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Krankenversicherung in Österreich (2026)

Jules de Bruin

Einwohner in Wien

Updated: 3. Mai 2026 | Found helpful by 5 others

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Welche ist die beste private Krankenversicherung für Auswanderer in Österreich?

Eine private Zusatzkrankenversicherung kann Ihre Erfahrung im österreichischen Gesundheitssystem deutlich verbessern. Hier sind Anbieter, die bei Auswanderern beliebt sind:

Am beliebtesten

Uniqa Zusatzkrankenversicherung

4.4

Uniqa ist eine der größten Versicherungsgesellschaften Österreichs und ein führender Anbieter von Zusatzkrankenversicherungen. Mit den MedExtra-Paketen können Sie Ihren Schutz von einfachen ambulanten Zusatzleistungen bis zu vollen Privatspital-Aufenthalten mit freier Arztwahl individuell gestalten.

Why we recommend it: Größter österreichischer Zusatzkrankenversicherer mit dem breitesten Spitalsnetzwerk und englischsprachigen Tarifoptionen.

Best for: Auswanderer, die individuelle Privatspital- und Facharzt-Abdeckung mit englischem Support wünschen

Pros

  • +Stark anpassbare MedExtra-Pakete
  • +Englischsprachiger Kundenservice
  • +Starker Ruf in Österreich

Cons

  • Tarife ab EUR 50/Monat können sich summieren
  • Wartezeiten bei manchen Behandlungen
  • Schadensbearbeitung kann langsam sein
  • Sonderklasse-Abdeckung im Spital
  • Freie Arzt- und Facharztwahl
  • Kürzere Wartezeiten bei Behandlungen und Operationen
  • Zahnzusatz-Pakete verfügbar
  • Englischsprachiger Kundenservice verfügbar
  • Tarife ab etwa EUR 50/Monat
Uniqa-Angebot einholen

Wiener Städtische Krankenversicherung

4.2

Als Teil der Vienna Insurance Group bietet die Wiener Städtische umfassende Zusatzkrankenversicherungen für unterschiedliche Bedürfnisse. Mit der Produktlinie FlexMed bauen Sie Ihren Tarif aus modularen Bausteinen für Spital, Zahn und ambulante Versorgung selbst zusammen.

Why we recommend it: In Wien ansässiger Versicherer mit starker Privatspital-Abdeckung und konkurrenzfähigen Familientarifen.

Best for: Familien, die flexible Modultarife mit Kinder-Rabatten suchen

Pros

  • +Niedrigerer Einstiegspreis (EUR 40/Monat)
  • +Flexible Modulstruktur
  • +Familienrabatte verfügbar

Cons

  • Weniger englischsprachiger Support als Uniqa
  • Manche Module nur im Bundle
  • Flexible Modulstruktur (FlexMed)
  • Privat- und Halbprivat-Spitalszimmer
  • Weltweite Notfallabdeckung inklusive
  • Alternativmedizin (Osteopathie, Akupunktur)
  • Familientarife mit Kinder-Rabatten
  • Tarife ab etwa EUR 40/Monat
Wiener Städtische-Tarife ansehen

Generali Krankenversicherung

4.0

Generali bietet in Österreich ein starkes Sortiment an Zusatzkrankenversicherungen, mit besonders guter Abdeckung für Zahnbehandlungen und Facharztbesuche. Die HealthProtect-Pakete eignen sich besonders für Auswanderer, die ihre gesetzliche Versicherung umfassend ergänzen möchten.

Why we recommend it: Beste digitale Schadensmeldung und englischsprachiger Kundenservice bei Zusatzversicherungen.

Best for: Auswanderer, denen Zahnabdeckung wichtig ist und die einen Schadenfreiheitsbonus mitnehmen möchten

Pros

  • +Umfassende Zahnpakete
  • +Schadenfreiheitsbonus senkt die Prämie über die Jahre
  • +Online-Schadensportal

Cons

  • Bei Auswanderern weniger bekannt als Uniqa
  • Weniger englischsprachige Ressourcen
  • Umfassende Zahnpakete
  • Erstattung für Facharzt- und Ambulanzbesuche
  • Sonderklasse-Spital optional
  • Schadenfreiheitsbonus senkt die Prämie
  • Online-Portal für Schäden und Vertragsverwaltung
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Wie funktioniert das österreichische Sozialversicherungssystem?

Die Krankenversicherung in Österreich ist Teil des umfassenden Sozialversicherungssystems (Sozialversicherung). Sie ist verpflichtend für alle Einwohner, die angestellt, selbständig oder Bezieher bestimmter Sozialleistungen sind. EU-Bürger und Inhaber eines Arbeitsvisums sind beide versichert, sobald sie angestellt sind. Die Beiträge werden als Prozentsatz Ihres Bruttogehalts berechnet und zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber geteilt. Stand 2024 beträgt der Arbeitnehmeranteil rund 3,87% des Bruttogehalts, der Arbeitgeber zahlt zusätzlich 3,78%.

Ihr Versicherungsschutz beginnt am ersten Arbeitstag. Sie erhalten eine e-card (elektronische Krankenversicherungskarte), die Sie bei jedem Arzt- oder Apothekenbesuch vorlegen. Die e-card deckt durch Mitversicherung kostenlos auch Ihre Angehörigen (Ehepartner, Kinder) ab, sofern diese keine eigene Versicherung über ein Beschäftigungsverhältnis haben.

Welcher Versicherungsträger versichert Sie in Österreich?

OGK (Österreichische Gesundheitskasse)

Die Österreichische Gesundheitskasse versichert die große Mehrheit der Arbeitnehmer in Österreich. Sie wurde 2020 durch Zusammenlegung der bisherigen neun Gebietskrankenkassen zu einem bundesweiten Träger gegründet. Wenn Sie als Arbeitnehmer in einem privaten Unternehmen tätig sind, ist dies fast sicher Ihr Versicherer.

SVS (Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen)

Die SVS versichert Freiberufler (Neue Selbständige), Gewerbetreibende und Landwirte. Wenn Sie selbständig sind oder ein Unternehmen in Österreich führen, sind Sie über die SVS versichert. Mehr dazu in unserem Leitfaden zum Freelance-Visum.

BVAEB (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter)

Dieser Träger versichert Beamte, öffentlich Bedienstete und Eisenbahn-Bedienstete. Die BVAEB bietet tendenziell etwas bessere Leistungen als die OGK, mit höheren Erstattungssätzen für manche medizinische Leistungen.

Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung?

Anders als in manchen Ländern gibt es in Österreich kein vollständig getrenntes privates Krankenversicherungssystem, das die gesetzliche Abdeckung ersetzt. Die gesetzliche Versicherung ist verpflichtend, die private wirkt als Zusatzversicherung. Die wesentlichen Unterschiede:

Gesetzlich (OGK/SVS/BVAEB)

  • • Hausarzt- und Facharztbesuche
  • • Spitalsaufenthalte in der allgemeinen Klasse
  • • Medikamente (mit Selbstbehalt)
  • • Grundlegende Zahnversorgung
  • • Mutterschafts- und Kinderbetreuungsleistungen
  • • Physiotherapie (mit Überweisung)

Privat (Zusatzversicherung)

  • • Privat- oder Halbprivat-Spitalszimmer
  • • Freie Arztwahl im Spital
  • • Kürzere Wartezeiten bei Fachärzten
  • • Erweiterte Zahnabdeckung
  • • Alternativmedizin (Osteopathie etc.)
  • • Bessere Abdeckung für Brillen und Linsen

Wie melden Sie sich für die Krankenversicherung in Österreich an?

Wenn Sie angestellt sind, meldet Sie Ihr Arbeitgeber automatisch beim zuständigen Sozialversicherungsträger an. Sie müssen selbst nichts unternehmen. Ihre e-card wird innerhalb weniger Wochen nach Arbeitsbeginn an Ihre gemeldete Adresse zugestellt.

Wenn Sie nicht angestellt sind (Studierende, Arbeitssuchende oder mitziehende Familienangehörige), können Sie eine freiwillige Selbstversicherung direkt bei der OGK beantragen. Die monatlichen Kosten der Selbstversicherung liegen bei rund EUR 500 pro Monat, für Studierende gibt es ermäßigte Tarife (rund EUR 67 pro Monat). Für den Antrag bei Ihrer OGK-Geschäftsstelle benötigen Sie Ihren Meldezettel, Reisepass und Aufenthaltstitel. Beachten Sie, dass die Krankenversicherungsbeiträge Teil der österreichischen Sozialabgaben sind, die vom Einkommen abgezogen werden.