
| aws i2 Business Angels | Bundesweit (aws) | Öffentliche Matching-Plattform, über 400 Investoren | Am Markt, idealerweise erste zahlende Kunden | Alle Branchen | Runden €100.000 bis €1 Mio.; Investoren ab €50.000 | Ja, Sitz oder Betriebsstätte in Österreich; Gründung darf noch laufen |
| Next Play | Nicht angegeben | M&A- und Exit-Beratung | Exit-Phase | Keiner | Investiert nicht | Nicht anwendbar |
| European Super Angels Club | Wien | Club nur für Mitglieder (Partner von KPMG Austria und Venionaire) | Traktion im Heimmarkt | KI, Cybersecurity, Digital Health, Fintech, Sportstech, Mobilität | €1 Mio. bis 10 Mio. pro Runde | Keine Regel angegeben |
| Danube Angels | Wien | Crowdinvesting-Netzwerk | Wachstumsunternehmen | Nicht angegeben | Investoren ab €1.000 | Keine Regel angegeben |
| Female Investors Network (FIN) | DACH (Events in München, Hannover) | Community für Investorinnen, Pooling über Gateway Ventures | Nicht angegeben | Kein fixer Sektor | Investorinnen ab €5.000 | Keine Regel angegeben; nicht auf von Frauen geführte Teams beschränkt |
Quellen: Websites, Bewerbungsseiten oder FAQ der Netzwerke (hansmann.fo, invest-austria.com, gateway.ventures, startup300.at, conda-capital.com, aws.at, startnextplay.com, superangels.club, danubeangels.com, female-investors.network), geprüft am 21. Oktober 2026.
Nur aws i2 Business Angels verlangt Sitz oder Betriebsstätte in Österreich und nimmt dabei auch Unternehmen in Gründung auf. Gateway Ventures (früher primeCROWD) nimmt Startups aus der gesamten DACH-Region, CONDA braucht eine in der EU registrierte GmbH oder AG, und die Hans(wo)men Group investiert in ganz Europa. Die Mindestbeträge für Investoren reichen von €250 bei CONDA bis €50.000 bei aws i2, und Runden des European Super Angels Club erreichen €10 Millionen.
Wie funktionieren österreichische Angel-Netzwerke?
Österreichische Angel-Netzwerke verbinden kuratierten Deal-Flow, Pitch-Events und rechtliche Infrastruktur für gebündelte Investments. So sieht die praktische Mechanik aus:
- 1
Gründer bewirbt sich über das Netzwerk
Gründer bewerben sich über das Online-Formular des Netzwerks oder über eine Mitgliederempfehlung. AAIA, primeCROWD und Hans(wo)men veröffentlichen alle Bewerbungsaufrufe.
- 2
Netzwerk kuratiert Pitch-Events
Ausgewählte Startups pitchen bei physischen oder Online-Events vor der Mitglieder-Angel-Basis. primeCROWD betreibt laufende digitale Deal-Rooms, während AAIA und Hans(wo)men vierteljährliche Pitch-Tage veranstalten.
- 3
Angels bekunden individuell Interesse
Jeder Angel entscheidet unabhängig, ob er teilnimmt. Lead-Angels koordinieren mitunter Term Sheets und Due Diligence für den Rest der Gruppe.
- 4
Gebündeltes Investment über SPV oder Cap Table
Investments gehen entweder direkt auf den Cap Table oder über ein Special Purpose Vehicle (SPV), das mehrere Angels zu einer einzigen Position bündelt. CONDA und primeCROWD nutzen standardmäßig SPV- oder Treuhandstrukturen.
- 5
Folge-Co-Investment mit aws und VCs
Die meisten österreichischen Pre-Seed- und Seed-Runden stapeln Angels neben dem aws Gründungsfonds und einem Lead-VC. Sehen Sie unseren Leitfaden zu öffentlichen Venture-Fonds.
Welche Ticketgrößen schreiben österreichische Angels?
Österreichische Angel-Tickets bündeln sich um kleinere europäische Normen im Vergleich zu den USA oder Großbritannien. So sieht die Landschaft aus:
- Einzel-Angel-Ticket: €10.000 bis €50.000 ist die typische Spanne. Lead-Angels mit Operator-Hintergrund schreiben mitunter €100.000+.
- Syndikats-Ticket: €100.000 bis €500.000, wenn mehrere Angels über AAIA, primeCROWD oder Hans(wo)men bündeln.
- Crowdinvesting-Runde: sechsstellige Beträge bis €5 Millionen pro Jahr auf CONDA, von Anlegern ab €250.
- Gebündelte Angel-Runde: €300.000 bis €1 Million über Gateway Ventures (früher primeCROWD), mit Investoren ab €10.000.
Die meisten österreichischen Seed-Runden stapeln mehrere Angel-Gruppen
Wer sind Österreichs bekannteste Angel-Investoren?
Österreichs Angel-Szene wird von einer kleinen Gruppe hochkarätiger Operatoren getragen. Hansi Hansmann ist der aktivste und hat seit 2003 40+ Startups unterstützt. Michael Altrichter, Berthold Baurek-Karlic und Lukas Puspok wurden jeweils zum Business Angel des Jahres gekürt. Viele investieren gemeinsam über die Hansmen Group, den European Super Angels Club und Founders of Europe (European Super Angels Club, 2025).
- Hansi Hansmann: Österreichs produktivster Angel, seit 2003 aktiv mit 40+ Investments, darunter Runtastic und Shpock. Fünfmal zum Business Angel des Jahres gekürt (2010 bis 2014) und 2023 mit einem Preis für das Lebenswerk ausgezeichnet. Ankerinvestor des Syndikats Hansmen Group (European Super Angels Club, 2025).
- Michael Altrichter: Veteran der Zahlungsbranche (paysafecard-Hintergrund), Mitgründer von startup300 und ehemaliger österreichischer Startup-Beauftragter der Regierung. Zum Business Angel des Jahres 2015 gekürt (SeedBlink, 2025).
- Berthold Baurek-Karlic: Gründer von Venionaire Capital und Präsident des European Super Angels Club. Zum Business Angel des Jahres Österreich 2023 gekürt (Venionaire, 2023).
- Lukas Puspok: vom European Super Angels Club als österreichischer Business Angel des Jahres anerkannt, aktiv in Energie- und Deep-Tech-Deals (European Super Angels Club, 2025).
- Founders of Europe (FOE): ein operator-geführtes Netzwerk, zu dessen Mitgliedern Benjamin Ruschin, Tom Urbanek, Larissa Kravitz und Peter Steinberger zählen, mit Fokus auf B2B, SaaS und DeepTech in der Frühphase (SeedBlink, 2025).
Weitere Netzwerke, die man kennen sollte
- European Super Angels Club (ESAC): ein Wiener Club nur für Mitglieder, gegründet von Partnern von KPMG Austria und Venionaire Capital, der €1 Million bis 10 Millionen für Startups mit Traktion im Heimmarkt aufstellt, in KI, Cybersecurity, Digital Health, Fintech, Sportstech und Mobilität (ESAC, Oktober 2026).
- Danube Angels: ein Wiener Crowdinvesting-Netzwerk für Wachstumsunternehmen mit einem Mindestticket von €1.000 (Danube Angels, Oktober 2026).
- Female Investors Network (FIN): eine Anfang 2020 gegründete Community, die Frauen zu Angel-Investorinnen macht und Tickets ab €5.000 über Gateway Ventures bündelt; FIN investiert nicht selbst und ist nicht auf von Frauen geführte Teams beschränkt (FIN, Oktober 2026).
- ROI Ventures: eine Wiener Angel-Gruppe, die bis zu €100.000 in Pre-Seed- und Seed-B2B-Startups in SaaS, Deep Tech und Fintech schreibt (SeedBlink, 2025).
invest.austria ist die nationale Anlaufstelle
Wie treten Sie einem österreichischen Angel-Syndikat bei?
Sowohl Gründer, die Schecks suchen, als auch Investoren, die Kapital einsetzen wollen, können auf österreichische Angel-Syndikate zugreifen. So sieht der praktische Weg von beiden Seiten aus:
- Gründerweg: Bewerben Sie sich bei den Pitch-Nächten der AAIA, reichen Sie beim digitalen Deal-Room von primeCROWD ein oder sichern Sie sich eine warme Vermittlung über einen Accelerator- oder VC-Partner.
- Investorenweg: Eine AAIA-Mitgliedschaft setzt den Status als akkreditierter Investor und einen moderaten Jahresbeitrag voraus. primeCROWD und CONDA nehmen Kleinanleger vorbehaltlich der Obergrenzen des österreichischen Alternativfinanzierungsgesetzes auf.
- Operator-Angels: Viele österreichische Angel-Schecks stammen von ehemaligen Gründern und Senior-Operatoren wie der Hans(wo)men Group rund um Hansi Hansmann. Der Netzwerkeinstieg erfolgt meist über Vermittlungen.
- Regionale Netzwerke: Das Business Angel Network (AVS) und landesweite Startup-Hubs bieten Zugang zu Angels außerhalb Wiens, besonders in der Steiermark, in Oberösterreich und Tirol.
Worauf österreichische Angels achten
- Klares Problem und Founder-Market-Fit: Die meisten Angels sind Operatoren und gewichten die Fachtiefe der Gründer stark.
- Frühe Traktionssignale: Bezahlte Pilotprojekte, priorisierte Wartelisten oder erste Umsätze erhöhen die Angel-Conversion deutlich.
- Angemessene Bewertung: Österreichische Angel-Runden schließen bei Pre-Seed typischerweise zwischen €2 Millionen und €6 Millionen post-money.
- aws-Gründungsfonds-Kompatibilität: Runden, die eine aws-Co-Investition ermöglichen, schließen schneller. Sehen Sie unseren Leitfaden zu öffentlichen Venture-Fonds.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist das durchschnittliche Angel-Ticket in Österreich?
Einzelne österreichische Angels schreiben in der Regel Tickets zwischen €10.000 und €50.000, während syndizierte Runden auf Plattformen wie primeCROWD und AAIA zwischen €100.000 und €500.000 von mehreren Angels bündeln. Lead-Angels mit Operator-Hintergrund schreiben mitunter Schecks über €100.000. Die Rundenzusammensetzung kombiniert meist 5 bis 20 Angels mit einem aws Gründungsfonds oder einem regionalen öffentlichen Co-Investor.
Was ist die AAIA?
Die Austrian Angel Investors Association (AAIA) ist Österreichs nationaler Angel-Verband, gegründet 2013 und heute Teil von invest.austria, das über 350 Mitglieder aus Business Angels, VCs und Private Equity zählt. Sie verbindet Angels mit Startups in der Pre-Seed- und Seed-Phase über kuratierte Pitch-Events, Online-Deal-Rooms und gezielte Vermittlungen. Die AAIA setzt sich zudem für eine investorenfreundliche Steuer- und Regulierungspolitik in Österreich ein und veröffentlicht Marktdaten zur Angel-Investment-Aktivität im ganzen Land.
Ist Equity-Crowdfunding in Österreich legal?
Ja. Österreich hat 2015 das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) verabschiedet und damit einen klaren Rechtsrahmen für Equity-Crowdfunding geschaffen. Lizenzierte Plattformen wie CONDA können nach der EU-Crowdfunding-Verordnung (ECSP) bis zu €5 Millionen pro Unternehmen und Jahr von Kleinanlegern in der gesamten EU einsammeln. Unterhalb bestimmter Schwellen gelten individuelle Anlegerobergrenzen, darüber sind Eignungsprüfungen erforderlich.
Sind Angel-Investments steuerlich absetzbar?
Österreich bietet derzeit keine breite Steuererleichterung für Angel-Investments vergleichbar mit dem britischen SEIS oder EIS. Investoren können realisierte Verluste gegen Kapitalgewinne aufrechnen, und die österreichische Kapitalertragsteuer liegt bei 27,5% auf die meisten Aktienveräußerungen. Es gibt eine laufende politische Diskussion über die Einführung eines gezielten Steueranreizes für Angel-Investments, doch Stand April 2026 ist kein breit angelegtes Modell aktiv. Ziehen Sie für Grenzfälle einen lokalen Steuerberater hinzu.
Wie findet man österreichische Angels?
Beginnen Sie mit der Austrian Angel Investors Association (AAIA), heute Teil von invest.austria, als nationalem Einstiegspunkt. Von dort aus reichen Sie über die Dealflow-Formulare von invest.austria, aws i2 Business Angels und Gateway Ventures (früher primeCROWD) ein, pitchen Sie bei der Hans(wo)men Group und nutzen Sie regionale Netzwerke wie dem Business Angel Network (AVS) und Startup Styria. Warme Vermittlungen über österreichische Acceleratoren (INiTS, Tech2b, Startup Tirol) und Ökosystem-Events wie Pioneers oder das Austrian Startup Summit verbessern die Rücklaufquoten deutlich.
Wer ist der aktivste Angel-Investor in Österreich?
Hansi Hansmann gilt weithin als Österreichs aktivster Angel-Investor. Seit 2003 aktiv, hat er mehr als 40 Startups unterstützt, darunter Runtastic und Shpock, und wurde zwischen 2010 und 2014 fünfmal zum Business Angel des Jahres gekürt, mit einer Auszeichnung für das Lebenswerk 2023. Er ist der Ankerinvestor des Syndikats Hansmen Group. Weitere prominente Namen sind Michael Altrichter (Business Angel des Jahres 2015, Mitgründer von startup300) und Berthold Baurek-Karlic von Venionaire Capital (European Super Angels Club, 2025).
Investieren österreichische Angel-Netzwerke in Unternehmen mit Sitz außerhalb Österreichs?
Das hängt vom Netzwerk ab. aws i2 Business Angels verlangt Sitz oder Betriebsstätte in Österreich, nimmt aber Unternehmen in Gründung auf. Gateway Ventures (früher primeCROWD) nimmt Startups mit Sitz in der gesamten DACH-Region. CONDA verlangt eine in der EU registrierte GmbH oder AG. Die Hans(wo)men Group investiert in ganz Europa, und das Dealflow-Formular von invest.austria nennt keine Länderregel (Websites der Netzwerke, Oktober 2026).
Was ist aws i2 Business Angels?
aws i2 Business Angels ist Österreichs neutrale nationale Angel-Matching-Plattform, betrieben von der Austria Wirtschaftsservice (aws). Sie verbindet Startups mit über 400 Investoren, darunter Angels, Seed-Fonds, strategische Investoren und Family Offices, bei einem Kapitalbedarf zwischen €100.000 und €1 Million; jeder Investor bringt mindestens €50.000 pro Startup ein. Das Unternehmen braucht Sitz oder Betriebsstätte in Österreich, darf sich noch in Gründung befinden und nimmt kostenlos teil. Die Plattform prüft bis zu 700 Projekte pro Jahr und ermöglicht bis zu 20 Investments (aws, Oktober 2026).
Offizielle Quellen
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