Lebenshaltungskosten in Österreich (2026)

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Eine Einzelperson kommt in Wien mit rund €1.330 pro Monat inklusive €650 Miete aus, so Statistik Austria und Numbeo. Zwei-Zimmer-Wohnungen in der Innenstadt liegen bei €750 bis €1.100, außerhalb bei €550 bis €800. Lebensmittel kosten €50 bis €80 pro Woche, die Wiener Jahreskarte ab €461. Dazu kommen die Pflichtabgaben, die kaum ein Budgetrechner mitzählt: ORF mit €15,30 pro Monat, die e-card mit €25 pro Jahr sowie Wasser, Kanal und Müll der Gemeinde.
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Wie viel kostet die Miete in österreichischen Städten?
| Stadt | 2-Zimmer (Zentrum) | 2-Zimmer (außerhalb) |
|---|---|---|
| Wien | €750 bis 1.100 | €550 bis 800 |
| Graz | €600 bis 850 | €450 bis 650 |
| Salzburg | €750 bis 1.100 | €550 bis 800 |
| Innsbruck | €800 bis 1.200 | €600 bis 900 |
| Linz | €600 bis 900 | €450 bis 700 |
| 2026 (datiert) | Wien | Graz | Linz | Salzburg |
|---|---|---|---|---|
| Angebotsmiete pro m², Median, Jänner bis April 2026 | €22,45 (+10 %) | €15,15 (+11 %) | €15,51 (−4 %) | €21,96 (−1 %) |
| 1 Zimmer, rund 35 m² (unsere Rechnung) | €786 | €530 | €543 | €769 |
| 2 Zimmer, rund 55 m² (unsere Rechnung) | €1.235 | €833 | €853 | €1.208 |
| 3 Zimmer, rund 75 m² (unsere Rechnung) | €1.684 | €1.136 | €1.163 | €1.647 |
| Bargeld beim Einzug, 2 Zimmer: 3 Monatsmieten Kaution plus erste Miete (unsere Rechnung) | €4.940 | €3.332 | €3.412 | €4.832 |
| Öffi-Jahreskarte | €467 Einmalzahlung (€461 digital) | Auf holding-graz.at prüfen | €467 Klimaticket Kernzone Linz | €399 Klimaticket Salzburg Classic (Stadt und Land) |
| ORF-Beitrag pro Jahr | €183,60 | €240,00 | €183,60 | €183,60 |
Angebotsmieten: ImmoScout24-Datenanalyse, Bruttomieten inklusive Betriebskosten, veröffentlicht am 21. Mai 2026, Veränderung zum Vorjahr in Klammern. Wohnungsbeträge sind Median mal Fläche. Öffis: Wiener Linien ab 1. Jänner 2026, OÖVV-Tarif ab 1. Februar 2026, Salzburg-AG-Tarif ab 1. Jänner 2026. ORF: OBS.
Graz steigt von den vier Städten am schnellsten: Die Angebotsmieten stiegen binnen eines Jahres um 11 % auf €15,15/m², während Linz um 4 % fiel und der günstigste der vier ist. Wien und Salzburg liegen beide über €21/m². Bezahlte Mieten sind deutlich niedriger: Statistik Austria weist für das erste Quartal 2026 einen österreichweiten Schnitt von €10,50/m² oder €695,10 pro Wohnung aus, weil darin Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen stecken.
Die Miete variiert stark nach Stadt, Bezirk und ob die Wohnung am freien Markt oder im sozialen Wohnbau (Gemeindewohnung oder Genossenschaftswohnung) liegt. Ungefähre monatliche Mietspannen für eine Zwei-Zimmer-Wohnung im Zentrum:
Hinweis: Innsbruck und Salzburg sind tendenziell teurer wegen begrenztem Wohnraum und hoher Nachfrage durch Tourismus und Studierende. Wien profitiert vom großen Bestand kommunaler Wohnungen, der die Mieten moderater hält, als man für eine Hauptstadt erwartet.
Wie viel kosten Lebensmittel in Österreich?
| Artikel | Typischer Preis |
|---|---|
| Milch (1 Liter) | €1,20 bis 1,60 |
| Brot (500 g) | €1,50 bis 3,00 |
| Eier (12er Pack) | €3,00 bis 4,50 |
| Hühnerbrust (1 kg) | €8,00 bis 12,00 |
| Reis (1 kg) | €1,50 bis 3,00 |
| Bier (0,5 l, inländisch) | €0,80 bis 1,50 |
Lebensmittelkosten in Österreich sind vernünftig, vor allem bei Diskonter-Ketten. Die wichtigsten Supermärkte: Billa und Billa Plus (Premium), Spar und Eurospar, Hofer (Aldi), Lidl und Penny. Wöchentliches Lebensmittelbudget für eine Person: €50 bis 80. Als Untergrenze fand der Preismonitor der Arbeiterkammer im März 2026 in Wien rund €76 für die 40 günstigsten Alltagsprodukte, Diskonter lagen etwa 10 % unter Supermärkten.
Wie viel kostet öffentlicher Verkehr in Österreich?
Der öffentliche Verkehr in Österreich ist hervorragend und leistbar. Wichtige Kosten:
- Wiener Jahreskarte ab 1. Jänner 2026: €467 bei Einmalzahlung, €461 digital oder €506,40 bei monatlicher Abbuchung; €300 (digital €294) für unter 26, Senioren und Spezial. Die erste Erhöhung seit 2012, damals €365; ab 2027 ist eine jährliche Valorisierung beschlossen
- Wiener Monatskarte: €51
- KlimaTicket Ö (ganz Österreich): €1.400 pro Jahr ab 1. Jänner 2026; Klimaticket OÖ €703
- Linz: Klimaticket Kernzone Linz €467 pro Jahr (ab 1. Februar 2026), übertragbares MEGA-Ticket €630. Salzburg: Klimaticket Salzburg Classic €399 pro Jahr für Stadt und Land, €299 für unter 26 und Senioren
- Einzelfahrschein (Wien): €2,40
- Benzin: rund €1,40 bis 1,70 pro Liter
Wie viel kosten Nebenkosten in Österreich?
Die monatlichen Nebenkosten für eine 60 bis 80 m² Wohnung liegen typischerweise zwischen €150 und €250: Strom, Heizung, Wasser und Müllabfuhr. Viele Wiener Altbauten nutzen Fernwärme, die effizient und preislich vernünftig ist. Internet kostet zwischen €20 und €40 pro Monat. Mobilfunktarife reichen von €5 (Basis-Wertkarte) bis €30 (unbegrenzte Daten im Vertrag). Die meisten Zahlungen laufen über ein österreichisches Bankkonto.
Zur Miete kommt einmal im Jahr die Betriebskostenabrechnung. Statistik Austria weist für Q4 2025 im Schnitt €2,60 pro m² und Monat aus, plus 10% Umsatzsteuer, also rund €180 im Jahr bei 60 m². Die Abrechnung muss nach dem MRG bis 30. Juni des Folgejahres vorliegen, Reparaturen und Sanierungen dürfen nicht umgelegt werden. Die AK prüft eine Betriebskostenabrechnung kostenlos.
Beim Strom ändern sich 2026 zwei Dinge. Die Elektrizitätsabgabe ist auf 0,1 Cent pro kWh gesenkt, das entlastet einen Durchschnittshaushalt antragslos um rund €50 im Jahr. Diese Senkung läuft am 31. Dezember 2026 aus, rechnen Sie also mit der Rückkehr der vollen Abgabe. In die andere Richtung wirkt der Strom-Sozialtarif von 6 Cent pro kWh, der seit 1. April 2026 nach dem ElWG für berechtigte Haushalte gilt.
Welche Pflichtabgaben zahlt jeder Haushalt?
Ein Wiener Haushalt ohne Auto, ohne Hund und ohne Kirchenbeitrag zahlt rund €760 pro Jahr an fixen Abgaben, bevor ein einziger Euro freiwillig ausgegeben ist: ORF mit €183,60, die e-card mit €25 und Wasser, Kanal und Müll mit etwa €550. Keine davon ist optional, und keine steht in einem Mietinserat.
| Abgabe | Kosten 2026 | Anmerkung |
|---|---|---|
| ORF-Beitrag | €15,30/Monat, €183,60/Jahr | Bis 2029 eingefroren. Die Steiermark hebt €4,70 pro Monat auf (€240,00/Jahr), das entfällt mit 1. Jänner 2027; Burgenland und Kärnten €4,60 (€238,80), Tirol €3,10 (€220,80) |
| e-card-Serviceentgelt | €25,00/Jahr | Zuvor €13,80. 2027 sind es €26,85, dann zahlen erstmals auch Pensionistinnen und Pensionisten |
| Rezeptgebühr | €7,55 je Packung | Automatisch gedeckelt mit 2% des Jahresnettoeinkommens. Untergrenze 41 Rezeptgebühren, also €309,55. Seit 1. Jänner 2026 zählen auch billigere Medikamente mit |
| Wasser und Kanal in Wien | €2,37 und €2,60 je m³ | Dazu die Müllabfuhrabgabe mit €52,79 je Wohneinheit und Jahr. Mieter sehen alle drei in der Betriebskostenabrechnung |
| Parkpickerl | Wien €13/Monat | In allen 23 Bezirken gleich, mit Online-Antrag €199,70 im Jahr. Linz €61,10, Salzburg €114, Innsbruck €155,16, Graz €229 |
Stand September 2026. Für Graz und Linz sind die Gebühren für Wasser, Kanal und Müll nicht vergleichbar veröffentlicht und hier ausgenommen.
Beim ORF-Beitrag lohnt der Blick auf die Befreiung: Wer mit dem Haushaltsnettoeinkommen den Ausgleichszulagen-Richtsatz nicht übersteigt, 2026 also €1.308,39 pro Monat für Alleinstehende und €2.064,12 für Paare, kann bei der OBS einen Antrag stellen und zahlt nichts. Dieselben Grenzen befreien von der Rezeptgebühr. Unser Leitfaden zu den Pflichtabgaben geht jede Abgabe durch, samt Befreiungen, Gemeindeabgaben in den fünf größten Städten und Gesamtrechnungen für drei Haushaltstypen.
Die Lohnabzüge kommen obendrauf und sind um ein Vielfaches größer. Angestellte zahlen 18,07% des Bruttolohns an Sozialversicherung (in Wien 18,12%) bis zur Höchstbeitragsgrundlage von €6.930 pro Monat (2026), inklusive 0,5% AK-Umlage. Selbständige zahlen 26,83% des Gewinns an die SVS plus €155,40 Unfallversicherung im Jahr, mindestens rund €160,81 pro Monat. Private Deckung kommt dazu: siehe welche Versicherungen Sie in Österreich brauchen.
Wie sieht ein Monatsbudget für eine Einzelperson in Wien aus?
| Kategorie | Geschätzte Monatskosten |
|---|---|
| Miete (2-Zimmer, außerhalb) | €650 |
| Nebenkosten | €180 |
| Lebensmittel | €280 |
| Öffentlicher Verkehr | €30 |
| Mobilfunk + Internet | €40 |
| Essen gehen / Freizeit | €150 |
| Krankenversicherung (falls nicht abgedeckt) | €0 (vom Gehalt abgezogen) |
| Gesamt | ~€1.330 |
Mittleres Budget. Niedriger bei WG, höher bei zentraler Lage und häufigem Auswärtsessen.
Welche Wohnbeihilfe und welchen Heizkostenzuschuss gibt es je Bundesland?
Wohnbeihilfe ist Ländersache, nicht Bundessache. Es gibt also neun eigene Regime mit eigenen Einkommensgrenzen, Antragsfenstern und Aufenthaltsvoraussetzungen. Der Heizkostenzuschuss reicht von €0 in Wien und Kärnten bis €340 in der Steiermark, das Burgenland ersetzt tatsächliche Heizkosten bis €1.000. Die Grenzen werden jährlich valorisiert, und die meisten Beihilfen sind jedes Jahr neu zu beantragen.
| Bundesland | Wohnbeihilfe | Heizkostenzuschuss 2025/26 |
|---|---|---|
| Wien | Einkommensgrenze €2.157,60 netto pro Monat bei 3 Personen, €2.621 bei 4. Miete anrechenbar bis €8,67/m², mindestens 60 m². WGs sind berechtigt. Drittstaatsangehörige brauchen 5 Jahre rechtmäßigen Aufenthalt | Kein Landeszuschuss. Stattdessen €200 Wiener Wohnkostenzuschuss, €100 Wien-Energie-Ausgleichsbonus und Energieunterstützung über das Sozialamt |
| Niederösterreich | Nach Einkommen und Wohnungsgröße, konservativere Grenzen als Wien, Antrag online | €150, Fenster 22. Oktober 2025 bis 31. März 2026 (abgelaufen). Bruttoeinkommen höchstens €1.308,39 |
| Oberösterreich | Bis €1.515,20 Einkommen bei 1 Person, €2.327,20 bei 2, €2.791,20 bei 3. Deckel €300 pro Monat, Anrechnung bis €3,70/m² | €200 einmalig, Fenster 16. März bis 15. Mai 2026 (abgelaufen) |
| Steiermark | Wohnunterstützung, reformiert mit 1. April 2026: strengere Grenzen, Drittstaatsangehörige brauchen nun 5 Jahre rechtmäßigen Aufenthalt plus Deutsch A2 | €340, Fenster 16. Oktober 2025 bis 27. Februar 2026 (abgelaufen). Nettoeinkommen bis €1.661 (1 Person) oder €2.492 (Paar), plus €498 je Kind. Drittstaatsangehörige ausgenommen |
| Salzburg | Jahresnetto-Grenzen von €57.000 (1 Person), €87.000 (2), €93.000 (3), €105.000 (4). Einmalzuschüsse sind nicht rückzahlbar, der Annuitätenzuschuss reicht bis €500 pro Monat | €250, Antrag bis 30. September 2026 (offen) |
| Tirol | Nach Haushaltsgröße gestaffelt, nach eigener Landesrichtlinie und mit der Wohnbauförderung kombinierbar | €250, Antrag bis 31. Oktober 2026 (offen, für 2026/27 bereits fixiert) |
| Vorarlberg | Monatsgrenzen von €4.000 (1 Person), €7.000 (2), €8.250 (ab 3). Ein Überschreiten kürzt die Beihilfe, statt sie zu streichen. Auch Eigentum mit Förderdarlehen ist anspruchsberechtigt | €50 bis €250 nach Einkommen, Fenster 13. Oktober 2025 bis 13. Februar 2026 (abgelaufen) |
| Kärnten | Neues Mietbeihilfegesetz 2025/26 bezieht die Energiekosten ein. Jahresnetto-Grenzen von €53.000 (1 Person), €82.000 (2), plus €8.000 je weiterer Person | Kein eigener Zuschuss in 2025/26, die Energiekosten laufen über das neue Mietbeihilfegesetz |
| Burgenland | Landesregelung mit niedrigeren Grenzen, Antrag über die Gemeinde | Kein Pauschalbetrag. Einkommensabhängige Förderung der tatsächlichen Heizkosten, €200 bis €1.000, bei Jahresnettohaushaltseinkommen bis €43.000 |
Quellen: die neun Landesstellen, Stand September 2026. Die Wohnbeihilfe-Grenzen 2026 für Niederösterreich, Tirol, Kärnten und das Burgenland sind nicht vollständig veröffentlicht und daher beschrieben statt beziffert. Die Heizkosten-Fenster 2026/27 sind außer in Tirol noch nicht beschlossen.
Zwei Punkte werden oft übersehen. Erstens treffen die Aufenthaltsregeln genau jene am härtesten, die das Geld brauchen: Wien verlangt von Drittstaatsangehörigen 5 Jahre rechtmäßigen Aufenthalt, die Steiermark hat sie 2025/26 vom Heizkostenzuschuss ganz ausgenommen. Zweitens ist die Wohnbeihilfe steuerfrei und gehört nicht in die Arbeitnehmerveranlagung, der Antrag kostet Sie steuerlich also nichts.
Welches Gesetz regelt die Haushaltsabgaben und worauf haben Sie Anspruch?
| Die Rechtsgrundlagen zu dieser Seite | ORF-BG § 22 |
|---|---|
| Gesetz | ORF-Beitragsgesetz 2024 (ORF-BG 2024), § 22: Befreiungen von der Haushaltsabgabe |
| Aufsicht | OBS (ORF-Beitrags Service), Regulator ist die KommAustria bei der RTR |
| Gratis-Tool | Amtlicher OBS-Beitragsrechner und Befreiungsabfrage |
| Ihr Recht | Die ORF-Haushaltsabgabe beträgt bundesweit €15,30 pro Monat und ist bis 2029 eingefroren. Befreit ist, wer mit dem Haushaltsnettoeinkommen den Ausgleichszulagen-Richtsatz nicht übersteigt, 2026 also €1.308,39 pro Monat. Vier Bundesländer heben zusätzlich eine Landesabgabe ein: Burgenland und Kärnten €4,60, Steiermark €4,70 und Tirol €3,10 pro Monat. |
| Gilt seit | ORF-BG 2024 in Kraft seit 1. Jänner 2024; Befreiungsgrenze jährlich indexiert nach § 293 ASVG |
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