Studium in Österreich

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Österreich zählt über 365.000 ordentliche Studierende an 23 öffentlichen Universitäten, 21 Fachhochschulen, 17 Privatuniversitäten, zwei Privathochschulen und 14 Pädagogischen Hochschulen. Die öffentliche Studiengebühr beträgt €726,72 pro Semester für Nicht-EU-Studierende, während EU/EWR-Studierende €0 zahlen, wenn sie rechtzeitig abschließen. Für die Zulassung braucht man in der Regel eine Matura oder gleichwertige Sekundarqualifikation, und deutschsprachige Studiengänge erwarten B2- oder C1-Niveau. Englischsprachige Masterstudien gibt es an öffentlichen wie privaten Einrichtungen zahlreich.
Wie funktioniert das Hochschulwesen in Österreich?
Das österreichische Hochschulwesen folgt der Bologna-Struktur (Bachelor, Master, PhD) und teilt sich in vier Haupttypen von Einrichtungen, jede mit eigener Rolle und Finanzierungsmodell.
- Öffentliche Universitäten (Universitäten): 23 staatlich finanzierte Universitäten, 22 nach dem Universitätsgesetz 2002 plus die IT:U Linz, darunter Uni Wien, TU Wien und Uni Graz. Breites Fächerangebot und die niedrigsten Gebühren.
- Fachhochschulen (FH): 21 praxisorientierte Einrichtungen mit anwendungsnahen, branchennahen Bachelor- und Masterstudien. Fixer Lehrplan, verpflichtendes Praktikum.
- Privatuniversitäten: 17 Einrichtungen, akkreditiert durch die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung (AQ Austria), dazu zwei Privathochschulen. Nicht regulierte Gebühren, kleinere Jahrgänge, oft englischsprachig.
- Pädagogische Hochschulen: 14 Hochschulen bilden Lehrkräfte für Volks- und Mittelschulen aus. Deutschkenntnisse sind meist erforderlich.
Das BMFWF zählt über 365.000 ordentliche Studierende und rund 410.000 einschließlich außerordentlicher Studierender in den vier Sektoren, die meisten an einer öffentlichen Universität. Welcher Sektor passt, hängt stärker von Pass und Aufenthaltstitel ab als vom Fach: Unsere Tabelle der Studienwege ordnet sieben typischen Situationen den günstigsten gangbaren Weg zu.
Wie hoch sind die Studiengebühren in Österreich?
| Art der Einrichtung | Gebühr (pro Semester) | Sprache | Typische Dauer |
|---|---|---|---|
| Öffentliche Universität (EU/EWR) | €0 (rechtzeitig) oder €363,36 | Deutsch, teils Englisch | BA 3 Jahre, MA 2 Jahre |
| Öffentliche Universität (Nicht-EU) | €726,72 (Nicht-EU-Standard) | Deutsch, teils Englisch | BA 3 Jahre, MA 2 Jahre |
| Fachhochschule (FH) | Bis €363,36; für Nicht-EU mit Studierendentitel bis kostendeckend | Deutsch, viele MA auf Englisch | BA 3 Jahre, MA 2 Jahre |
| Privatuniversität | €14.000 bis €28.358 pro Jahr (MODUL, Webster Vienna, SFU) | Englisch oder Deutsch | BA 3 Jahre, MA 1 bis 2 Jahre |
| Pädagogische Hochschule | €0 (EU) oder €363,36 | Deutsch | BA 4 Jahre, MA 1 bis 2 Jahre |
Die Gebühr hängt vom Typ der Einrichtung ab und davon, ob Sie aus dem EU/EWR-Raum oder einem Drittstaat kommen. Alle Studierenden zahlen zudem den ÖH-Beitrag von €26,20 pro Semester im WS 2026/27. Eine Fachhochschule darf bis €363,36 verlangen, von Drittstaatsangehörigen mit Titel nach § 64 NAG auch kostendeckende Beiträge; vergleichen Sie daher die Beitragsordnung jeder FH. Neun Gründe, von Kinderbetreuung bis Behinderung, können den Studienbeitrag an öffentlichen Universitäten erlassen; siehe die Tabelle der Erlassgründe und die Tabelle der OeAD-Stipendien.
Gebühren Stand Oktober 2026. EU/EWR-Studierende an öffentlichen Universitäten zahlen €0, wenn sie innerhalb der Regelstudienzeit plus 2 Toleranzsemester abschließen; sonst €363,36 pro Semester.
Wie bewerben Sie sich als internationaler Studierender?
Der Bewerbungsprozess unterscheidet sich je nach Einrichtung, doch die Kernschritte ähneln sich an öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten.
- Sekundarqualifikation: Österreichische Matura, A-Levels, IB oder ein gleichwertiges Reifezeugnis, das in Ihrem Heimatland den Hochschulzugang eröffnet.
- Sprachnachweis: B2 oder C1 Deutsch für deutschsprachige Studiengänge (ÖSD, Goethe, TestDaF) oder IELTS 6,5+ / TOEFL 88+ für englischsprachige.
- Übersetzung und Beglaubigung der Dokumente: Nicht-EU-Diplome brauchen meist eine Apostille oder Legalisierung sowie eine beglaubigte deutsche Übersetzung.
- Studentenvisum: Nicht-EU-Studierende brauchen einen Aufenthaltstitel für Studierende, plus Nachweis der Mittel (rund €1.350 pro Monat) und eine Krankenversicherung.
- Sperrkonto oder Mittelnachweis: Viele Konsulate akzeptieren ein österreichisches Sperrkonto oder eine Verpflichtungserklärung.
Studienoptionen erkunden
Beste öffentliche Universitäten
Gereihter Ratgeber zu Österreichs besten öffentlichen Universitäten, darunter Uni Wien, TU Wien und WU.
Beste Privatuniversitäten
Privatuniversitäten und Fachhochschulen mit starken englischsprachigen Studiengängen.
Fachhochschulen in Österreich: Alle 21 FHs im Überblick
Fachhochschulen verlangen von EU-Studierenden höchstens €363,36 pro Semester. Für Drittstaatsangehörige legt jede FH ihre Gebühr selbst fest, an der IMC Krems bis €9.500. Jeder Bachelor enthält ein Pflichtpraktikum.