Beste öffentliche Universitäten in Österreich (2026)

Aktualisiert: 14. September 2026| 8 weitere Personen fanden das hilfreich
Österreich führt 23 öffentliche Universitäten: 22 nach dem Universitätsgesetz 2002 plus die IT:U Linz nach einem eigenen Bundesgesetz. Die Danube University Krems, die öffentliche Universität für Weiterbildung, ist die beste Wahl für berufsbegleitende Masterstudien. Die TU Wien führt bei Ingenieurwesen und Informatik, die WU Wien ist die Triple-Crown-akkreditierte Wirtschaftsuniversität des Landes. Die Universität Wien (Uni Wien) ist mit rund 90.000 Studierenden die größte. Der Studienbeitrag beträgt €726,72 pro Semester für Drittstaatsangehörige und €0 für EU/EWR-Studierende, die rechtzeitig abschließen, plus den ÖH-Beitrag von €26,20 pro Semester. Deutschsprachige Studien verlangen in der Regel C1.
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Welche sind die Top 7 öffentlichen Universitäten in Österreich?
Die Sortierung ändert die Reihenfolge der Anbieterkarten unten.
Unser Gesamttipp unten: Danube, ab 1. Danube University Krems (Universität für Weiterbildung).
1. Danube University Krems (Universität für Weiterbildung)
Beste für berufsbegleitende Master. Österreichs einzige öffentliche Universität, die ganz auf Weiterbildung ausgerichtet ist, mit flexiblen berufsbegleitenden Masterstudien für berufstätige Fachkräfte.
Österreichs öffentliche Universität für Weiterbildung mit Sitz in Krems an der Donau. Die Danube University Krems spezialisiert sich auf postgraduale Masterstudien für berufstätige Fachkräfte in Wirtschaft, Gesundheitswesen, Recht, IT und öffentlicher Verwaltung.
Pros
- Österreichs einzige öffentliche Universität, die ganz auf Weiterbildung ausgerichtet ist
- Breite Auswahl an berufsbegleitend studierbaren Masterstudien
- Flexible Formate mit Abend-, Wochenend- und Blended-Online-Angeboten
- Starkes Karrierenetzwerk in Gesundheitswesen, Recht und öffentlicher Verwaltung
Cons
- Keine klassischen Bachelorstudien für Schulabgänger
- Für die meisten Studien fallen Gebühren an (nicht der öffentliche Standard von €363,36)
- Der Campus Krems liegt 80 km von Wien entfernt, mit eingeschränktem Abendverkehr
2. TU Wien (Technische Universität Wien)
Beste für Ingenieurwesen. Top-gereihte österreichische Universität für Ingenieurwesen und Informatik mit vielen englischsprachigen Masterstudien und starken industriellen Forschungspartnerschaften.
Österreichs führende technische Universität und eine europäische Top-Forschungseinrichtung für Ingenieurwesen, Informatik und Mathematik. Die TU Wien hat rund 27.000 Studierende und starke Verbindungen zu Industrie und CERN-artigen Forschungskonsortien.
Pros
- Top-gereihte österreichische Universität für Ingenieurwesen und Informatik
- Große Anzahl englischsprachiger Masterstudien
- Starke Verbindungen zur österreichischen und europäischen Tech-Industrie
- Zentraler Campus am Karlsplatz mit modernen Laboren und Studierendenwohnheimen in der Nähe
Cons
- Bachelorstudien sind nur auf Deutsch und akademisch anspruchsvoll
- Die Abbruchquote im ersten Ingenieurjahr ist hoch
- Kompetitiv für beliebte Master-Tracks wie KI und Data Science
3. WU Wien (Wirtschaftsuniversität Wien)
Beste Wirtschaftsuniversität. Triple-Crown-akkreditierte (AACSB, EQUIS, AMBA) Wirtschaftsuniversität mit englischsprachigen Studien und einem Austauschnetzwerk mit 240 Partnern.
Die größte Wirtschaftsuniversität im deutschsprachigen Raum mit rund 22.000 Studierenden. Die WU hält die Triple-Crown-Akkreditierung (AACSB, EQUIS, AMBA) und hat einen markanten Zaha-Hadid-Campus im Wiener Praterviertel.
Pros
- Die Triple-Crown-Akkreditierung reiht die WU unter Europas Top-Wirtschaftsuniversitäten
- Breites Angebot an vollständig englischsprachigen Bachelor- und Masterstudien
- Moderner Campus mit starken Karriereservices und Recruiter-Netzwerken
- Großes internationales Austauschnetzwerk mit über 240 Partneruniversitäten
Cons
- Kompetitive Zulassung für den englischsprachigen Bachelor in Business and Economics
- Manche Master-Tracks haben zusätzliche Gebühren für Nicht-EU-Studierende
- Der Campus ist groß und kann im Vergleich zu klassischen Universitäten korporativ wirken
4. Universität Wien (Uni Wien)
Größtes Studienangebot Österreichs mit starker globaler Stellung in Physik, Philosophie und Life Sciences sowie einem soliden Sprachenzentrum.
Österreichs älteste und größte Universität, 1365 gegründet. Mit rund 90.000 Studierenden und fast 200 Studien deckt die Uni Wien die volle Breite von Geistes-, Sozial-, Naturwissenschaften und Recht ab.
Pros
- Größtes Studienangebot Österreichs in Geistes- und Naturwissenschaften
- Starker internationaler Ruf, besonders in Physik, Philosophie und Life Sciences
- Zentraler Wiener Campus mit ausgezeichnetem öffentlichem Verkehr und Studierendenleben
- Solides Sprachenzentrum für Deutsch- und Englischvorbereitung
Cons
- Sehr große Kohorten in beliebten Bachelorstudien bedeuten große Hörsäle und langsames Feedback
- Die meisten Bachelorstudien sind nur auf Deutsch
- Verwaltungsprozesse können sich für internationale Erstbewerber langsam anfühlen
5. Universität Graz (Karl-Franzens-Universität)
Mittelgroße Forschungsuniversität in einer lebenswerten, günstigen Stadt mit gemeinsamen Studien mit der TU Graz und der Medizinischen Universität Graz.
Die Vorzeigeuniversität der Steiermark, 1585 gegründet, mit rund 30.000 Studierenden. Die Uni Graz bietet ein volles Spektrum an Geistes-, Sozialwissenschaften, Recht, Naturwissenschaften und Theologie, mit besonderer Stärke in Umweltsystemwissenschaften und Physik.
Pros
- Niedrigere Lebenshaltungskosten als in Wien
- Starke Studien in Geisteswissenschaften, Physik und Umweltsystemwissenschaften
- Attraktives, fußläufiges Grazer Zentrum mit großer Studierendenzahl
- Gemeinsame Studien mit der TU Graz und der Medizinischen Universität Graz
Cons
- Kleineres Angebot an englischsprachigen Bachelorstudien als in Wien
- Weniger sichtbar in globalen Rankings als die Uni Wien oder TU Wien
- Begrenzte direkte internationale Flugverbindungen über den Flughafen Graz
6. Universität Innsbruck
Alpine Lage mit renommierten Physik- und Gebirgsforschungsinstituten, einer aktiven Erasmus-Gemeinschaft und niedrigeren Wohnkosten als in Wien.
Tirols führende Universität, 1669 gegründet, mit rund 28.000 Studierenden. Bekannt für die alpine Lage, starke Physik- und Gebirgsforschung und eine aktive Erasmus-Gemeinschaft.
Pros
- Außergewöhnliche Naturlage mit ganzjährigen Outdoor-Aktivitäten
- Renommierte Physik- und Gebirgsforschungsinstitute
- Einladende Erasmus- und internationale Studierendengemeinschaft
- Günstig im Vergleich zu Wien, besonders beim Wohnen
Cons
- Kleineres Studienangebot als in Wien oder Graz
- Die meisten Bachelorstudien nur auf Deutsch
- Der Wohnungsmarkt ist während der Wintertourismussaison angespannt
7. JKU Linz (Johannes Kepler Universität)
Starke Studien in Ingenieurwesen, Informatik und KI auf einem modernen grünen Campus mit Industrieverbindungen zu voestalpine und KTM.
Oberösterreichs wichtigste Forschungsuniversität, 1966 gegründet, mit rund 24.000 Studierenden. Die JKU ist bekannt für einen modernen Campus, starke MINT- und Rechtsfakultäten und Österreichs erstes KI-fokussiertes Studium.
Pros
- Starke Studien in Ingenieurwesen, Informatik und KI
- Moderner, in sich geschlossener grüner Campus in Linz
- Gute Karriereverbindungen zur Linzer Industrie, darunter voestalpine und KTM
- Wachsendes Portfolio an englischsprachigen Masterstudien
Cons
- Weniger internationale Sichtbarkeit als die Wiener Universitäten
- Nachtleben und Kulturangebot in Linz kleiner als in Wien oder Graz
- Der Campus liegt außerhalb des Zentrums und erfordert öffentlichen Verkehr
Unsere erste Wahl ist die Danube University Krems für berufsbegleitende Masterstudien, gefolgt von der TU Wien für Technik und der WU Wien für Wirtschaft. Die Uni Wien liegt wegen ihrer Studienbreite auf Platz vier, vor Uni Graz, Uni Innsbruck und JKU Linz. Die Reihung stützt sich auf internationale Rankings, fachliche Stärke, Studienvielfalt und das Ansehen bei internationalen Studierenden 2026.
Wie werden Österreichs öffentliche Universitäten nach Typ eingeteilt?
Österreichs 23 öffentliche Universitäten teilen sich in sechs Gruppen: 6 allgemeine Universitäten, 3 spezialisierte Universitäten mit allgemeinem Auftrag, 3 technische Universitäten, 3 medizinische Universitäten, 6 Kunstuniversitäten und 1 Weiterbildungsuniversität. 22 davon laufen nach dem Universitätsgesetz 2002; die IT:U Linz hat ein eigenes Bundesgesetz und ist seit Oktober 2024 in Betrieb.
| Typ | Anzahl | Universitäten (Gründungsjahr) |
|---|---|---|
| Allgemein | 6 | Universität Wien (1365), Universität Graz (1585), Universität Innsbruck (1669), Universität Salzburg (1622, 1962 wiedererrichtet), Johannes Kepler Universität Linz (1966), Universität Klagenfurt (1970) |
| Spezialisiert, allgemeiner Auftrag | 3 | BOKU University, Wien (1872), Veterinärmedizinische Universität Wien (1765), Wirtschaftsuniversität Wien (1898) |
| Technisch | 3 | TU Wien (1815), TU Graz (1811), Montanuniversität Leoben (1840) |
| Medizinisch | 3 | MedUni Wien, Med Uni Graz, Med Uni Innsbruck (alle 2004, aus ihren Stammuniversitäten ausgegliedert) |
| Künstlerisch | 6 | Akademie der bildenden Künste Wien (1692), Universität für angewandte Kunst Wien (1867), Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (1817), Universität Mozarteum Salzburg (1841), Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (1970), Kunstuniversität Linz (1973) |
| Weiterbildung | 1 | Universität für Weiterbildung Krems (1994) |
| Eigenes Bundesgesetz | 1 | IT:U Linz (in Betrieb seit Oktober 2024) |
Quelle: BMFWF, Liste der österreichischen Universitäten, 2026.
Der Typ sagt Ihnen, was die Universität lehren darf, nicht wie gut sie ist. Die 6 allgemeinen Universitäten haben die breitesten Studienkataloge, von der Universität Wien (gegründet 1365, die älteste) bis zur Universität Klagenfurt (1970, die jüngste der Gruppe). Die drei medizinischen Universitäten bestehen erst seit 2004 als eigene Einrichtungen, als Wien, Graz und Innsbruck ihre medizinischen Fakultäten ausgliederten. Medizin bewerben Sie dort also getrennt.
Die drei spezialisierten Universitäten mit allgemeinem Auftrag übersehen Bewerber am häufigsten. Die BOKU University (1872) deckt Boden-, Wasser- und Lebenswissenschaften ab, die Veterinärmedizinische Universität Wien (1765) ist Österreichs einzige Veterinäruniversität, und die Wirtschaftsuniversität Wien (1898) ist die Wirtschaftsuniversität. Die 6 Kunstuniversitäten nehmen über Mappe oder Vorspiel auf, nicht über das Reifezeugnis, und die Universität für Weiterbildung Krems (1994) nimmt nur postgraduale Studierende.
Wie bewerben Sie sich an einer österreichischen öffentlichen Universität?
Österreichs öffentliche Universitäten halten die Bewerbungskosten niedrig und den Ablauf strukturiert, doch Drittstaatsbewerber sollten mehr Zeit für den Papierkram einplanen. Befolgen Sie diese Schritte:
- 1
Prüfen Sie die Zulassungsvoraussetzungen für Ihr Studium
Jede Universität veröffentlicht studienspezifische Voraussetzungen auf ihrer Website. Für kompetitive Fächer (Medizin, Psychologie, manche Ingenieur-Tracks) gibt es zusätzliche Aufnahmeprüfungen wie den MedAT.
- 2
Lassen Sie Ihr Zeugnis übersetzen und beglaubigen
Nicht-EU-Zeugnisse brauchen in der Regel eine Apostille (Haager Übereinkommen) oder eine vollständige Beglaubigung plus eine beglaubigte deutsche oder englische Übersetzung durch einen gerichtlich beeideten Übersetzer.
- 3
Bewerben Sie sich über das Universitätsportal
Die Uni Wien nutzt u:space, die TU Wien nutzt TISS, die WU nutzt LPIS. Laden Sie gescannte Dokumente hoch und zahlen Sie gegebenenfalls die Bewerbungsgebühr. Die meisten Fristen fallen auf Anfang September (Wintersemester) und Anfang Februar (Sommersemester).
- 4
Beantragen Sie Ihr Studentenvisum
Sobald Sie einen Zulassungsbescheid haben, beantragen Nicht-EU-Studierende einen studentischen Aufenthaltstitel an der österreichischen Botschaft oder dem Konsulat, unter Beilage von Mittelnachweis und Krankenversicherung.
- 5
Inskribieren, registrieren und Studienbeitrag zahlen
Die Zulassung (Inskription) wird persönlich in der Zulassungsstelle abgeschlossen. Zahlen Sie den Semesterbeitrag auf das Universitäts-IBAN und melden Sie sich dann innerhalb von 3 Tagen nach der Ankunft bei Ihrem lokalen Meldeamt an.
Checkliste der nötigen Dokumente
Österreichische Zulassungsstellen verlangen von allen internationalen Bewerbern dieselbe Grundausstattung. Bereiten Sie alles vor, bevor das Portal öffnet:
- Die Online-Bewerbung im Universitätsportal plus eine Passkopie.
- Ihr vollständiges Reifezeugnis mit Fächerliste, dazu das nationale Aufnahmeprüfungsergebnis für Länder wie Türkei, Iran und China.
- Den Nachweis der besonderen Universitätsreife: den Beleg, dass Sie im Heimatland zum gleichen Studium zugelassen wären.
- Eine Apostille oder Beglaubigung plus eine beglaubigte Übersetzung, wenn die Unterlagen nicht auf Deutsch oder Englisch sind.
- Ihren Sprachnachweis, für ein Masterstudium zusätzlich einen Bachelor mit 180 ECTS samt Transcript.
Bewerbungsfristen für 2026/27
Die Grundregel lautet 5. September für das Wintersemester und 5. Februar für das Sommersemester. Die Uni Wien setzt 22. Juni bis 5. September 2026 für EU/EWR-Bewerber und den früheren Termin 3. August 2026 für andere Drittstaatsangehörige; für das Sommersemester gelten 16. November 2026 bis 5. Februar 2027 beziehungsweise 7. Jänner 2027. Studien mit Aufnahmeprüfung haben eigene, frühere Fristen. Das Studienjahr selbst läuft von 1. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027 (Winter) und 1. März bis 30. September 2027 (Sommer).
Quelle: Study in Austria: Bewerbung und Zulassung, 2026.
Welche österreichischen Universitäten sind am höchsten gereiht?
Die Universität Wien ist Österreichs höchstgereihte Universität: Platz 140 bei QS (Ausgabe Juni 2026), Platz 95 bei THE (2026) und 101-150 bei ARWU (2026). Die TU Wien folgt mit 191 bei QS, 301-350 bei THE und 301-400 bei ARWU. Die MedUni Wien erreicht 181 bei THE und 201-300 bei ARWU. Die WU Wien steht nicht in den großen Gesamtrankings, liegt aber auf Platz 69 im QS Business and Management 2026.
| Universität | QS (Ausgabe Juni 2026) | THE 2026 | ARWU 2026 |
|---|---|---|---|
| Universität Wien | 140 | 95 | 101-150 |
| TU Wien | 191 | 301-350 | 301-400 |
| MedUni Wien | Ungeprüft | 181 | 201-300 |
| Universität Innsbruck | Ungeprüft | 301-350 | 201-300 |
| Universität Graz | Ungeprüft | 501-600 | 401-500 |
| JKU Linz | Ungeprüft | 401-500 | 901-1000 |
| Universität Salzburg | Ungeprüft | 601-800 | 901-1000 |
| BOKU University | Ungeprüft | Ungeprüft | 501-600 |
| WU Wien | Nicht in den großen Gesamtrankings; Platz 69 im QS Business and Management 2026 | ||
Quellen: QS World University Rankings (Ausgabe Juni 2026), THE World University Rankings 2026, ARWU 2026. Als ungeprüft markierte Felder sind Platzierungen, die wir in keiner Primärausgabe bestätigen konnten.
Achten Sie auf Fach-Rankings, nicht nur auf Gesamt-Rankings
uniRank 2026: Top 10 österreichische Universitäten
Das uniRank-2026-Ranking nach Web-Popularität reiht die Universität Wien an erster Stelle, gefolgt von der TU Wien und der Universität Innsbruck (uniRank, 2026). uniRank zählt insgesamt rund 27 anerkannte österreichische Universitäten und mischt öffentliche Forschungsuniversitäten mit Privatuniversitäten. Die vollständigen Top 10:
- 1Universität Wien (University of Vienna)
- 2TU Wien (Technische Universität Wien)
- 3Universität Innsbruck (University of Innsbruck)
- 4TU Graz (Graz University of Technology)
- 5Universität Graz (University of Graz)
- 6JKU Linz (Johannes Kepler University Linz)
- 7WU Wien (Vienna University of Economics and Business)
- 8Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (University of Klagenfurt)
- 9BOKU Wien (University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna)
- 10MedUni Wien (Medical University of Vienna)
Quelle: uniRank, 2026.
Was ist der Unterschied zwischen einer Universität und einer Fachhochschule in Österreich?
Das Universitätsgesetz 2002 (UG) regelt 22 der österreichischen öffentlichen Universitäten, die IT:U Linz läuft unter einem eigenen Bundesgesetz. Sie haben volles Studien- und Promotionsrecht, und AQ Austria oder eine andere EQAR-Agentur auditiert ihr Qualitätsmanagementsystem nach dem HS-QSG, statt die Institution zu akkreditieren. Das Fachhochschulgesetz (FHG) regelt 21 Fachhochschulen, die AQ Austria akkreditiert und die kein Doktorat verleihen. Das PrivHG 2020 regelt 17 Privatuniversitäten und 2 Privathochschulen.
| Dimension | Universität (öffentliche Universität) | Fachhochschule (FH) | Privatuniversität / Privathochschule |
|---|---|---|---|
| Geltendes Recht | Universitätsgesetz 2002 (UG); die IT:U Linz hat ein eigenes Bundesgesetz | Fachhochschulgesetz (FHG) | PrivHG 2020 |
| Qualitätssicherung | Keine Institutionsakkreditierung; AQ Austria oder eine andere EQAR-Agentur auditiert periodisch das Qualitätsmanagementsystem nach dem HS-QSG | AQ Austria akkreditiert die Institution und ihre Studien | AQ Austria akkreditiert befristet |
| Abschlüsse | Volles Studien- und Promotionsrecht: Bachelor, Master und Doktorat | Abschlüsse gleichwertig mit Universitätsabschlüssen, aber kein Promotionsrecht, also kein Doktorat | Nur eine Privatuniversität darf Doktoratsstudien führen |
| Zulassung | Viele Studien offen zugänglich; beschränkte Fächer (Medizin, Psychologie) mit einem Aufnahmeverfahren | Wählt die Studierenden immer über ein kompetitives Aufnahmeverfahren aus | Legt die Zulassungsregeln selbst fest |
| Studienbeitrag | €0 für EU/EWR innerhalb der Regelstudiendauer plus zwei Semester, dann €363,36 pro Semester | Bis zu €363,36 pro Semester | Unreguliert, rund €2.000 bis €40.000 pro Jahr |
| Ausrichtung | Forschungs- und theoriegeleitet | Angewandt und praxisorientiert, mit verpflichtendem Praktikumssemester | Je nach Institution unterschiedlich |
| Studienformat | Überwiegend Vollzeit | Viele berufsbegleitende (Abend-) Optionen neben Vollzeit | Je nach Institution unterschiedlich |
| Klassengröße und -struktur | Große Kohorten, flexibler Studienplan | Kleine feste Kohorten, fixer Studienplan | Je nach Institution unterschiedlich |
| Wie viele in Österreich | 23 (22 nach dem UG 2002 plus IT:U Linz) | 21 im WS 2024/25 | 17 plus 2 im WS 2023/24 |
Quelle: AQ Austria, BMFWF, 2026.
Die Zulassung trennt die drei Sektoren stärker als die Lehre. Eine Fachhochschule wählt ihre Studierenden immer über ein kompetitives Aufnahmeverfahren (Interview, schriftlicher Test oder Mappe) aus. Eine öffentliche Universität hält viele Studien offen zugänglich, sodass Sie sich mit einem gültigen Reifezeugnis inskribieren, und nur beschränkte Fächer wie Medizin und Psychologie haben ein eigenes Aufnahmeverfahren. Eine Privatuniversität legt ihre Regeln selbst fest. Eine Fachhochschule führt zudem viele berufsbegleitende (Abend-) Tracks in kleinen festen Kohorten, während eine Universität überwiegend Vollzeit mit großen Vorlesungen und flexiblem Studienplan lehrt.
Bei Abschlüssen und Kosten verleiht eine öffentliche Universität Bachelor, Master und Doktorat. Eine Fachhochschule verleiht Abschlüsse, die Universitätsabschlüssen gleichwertig sind, hat aber kein Promotionsrecht und damit kein eigenes Doktorat; im privaten Sektor darf nur eine Privatuniversität Doktoratsstudien führen. EU/EWR-Studierende zahlen an einer öffentlichen Universität €0 pro Semester innerhalb der Regelstudiendauer, danach €363,36; eine Fachhochschule darf bis zu €363,36 pro Semester verlangen; eine Privatuniversität verlangt unregulierte Gebühren von rund €2.000 bis €40.000 pro Jahr. AQ Austria (Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria) führt die Audits der öffentlichen Universitäten durch und akkreditiert die beiden anderen Sektoren, und die Fachhochschul-Konferenz (FHK) vertritt den FH-Sektor.
Wie viel kostet der öffentliche Studienbeitrag in Österreich?
Im WS 2026/27 zahlen EU-, EWR- und Schweizer Studierende €0 während der Regelstudiendauer plus zwei Toleranzsemester, danach €363,36 pro Semester. Drittstaatsangehörige zahlen €726,72 pro Semester, oder €363,36, wenn sie keinen Aufenthaltstitel nach § 64 NAG haben. Alle zahlen den ÖH-Beitrag von €26,20 pro Semester, darin enthalten €0,70 Unfall- und Haftpflichtversicherung.
| Beitragsart | Wer zahlt | Betrag pro Semester |
|---|---|---|
| EU/EWR/Schweiz, rechtzeitig | EU-, EWR- und Schweizer Studierende innerhalb des Toleranzfensters | €0 |
| EU/EWR/Schweiz, Überschreitung | EU-, EWR- und Schweizer Studierende nach Regelstudiendauer + 2 Semester | €363,36 |
| Drittstaaten-Studienbeitrag | Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltstitel Studierender nach § 64 NAG | €726,72 |
| Drittstaaten, ermäßigt | Drittstaatsangehörige ohne Aufenthaltstitel nach § 64 NAG | €363,36 |
| ÖH-Beitrag (inkl. €0,70 Unfall- und Haftpflichtversicherung) | Alle Studierenden | €26,20 |
Sätze für das Wintersemester 2026/27. Rechtsgrundlage: UG 2002 §§ 91-92 und die Studienbeitragsverordnung. Quelle: Universität Wien, Höhe des Studienbeitrags.
Stipendien, die Studienbeitrag und Lebenshaltungskosten ausgleichen
- Die OeAD Ernst Mach- und Bertha von Suttner-Stipendien zahlen ein Stipendium von €1.050 bis €1.150 pro Monat (study-abroad.org, 2026).
- Die Studienbeihilfe (staatliches Studienstipendium) zahlt berechtigten Studierenden bis zu €923 pro Monat (study-abroad.org, 2026).
Mehrere Befreiungen erlassen den Studienbeitrag selbst. UG 2002 §§ 91-92 und die Studienbeitragsverordnung befreien Studienbeihilfenbezieher, Studierende mit mindestens 50% Behinderung, Studierende mit Krankheit oder Schwangerschaft von zwei Monaten oder länger, Studierende mit Kinderbetreuung für ein Kind unter 7, Studierende in genehmigter Beurlaubung und Studierende in EU-Mobilitätsprogrammen. Der ÖH-Beitrag von €26,20 pro Semester gilt trotzdem für alle Studierenden.
Wie viel kostet das Leben als Studierender in Österreich?
Ein Studierender in Österreich gibt etwa €800 bis €1.400 pro Monat für Miete, Essen, Verkehr und Versicherung aus, sodass ein volles Studienjahr rund €10.300 bis €18.250 ausmacht (study-abroad.org, 2026). Wien ist die teuerste Stadt mit €1.000 bis €1.400 pro Monat; Klagenfurt ist die günstigste mit €750 bis €1.000. Rechnen Sie die studentische Krankenversicherung zu diesem Budget dazu.
| Stadt | Monatliche Lebenshaltungskosten |
|---|---|
| Wien | €1.000 bis 1.400 |
| Graz | €800 bis 1.100 |
| Salzburg | €900 bis 1.200 |
| Innsbruck | €900 bis 1.200 |
| Linz | €800 bis 1.100 |
| Klagenfurt | €750 bis 1.000 |
| Jahresgesamt | €10.300 bis 18.250 |
Quelle: study-abroad.org, 2026.
- Studentische Krankenversicherung: Die Selbstversicherung bei der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse, dem öffentlichen österreichischen Krankenversicherer) kostet €70,72 pro Monat (study-abroad.org, 2026), und Nicht-EU-Studierende brauchen sie für ihren Aufenthaltstitel.
- Studentischer Aufenthaltstitel: rund €180 für den Ersttitel und €120 pro Verlängerung (study-abroad.org, 2026).
Welche Sprachanforderungen gelten für öffentliche Universitäten?
Deutschsprachige Studien verlangen in der Regel C1. Die Uni Wien und die TU Wien lassen auf C1 zu und öffnen die Bewerbung schon ab A2, Sie können die Unterlagen also vor dem Zertifikat einreichen. Innsbruck ist die Ausnahme und lässt auf B2 zu. Englischsprachige Studien haben eine eigene Skala:
- Deutschsprachige Studien: C1, Innsbruck B2.
- Anerkannte Deutschnachweise: ÖSD C1, Goethe C1, telc C1 Hochschule, DSH-2, DSD II, TestDaF mit TDN 4 in allen vier Teilen und ÖIF C1.
- Englischsprachiger Master: meist IELTS 7.0, TOEFL iBT 95, PTE Academic 76 oder CAE 180.
- Innsbruck auf Englisch: B2, also IELTS 6.5, TOEFL 87 oder PTE 62.
Reicht Englisch zum Leben in Österreich?
Ein englischsprachiges Masterstudium können Sie vollständig auf Englisch abschließen, und die Universitätsverwaltung in Wien arbeitet ebenfalls auf Englisch. Der Alltag nicht. Das Eurobarometer 540 (Feldarbeit 2023) ergab, dass 47% der Europäer ein Gespräch auf Englisch führen können; eine geprüfte Zahl nur für Österreich veröffentlicht keine Primärquelle. Behandeln Sie jeden einzelnen Prozentwert, den Sie für Österreich zitiert sehen, als ungeprüft.
Sicher ist, welche Unterlagen auf Deutsch bleiben. Mietvertrag, Meldezettel, Post vom Magistrat und die meisten Arztbesuche außerhalb der großen Wiener Ordinationen laufen nur auf Deutsch. Planen Sie auch bei einem vollständig englischsprachigen Studium A2 bis B1 Deutsch für Behörden und Einkauf ein, und denken Sie daran: ein deutschsprachiges Studium verlangt C1, bevor Sie überhaupt inskribieren können.
Wo Sie vor Studienbeginn Deutsch lernen
Das Sprachenzentrum der Uni Wien, das Goethe-Institut und ÖSD-akkreditierte Schulen bieten Vorbereitungskurse von A1 bis C1 an. Rechnen Sie mit €400 bis €800 pro Niveau für Intensivkurse. Siehe unseren Ratgeber zum Deutschlernen für die vollständige Liste.
Dürfen internationale Studierende in Österreich arbeiten?
EU-, EWR- und Schweizer Studierende haben freien Arbeitsmarktzugang: keine Bewilligung, keine Stundengrenze. Drittstaatsstudierende brauchen eine Beschäftigungsbewilligung, die der Arbeitgeber beim AMS beantragt. Das AMS erteilt sie für bis zu 20 Stunden pro Woche ohne Arbeitsmarktprüfung. Diese Bewilligung ist auch für geringfügige Beschäftigung nötig, ein paar Stunden Gastronomie also inklusive.
| Frage | EU / EWR / Schweiz | Drittstaatsstudierende |
|---|---|---|
| Bewilligung nötig | Keine | Beschäftigungsbewilligung, vom Arbeitgeber beim AMS beantragt |
| Stundengrenze | Keine | Bis zu 20 Stunden pro Woche |
| Arbeitsmarktprüfung | Nicht anwendbar | Keine für die 20-Stunden-Bewilligung |
| Geringfügige Beschäftigung | Frei | Bewilligung trotzdem nötig |
| Nach dem Abschluss | Freier Arbeitsmarktzugang bleibt bestehen | Aufenthaltstitel einmal um 12 Monate verlängerbar, danach die Rot-Weiß-Rot-Karte für Studienabsolventen |
Quelle: migration.gv.at: Studienabsolventen, 2026.
Den Verbleib nach dem Studium planen die meisten Bewerber zu spät. Nach dem Abschluss kann der studentische Aufenthaltstitel einmal um 12 Monate verlängert werden, damit Sie Arbeit suchen oder ein Unternehmen gründen. Danach übernimmt die Rot-Weiß-Rot-Karte für Studienabsolventen, die einfachste Variante dieser Karte: kein Punktesystem und keine Arbeitsmarktprüfung. Ein Abschluss an einer österreichischen öffentlichen Universität ist damit für Drittstaatsangehörige der günstigste Weg in den heimischen Arbeitsmarkt, denn das Studium kostete höchstens €726,72 pro Semester.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Universität und einer Fachhochschule in Österreich?
Das Universitätsgesetz 2002 (UG) regelt 22 der österreichischen öffentlichen Universitäten, die IT:U Linz läuft unter einem eigenen Bundesgesetz. Damit zählt Österreich 23. Öffentliche Universitäten haben volles Studien- und Promotionsrecht, und AQ Austria oder eine andere EQAR-Agentur auditiert ihr Qualitätsmanagementsystem nach dem HS-QSG, statt die Institution zu akkreditieren. Das Fachhochschulgesetz (FHG) regelt die 21 Fachhochschulen (WS 2024/25), die AQ Austria akkreditiert. Eine Fachhochschule verleiht Abschlüsse, die Universitätsabschlüssen gleichwertig sind, hat aber kein Promotionsrecht und damit kein Doktorat. Sie wählt ihre Studierenden immer aus und darf bis zu €363,36 pro Semester verlangen.
Wie hoch ist der Studienbeitrag an öffentlichen Universitäten in Österreich?
EU-, EWR- und Schweizer Studierende zahlen €0 pro Semester während der Regelstudiendauer plus zwei Toleranzsemester, danach €363,36 pro Semester. Drittstaatsangehörige zahlen €726,72 pro Semester, oder €363,36, wenn sie keinen Aufenthaltstitel Studierender nach § 64 NAG haben. Alle zahlen den ÖH-Beitrag von €26,20 pro Semester, darin enthalten €0,70 Unfall- und Haftpflichtversicherung. Rechtsgrundlage sind UG 2002 §§ 91-92 und die Studienbeitragsverordnung, Stand WS 2026/27.
Brauchen Sie Deutsch für öffentliche Universitäten?
Deutschsprachige Studien verlangen in der Regel C1. Die Uni Wien und die TU Wien lassen auf C1-Niveau zu und öffnen die Bewerbung schon ab A2; Innsbruck ist die Ausnahme und lässt auf B2 zu. Anerkannte Nachweise sind ÖSD C1, Goethe C1, telc C1 Hochschule, DSH-2, DSD II, TestDaF mit TDN 4 in allen vier Teilen und ÖIF C1. Englischsprachige Masterstudien verlangen meist IELTS 7.0, TOEFL iBT 95, PTE Academic 76 oder CAE 180, Innsbruck B2 (IELTS 6.5, TOEFL 87, PTE 62). Siehe unseren Ratgeber zum Deutschlernen für empfohlene Schulen und Prüfungsvorbereitung.
Wie bewerben Sie sich an der Uni Wien?
Bewerbungen für die Universität Wien laufen über das u:space-Portal. Für das Wintersemester 2026/27 setzt die Uni Wien 22. Juni bis 5. September 2026 für EU/EWR-Bewerber und den früheren Termin 3. August 2026 für andere Drittstaatsangehörige. Für das Sommersemester 2027 gelten 16. November 2026 bis 5. Februar 2027 beziehungsweise 7. Jänner 2027. Sie laden Passkopie, vollständiges Reifezeugnis mit Fächerliste, Apostille oder Beglaubigung, beglaubigte Übersetzung (wenn nicht auf Deutsch oder Englisch) und den Sprachnachweis hoch. Studien mit Aufnahmeprüfung haben eigene, frühere Fristen.
Was ist Nostrifizierung?
Nostrifizierung ist die formale Anerkennung eines ausländischen Abschlusses als gleichwertig mit einem österreichischen Abschluss. Sie wird nur für reglementierte Berufe wie Medizin, Recht, Lehramt oder Ingenieurwesen benötigt. Für die allgemeine Studienzulassung führen Universitäten stattdessen eine einfachere akademische Gleichwertigkeitsprüfung durch. Die Nostrifizierung wird von der zuständigen österreichischen Universität abgewickelt und kann 6 bis 12 Monate dauern.
Können Nicht-EU-Studierende gebührenfrei studieren?
In der Regel nein. Drittstaatsangehörige zahlen €726,72 pro Semester, oder €363,36, wenn sie keinen Aufenthaltstitel nach § 64 NAG haben. Die Befreiungen sind eng gefasst: Studienbeihilfenbezieher, Studierende mit mindestens 50% Behinderung, Krankheit oder Schwangerschaft von zwei Monaten oder länger, Kinderbetreuung für ein Kind unter 7, genehmigte Beurlaubung und EU-Mobilitätsprogramme. Stipendien wie das OeAD Ernst Mach Grant oder die Marshall Plan Scholarships können den Beitrag plus ein Lebenshaltungsstipendium abdecken.
Wie viel kostet die studentische Krankenversicherung in Österreich?
Die studentische Selbstversicherung bei der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse, dem öffentlichen österreichischen Krankenversicherer) kostet Stand 2026 €70,72 pro Monat (study-abroad.org, 2026). Nicht-EU-Studierende müssen für ihren studentischen Aufenthaltstitel eine gültige Krankenversicherung nachweisen. EU/EWR-Studierende können stattdessen eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) aus ihrem Heimatland nutzen.
Wie viel kostet der studentische Aufenthaltstitel in Österreich?
Der studentische Aufenthaltstitel (Aufenthaltsbewilligung Studierende) kostet rund €180 für die Erstbeantragung und €120 für jede Verlängerung (study-abroad.org, 2026). Nicht-EU-Studierende beantragen ihn vor der Anreise an der österreichischen Botschaft und verlängern ihn jährlich mit Nachweis des Studienfortschritts, ausreichender Mittel und der Krankenversicherung. Siehe unseren Studentenvisum-Ratgeber für die vollständige Dokumentenliste.
Reicht Englisch zum Leben in Österreich?
Ein englischsprachiges Masterstudium können Sie vollständig auf Englisch abschließen, der Alltag außerhalb des Campus läuft aber auf Deutsch. Das Eurobarometer 540 (Feldarbeit 2023) ergab, dass 47% der Europäer ein Gespräch auf Englisch führen können; eine geprüfte Zahl nur für Österreich veröffentlicht keine Primärquelle. Mietvertrag, Behördenpost, Meldezettel und die meisten Arztbesuche sind auf Deutsch. Rechnen Sie also auch bei einem englischsprachigen Studium mit A2 bis B1 Deutsch für Behörden und Einkauf.
Dürfen internationale Studierende neben dem Studium arbeiten?
EU-, EWR- und Schweizer Studierende haben freien Arbeitsmarktzugang: keine Bewilligung, keine Stundengrenze. Drittstaatsstudierende brauchen eine Beschäftigungsbewilligung, die der Arbeitgeber beim AMS beantragt. Das AMS erteilt sie für bis zu 20 Stunden pro Woche ohne Arbeitsmarktprüfung, und sie ist auch für geringfügige Beschäftigung nötig.
Kann ich nach dem Abschluss in Österreich bleiben und Arbeit suchen?
Ja. Nach dem Abschluss kann der studentische Aufenthaltstitel einmal um 12 Monate verlängert werden, um Arbeit zu suchen oder ein Unternehmen zu gründen. Danach gilt die Rot-Weiß-Rot-Karte für Studienabsolventen, ohne Punktesystem und ohne Arbeitsmarktprüfung.
Offizielle Quellen
- BMBWF: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
- BMFWF: offizielle Liste der öffentlichen Universitäten Österreichs
- OeAD: Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung
- migration.gv.at: Rot-Weiß-Rot-Karte für Studienabsolventen
- Study in Austria: Offizielles Portal für internationale Studierende
- AQ Austria: Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung