Beste Versicherungsanbieter in Österreich (2026)

Aktualisiert: | 4 weitere Personen fanden das hilfreich
UNIQA ist Österreichs größter Einzelversicherer mit 20,78% der Prämien 2025, vor der Wiener Städtischen mit 16,85% und der Generali mit 14,66% (VVO). Als Gruppe gerechnet führt die VIG (Vienna Insurance Group), zu der die Wiener Städtische und die Marke DONAU gehören, mit 22,9%. UNIQA ist außerdem der Krankenversicherer Nr. 1. Die private Haftpflichtversicherung kostet €60 bis 150 pro Jahr, und die gesetzliche Krankenversicherung über die ÖGK ist für Arbeitnehmer automatisch bei 3,87 Prozent des Bruttogehalts. Selbstständige sind stattdessen bei der SVS versichert, öffentlich Bedienstete, Beamte und Eisenbahnpersonal bei der BVAEB.
Zum Abschnitt springen
Top 7 beste Versicherungsanbieter in Österreich
Basierend auf Marktanteil, Finanzstärke, Service für Zugezogene und Produktangebot sind das die führenden österreichischen Versicherer 2026.
Die Sortierung ändert die Reihenfolge der Anbieterkarten unten.
Unser Gesamttipp unten: Wiener, ab Ab €18/Monat (Rechtsschutz).
1. Wiener Städtische
Größte Gruppe (VIG). Größte österreichische Versicherungsmarke mit dem breitesten Multi-Sparten-Sortiment in Kranken-, Haushalts- und Lebensversicherung.
Wiener Städtische besuchen- Einstiegsprämie
- Ab €18/Monat (Rechtsschutz)
- Deckung
Deckung
Wofür die Polizze zahlt und bis zu welcher Höhe. Aussagekräftig nur gemeinsam mit Erstattungssatz und Selbstbehalt.
- Alle großen Sparten, Kranken bis Sach
- Verfügbarkeit
- Österreich, alle 9 Bundesländer
- Gruppe
- Vienna Insurance Group
Mehr Details
- Agentennetz
- Alle 9 Bundesländer
- Marktposition
- Nr. 2 als Unternehmen, VIG-Gruppe Nr. 1
- Englischer Support
- Vorwiegend auf Deutsch
Preise Stand August 2026, auf der Anbieterseite prüfen.
Pros
- VIG-Gruppe liegt in Sach- und Lebensversicherung auf Platz eins
- Teil der VIG mit sehr starken Solvabilitätsquoten
- Breite Bündelrabatte bei Kranken-, Wohn- und Auto-Polizzen
Cons
- Weniger digital-first als neuere Direktversicherer
- Agentenpreise können von Online-Angeboten abweichen
Beste Wahl für Kunden, die Österreichs Marktführer mit einem starken regionalen Agenten in jedem Bundesland wünschen
2. VIG (Vienna Insurance Group)
Größte CEE-Gruppe. Börsennotierte österreichische Versicherungsgruppe mit der stärksten CEE-Präsenz und diversifiziertem Portfolio.
VIG besuchen- Einstiegsprämie
- Nicht direkt, über lokale Marken
- Deckung
Deckung
Wofür die Polizze zahlt und bis zu welcher Höhe. Aussagekräftig nur gemeinsam mit Erstattungssatz und Selbstbehalt.
- Alle Sparten über 50+ Konzernmarken
- Verfügbarkeit
- Österreich und CEE
- Gruppe
- Börsennotierte Holding, Mutter von WS und DONAU
Mehr Details
- Marktposition
- Größte Versicherungs-Holding in CEE
- Finanzstärke
- Sehr stark, ATX-notiert
- Englischer Support
- Je nach lokaler Marke
Preise Stand August 2026, auf der Anbieterseite prüfen.
Pros
- Portfolio mit 50+ Tochtergesellschaften in 30 Märkten
- Zugang zu lokalen Marken wie Wiener Städtische und DONAU
- Konzern-Solvabilität sichert jede lokale Polizze ab
Cons
- Konzern-Webseite, kein Konsumenten-Portal
- Schäden bearbeitet die lokale Tochter, nicht die Holding
Beste Wahl für Kunden und Partner, die über lokale Marken Zugang zur größten Versicherungs-Holding in CEE wünschen
3. DONAU Versicherung
VIG-Versicherer mit starkem Retail- und KMU-Fokus und konkurrenzfähigen Tarifstufen.
DONAU Versicherung besuchen- Einstiegsprämie
- Haushalt + Haftpflicht ab €100/Jahr
- Deckung
Deckung
Wofür die Polizze zahlt und bis zu welcher Höhe. Aussagekräftig nur gemeinsam mit Erstattungssatz und Selbstbehalt.
- Kfz, Haushalt, Haftpflicht, Rechtsschutz
- Verfügbarkeit
- Österreich, landesweites Agentennetz
- Gruppe
- Vienna Insurance Group
Mehr Details
- Kfz-Haftpflicht
- Ab €300/Jahr
- Kundenfokus
- Privat und KMU
- Englischer Support
- Begrenzt
Preise Stand August 2026, auf der Anbieterseite prüfen.
Pros
- Konkurrenzfähige Kfz- und Haushaltsprämien
- Bundesweites österreichisches Agentennetz
- Starke Bündelrabatte für mehrere Polizzen
Cons
- Überschneidendes Sortiment mit Wiener Städtische
- Digitale Tools weniger ausgereift als bei großen Direktversicherern
Beste Wahl für Autofahrer und Wohnungseigentümer, die konkurrenzfähige Preise von einem großen VIG-gestützten österreichischen Versicherer wünschen
4. Omniasig
Beste Rumänien-Abdeckung. CEE-Spezialversicherer für Einwohner mit grenzüberschreitenden oder rumänischen Risiken.
Omniasig besuchen- Einstiegsprämie
- Auf Anfrage
- Deckung
Deckung
Wofür die Polizze zahlt und bis zu welcher Höhe. Aussagekräftig nur gemeinsam mit Erstattungssatz und Selbstbehalt.
- Kfz, Sach, Kranken, Haftpflicht
- Verfügbarkeit
- Rumänien
- Gruppe
- Vienna Insurance Group
Mehr Details
- Kundenfokus
- Privat und Firmen
- Englischer Support
- Dokumente auf Rumänisch
Preise Stand August 2026, auf der Anbieterseite prüfen.
Pros
- Top-Sachversicherer im rumänischen Markt
- Abgesichert durch VIG-Konzern-Solvabilität und Rückversicherung
- Grenzüberschreitende Kontinuität für VIG-Konzern-Kunden
Cons
- Hauptsächlich relevant für rumänische Risiken
- Begrenzte direkte Präsenz in Österreich
Beste Wahl für Kunden mit Geschäft oder Eigentum in Rumänien, die VIG-Konzern-Schutz mit lokaler Schadensbearbeitung wünschen
5. Funk International Austria
Bester Industrie-Makler. Internationaler Industrie-Makler für Firmen- und HNW-Versicherungs-Programme in ganz Europa.
Funk International Austria besuchen- Einstiegsprämie
- Programm-basiert, Maklerangebot
- Deckung
Deckung
Wofür die Polizze zahlt und bis zu welcher Höhe. Aussagekräftig nur gemeinsam mit Erstattungssatz und Selbstbehalt.
- Industrie, Haftpflicht, D&O
- Verfügbarkeit
- Österreich, Firmenkunden
- Gruppe
- Funk Gruppe, Deutschland
Mehr Details
- Kundentyp
- Firmen, keine Privatpersonen
- Rolle
- Makler, zeichnet nicht selbst
Preise Stand August 2026, auf der Anbieterseite prüfen.
Pros
- Unabhängiger Makler, an keinen einzelnen Versicherer gebunden
- Spezialist für Industrie-, Haftpflicht- und D&O-Programme
- Zugang zum globalen Funk-Netzwerk in Europa
Cons
- Fokus auf Firmenkunden, nicht auf einzelne Menschen
- Mindestprogrammgröße typisch ab KMU
Beste Wahl für Österreichische KMU und Konzerne, die ein maßgeschneidertes Industrie-Versicherungs-Programm über mehrere Versicherer brauchen
6. UNIQA
Top-österreichischer Versicherer mit dem stärksten Zusatzkrankenversicherungs-Arm.
UNIQA besuchen- Einstiegsprämie
- Krankenschutz ab €15/Monat
- Deckung
Deckung
Wofür die Polizze zahlt und bis zu welcher Höhe. Aussagekräftig nur gemeinsam mit Erstattungssatz und Selbstbehalt.
- Kranken, Haushalt, Haftpflicht, Kfz, Leben
- Verfügbarkeit
- Österreich und CEE
- Gruppe
- UNIQA Insurance Group
Mehr Details
- Marktposition
- Nr. 1 als Unternehmen, 20,78% Anteil
- Kunden
- 3,7 Millionen in Österreich
- Englischer Support
- myUNIQA-App auf Englisch
Preise Stand August 2026, auf der Anbieterseite prüfen.
Pros
- 3,7 Millionen Kunden in Österreich (rund 7,5 Millionen in CEE)
- Volles Produktsortiment, von Kranken bis Lebens und Sach
- Solides digitales Schadensportal und Mobile App
Cons
- Prämien können höher sein als bei reinen Online-Direktversicherern
- Komplexer Produktkatalog braucht Zeit zur Orientierung
Beste Wahl für Kunden, die einen großen Nicht-VIG-Versicherer mit vollständigem Produktkatalog wünschen
7. Generali Austria
Multi-Sparten-Versicherer mit der saubersten digitalen Antrags- und Schadenserfahrung.
Generali Austria besuchen- Einstiegsprämie (Bestwert)
- Ab €14/Monat (Rechtsschutz)
- Deckung
Deckung
Wofür die Polizze zahlt und bis zu welcher Höhe. Aussagekräftig nur gemeinsam mit Erstattungssatz und Selbstbehalt.
- Kranken, Haushalt, Haftpflicht, Rechtsschutz
- Verfügbarkeit
- Österreich, Teil von Generali Europa
- Gruppe
- Generali, Italien
Mehr Details
- Englischer Support
- Starker englischsprachiger Service
- Digital
- Klarster Online-Antrag und Schadenprozess
Preise Stand August 2026, auf der Anbieterseite prüfen.
Pros
- Globales Generali-Netzwerk mit grenzüberschreitender Kontinuität
- Solide digitale Tools und Mobile-Schadens-App
- Konkurrenzfähige Prämien bei Haushalt und Haftpflicht
Cons
- Kleineres Filialnetz als VIG-Marken oder UNIQA
- Kfz-Preise weniger konkurrenzfähig für junge Fahrer
Beste Wahl für Internationale Kunden und Menschen, die englischsprachigen Service und grenzüberschreitende Kontinuität wünschen
Die 5 wichtigsten Versicherungen in Österreich auf einen Blick (2026)
Fünf Versicherungen sind in Österreich am wichtigsten. Die Privat-Haftpflichtversicherung zu €60–150 pro Jahr und die Haushaltsversicherung zu €100–250 pro Jahr sind praktisch unerlässlich und werden meist gebündelt. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich verpflichtend, wenn Sie ein Auto besitzen. Die private Krankenzusatzversicherung zu €71–187 pro Monat für Wahlarzt plus Sonderklasse mit 30 Jahren (krankenversichern.at, Juni 2026) und die Rechtsschutzversicherung sind optional. Rechtsschutz reicht von rund €50 im Jahr für einen einfachen Online-Privattarif bis €233–484 im Jahr für ein volles Familienpaket mit Kfz- und Privat-Rechtsschutz im Arbeiterkammer-Vergleich von 12 Produkten.
| Versicherung | Typische Jahreskosten | Pflicht? | Bester Anbieter |
|---|---|---|---|
| Privat-Haftpflichtversicherung | €60–150/Jahr | Dringend empfohlen, oft gebündelt | HanseMerkur / DONAU |
| Haushaltsversicherung | €100–250/Jahr | Empfohlen, meist mit Haftpflicht gebündelt | UNIQA / Wiener Städtische |
| private Krankenzusatzversicherung | €71–187/Monat mit 30 Jahren (Wahlarzt + Sonderklasse) | Optional (gesetzliche ÖGK ist Pflicht) | UNIQA (Krankenversicherer Nr. 1) |
| Rechtsschutzversicherung | €50–484/Jahr | Optional | ARAG / D.A.S. |
| Kfz-Haftpflichtversicherung | €400–900/Jahr (variiert) | Pflicht bei eigenem Auto | GRAWE / DONAU |
Quelle: übliche Marktprämien 2026 für eine alleinstehende Person in Wien (VVO, UNIQA, DONAU, 2026). Die Kfz-Haftpflicht hat für einen Pkw eine gesetzliche Pauschalversicherungssumme von €7,79 Millionen je Schadensfall, innerhalb derer Personenschäden bis €6,45 Millionen und Sachschäden bis €1,34 Millionen gedeckt sind, dazu €80.000 für bloße Vermögensschäden (§ 9 KHVG, gültig seit 23. Dezember 2023).
Bündeln Sie zuerst die zwei Beinahe-Pflichtversicherungen
Die vollständige Aufschlüsselung finden Sie unter welche Versicherungen Menschen brauchen und wie viel jede Polizze kostet weiter unten in diesem Leitfaden, dazu unsere ausführlichen Leitfäden zur Haftpflicht, Kranken, Rechtsschutz- und Kfz-Versicherung sowie unser Anbietervergleich.
Wie wählen Sie einen Versicherungsanbieter in Österreich?
Österreich hat einen reifen, stark regulierten Versicherungsmarkt mit über 100 lizenzierten Versicherern. Für Menschen ist der Schlüssel, gesetzliche Pflichten und persönliche Risiken auf den richtigen Mix von Polizzen abzustimmen. Hier die Schritte:
- 1
Gesetzliche Krankenversicherung zuerst bestätigen
Wenn Sie angestellt sind, meldet Sie der Arbeitgeber bei der ÖGK an. Prüfen Sie, ob Ihre e-card innerhalb von 2 bis 3 Wochen ankommt. Selbständige melden sich stattdessen bei der SVS an.
- 2
Angebote auf Durchblicker.at oder Check24.at vergleichen
Beide sind unabhängige österreichische Vergleichsportale. Geben Sie Ihre Daten einmal ein und erhalten Sie Angebote von 20+ Versicherern für Haftpflicht, Haushalt, Kfz und Rechtsschutz nebeneinander.
- 3
Konzession und Kundenbewertungen des Anbieters prüfen
Die Unternehmensdatenbank der FMA zeigt, ob ein Versicherer eine FMA-Konzession für Österreich hat und für welche Sparten. Zur Servicequalität reihen die ÖGVS-Kundenbefragungen weiter unten die Versicherer je Sparte.
- 4
Englischsprachiges Polizzen-Dokument anfordern
Generali, Allianz und UNIQA bieten Polizzen-Dokumente auf Englisch auf Anfrage. Kleinere regionale Versicherer arbeiten meist nur auf Deutsch, was die Schadensbearbeitung erschweren kann.
- 5
Polizzen für 10 bis 20 Prozent Rabatt bündeln
Die Bündelung von Haushalt, Haftpflicht und Rechtsschutz bei einem Anbieter spart üblicherweise 10 bis 20 Prozent gegenüber Einzelverträgen.
Welche sind die größten Versicherer in Österreich?
| Versicherer | Prämienanteil | Hinweis |
|---|---|---|
| UNIQA | 20,78% (2025) | Größtes Einzelunternehmen |
| Wiener Städtische | 16,85% (2025) | VIG-Unternehmen, inklusive Marke DONAU |
| Generali | 14,66% (2025) | Drittgrößtes Unternehmen |
| Allianz | 8,0% (2025) | Allianz-Gruppe in Österreich |
| VIG (Gruppe) | 22,9% (Jänner bis September 2025) | Größte Gruppe, Nr. 1 in Sach- und Lebensversicherung |
Unternehmensanteile: VVO-Zahlen für 2025, wie von VersicherungsJournal Österreich im Mai 2026 berichtet. Gruppenanteil: VIG-Geschäftsbericht 2025, auf Basis von VVO-Daten für die ersten drei Quartale 2025.
Wer Österreichs größter Versicherer ist, hängt von der Zählweise ab. Als Einzelunternehmen führt UNIQA mit 20,78% der Prämien 2025, vor der Wiener Städtischen und der Generali. Als Gruppe führt die Vienna Insurance Group mit 22,9%, weil sie die Wiener Städtische und die Marke DONAU zusammenzählt. Die VIG liegt in der Sach- und Lebensversicherung auf Platz eins, in der Krankenversicherung auf Platz drei hinter UNIQA.
Der Gesamtmarkt nahm 2025 rund €22,4 Milliarden an Prämien ein, ein Plus von 4,5 Prozent, laut den vorläufigen VVO-Zahlen 2025. Auf die Schaden-Unfallversicherung inklusive Kfz-Haftpflicht entfielen €13,7 Milliarden, auf die Lebensversicherung rund €5,2 Milliarden und auf die private Krankenversicherung €3,4 Milliarden. Der Markt ist konzentriert: Die fünf größten Gruppen schrieben in den ersten neun Monaten 2025 rund 71 Prozent der Prämien. Größe zeigt, wer einen Großschaden tragen kann, nicht wer Ihren Schaden gut abwickelt. Prüfen Sie daher auch die Kundenbewertungen unten.
Was hat sich bei österreichischen Versicherern in den letzten 24 Monaten geändert?
| Datum | Versicherer | Was sich geändert hat | Was es für Sie bedeutet |
|---|---|---|---|
| September 2026 | UNIQA | Hat die Spitalslinie Sonderklasse Select durch Sonderklasse Flex ersetzt | Bestehende Select-Verträge laufen unverändert weiter; Neukunden erhalten Flex, in den Optimal-Stufen ohne Selbstbehalt bis 45 |
| 18. Mai 2026 | Vienna Insurance Group (Wiener Städtische, DONAU) | Hat die Übernahme des deutschen Versicherers NÜRNBERGER abgeschlossen, mit 99,2 % der Anteile (VIG) | Ihre Polizze bei Wiener Städtische oder DONAU bleibt unverändert; NÜRNBERGER behält die eigene Marke |
| 5. Dezember 2025 | Helvetia (inkl. Smile.direct) | Mit der Baloise zur Helvetia Baloise Holding AG fusioniert (Moneycab, 6. Dezember 2025) | Österreichische Helvetia- und Smile-Verträge laufen weiter; geändert hat sich die Konzernmutter, nicht Ihr Versicherer |
| Gesamtjahr 2025 | Gesamtmarkt | Prämien stiegen um 4,5 % auf rund €22,4 Milliarden (VVO) | Eine Prämienerhöhung zur Hauptfälligkeit ist normal; in der Kfz-Haftpflicht gibt sie Ihnen nach § 14a KHVG ein Kündigungsrecht binnen einem Monat |
Zwei Übernahmen haben in den letzten 24 Monaten die Konzerne hinter österreichischen Marken verändert. Die Helvetia, Mutter von Smile.direct, fusionierte am 5. Dezember 2025 mit der Baloise, und die Vienna Insurance Group übernahm am 18. Mai 2026 die NÜRNBERGER. Keine der beiden Transaktionen ändert eine bestehende österreichische Polizze: Ihr Vertrag bleibt beim selben konzessionierten Versicherer. Was Kunden direkt betrifft, ist der Wechsel der UNIQA zur Sonderklasse Flex im September 2026.
Welche Versicherer bewerten Kunden am besten in Österreich?
| Rang | Rechtsschutz (2026) | Haushalt (2026) |
|---|---|---|
| 1 | Generali 7,77 | Oberösterreichische 7,66 |
| 2 | UNIQA 7,73 | UNIQA 7,63 |
| 3 | Allianz 7,62 | Wiener Städtische 7,59 |
| 4 | Wiener Städtische 7,57 | Zurich 7,58 |
| 5 | Oberösterreichische 7,57 | GRAWE 7,54 |
| Bewertete Versicherer | 17 (2.284 Bewertungen) | 16 (2.436 Bewertungen) |
Werte von 10. Quellen: ÖGVS, Rechtsschutzversicherer 2026 (Befragung April bis Juni 2026, veröffentlicht am 14. August 2026) und Haushaltsversicherer 2026 (Befragung November bis Dezember 2025).
Die ÖGVS lässt Kundinnen und Kunden der letzten Jahre ihren Versicherer auf einer 10-stufigen Skala bewerten. Im Rechtsschutz lag 2026 die Generali vorne und gewann auch Tarife, Transparenz und Service. UNIQA gewann Beratung und Regulierung von Rechtsfällen, die Allianz das Kundenvertrauen und die Helvetia das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Spezialist D.A.S. landete mit 6,67 auf dem letzten der 17 Plätze, die ARAG mit 7,27 auf Platz elf.
In der Haushaltsversicherung lag die Oberösterreichische Versicherung zum dritten Mal in Folge vorne. UNIQA gewann die Schadenregulierung, ERGO das Preis-Leistungs-Verhältnis. Lesen Sie diese Werte als das, was sie sind: Meinungen eines Kundenpanels, kein Test der Bedingungen. Ein Tarif mit niedrigerem Wert kann trotzdem die bessere Deckung haben. Vergleichen Sie daher auch die Bedingungen, etwa mit unserem Rechtsschutz-Leitfaden.
Welche Arten von Versicherung brauchen Sie in Österreich?
Manche österreichische Versicherungsarten sind gesetzlich verpflichtend, andere dringend empfohlen, einige optional. Die Aufteilung:
- Krankenversicherung: Gesetzlich verpflichtend. Automatisch für Arbeitnehmer über die ÖGK. Selbständige melden sich bei der SVS. Nicht erwerbstätige Einwohner brauchen für den Aufenthaltstitel eine private Polizze.
- Kfz-Versicherung (Kfz-Haftpflicht): Gesetzlich verpflichtend für alle Fahrzeuge. Für einen Pkw beträgt die Mindestdeckung pauschal €7,79 Mio. je Schadensfall, davon Personenschäden bis €6,45 Mio. und Sachschäden bis €1,34 Mio. (§ 9 KHVG).
- Private Haftpflicht (Privat-Haftpflicht): Dringend empfohlen. Deckt versehentliche Schäden, die Sie anderen zufügen. Oft mit Haushaltsversicherung gebündelt.
- Haushaltsversicherung: Empfohlen. Deckt Diebstahl, Brand, Wasserschaden am Hausrat. Viele Vermieter erwarten den Nachweis.
- Rechtsschutzversicherung: Optional, aber beliebt. Deckt Anwaltskosten und Gerichtskosten. In Österreich angesichts aktiver Streitkultur verbreitet.
- Lebensversicherung: Optional. Relevant bei Angehörigen oder Hypothek. Wird oft als steuerlich begünstigte Sparform genutzt.
Beginnen Sie mit Haftpflicht und Haushalt, ergänzen Sie Rechtsschutz nach dem Einleben
Wie viel kostet die Versicherung in Österreich?
Übliche österreichische Versicherungsprämien für eine alleinstehende Person in Wien, gesetzliche Werte Stand 2026:
- Österreicher geben im Schnitt €2.020 pro Jahr über alle Versicherungssparten hinweg aus (UNIQA, 2026).
- Gesetzliche Krankenversicherung (ÖGK): 7,65 Prozent des Bruttogehalts im Jahr 2026, davon zahlen Arbeitnehmer 3,87 Prozent, automatisch abgezogen bis zur Höchstbeitragsgrundlage von €6.930 im Monat. Ohne Pflichtversicherung kostet die freiwillige Selbstversicherung der ÖGK €565,25 im Monat, für Studierende €78,84 im Monat (ÖGK, 2026).
- Private Zusatzkrankenversicherung: €40 bis 150 pro Monat für Privatzimmer im Spital, Facharzt-Zugang und kürzere Wartezeiten.
- Private Haftpflicht: €60 bis 150 pro Jahr für €5 Mio. Deckung.
- Haushaltsversicherung: €100 bis 250 pro Jahr für eine 70 m² Wiener Wohnung.
- Rechtsschutzversicherung: ab €4,17 im Monat für den einfachen Online-Privattarif der VAV (mit 10% Selbstbehalt und bestehender VAV-Kfz-Polizze) bis €233 bis €484 im Jahr für ein umfassendes Familienpaket aus Kfz- und Privat-Rechtsschutz, so die Spanne, als die AK Oberösterreich 12 Produkte verglich.
- Kfz-Haftpflicht: €400 bis 900 pro Jahr für ein Mittelklasseauto, abhängig von der Motorleistung (motorbezogene Versicherungssteuer ist in der Prämie enthalten).
Was Ihre Prämie beeinflusst
- Wohnort: Wien und urbanes Salzburg sind teurer als ländliches Burgenland oder Kärnten.
- Selbstbehalt: Ein Selbstbehalt von €150 oder €300 senkt die Prämie um 10 bis 25 Prozent.
- Bündelung: Bündelung von 2 oder 3 Polizzen bei einem Versicherer bringt 10 bis 20 Prozent Multi-Polizzen-Rabatt.
- Lebenshaltungskosten: Versicherung macht rund 2 bis 3 Prozent eines typischen Wiener Haushaltsbudgets aus. Mehr Details in unserem Lebenshaltungskosten-Leitfaden.
Entity References
Full factual profiles for each brand covered on this page:
- UNIQA
Austrian Insurance
- Wiener Städtische
Austrian Insurance
- Generali Austria
Austrian Insurance
- Uniqa vs Wiener Staedtische vs Generali: Austria's Largest Insurers Compared
Austrian Insurance Comparisons
- VIG (Vienna Insurance Group)
Austrian Insurance
- DONAU Versicherung
Austrian Insurance
- Omniasig
Austrian Insurance
- Funk International Austria
Austrian Insurance
- GRAWE (Grazer Wechselseitige Versicherung)
Austrian Insurance
- HanseMerkur
Austrian Insurance
- Check24
Austrian Insurance
- VVO (Versicherungsverband Österreich)
Austrian Government Portals and Regulators
Welche Versicherungen sind in Österreich Pflicht?
| Sparte | Gesetzlich Pflicht | Pflicht per Vertrag oder Visum | Freiwillig |
|---|---|---|---|
| Kfz-Haftpflicht | Ja, KHVG § 9, Mindestdeckung €7,79 Mio.; ohne sie keine Zulassung | Nein | Kasko, außer Leasing oder Kredit verlangen sie |
| Krankenversicherung | Ja, Sozialversicherung (ASVG, GSVG, BSVG); kein generelles Opt-out | Nein | Zusatz: Sonderklasse, Zahn, Privatarzt |
| Haushalt mit Privathaftpflicht | Kein Gesetz | Faktisch ja: die meisten Mietverträge verlangen sie | Privathaftpflicht allein |
| Eigenheimversicherung | Nein | Ja, wenn die Bank einen Hypothekarkredit vergibt | Nein |
| Hundehaftpflicht | Ja in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich (Landesrecht) | Nein | Anderswo freiwillig |
| Reisekrankenversicherung | Nein; ein Schengen-Visum verlangt €30.000 Deckung | Nur Visum | Für jede Reise, wegen des Rücktransports |
| Risikoleben | Nein | Von Banken beim Kredit oft empfohlen | Ja |
| Rechtsschutz | Nein | Nein | Ja |
| Zahnzusatz | Nein | Nein | Ja |
| Tierkrankenversicherung | Nein | Nein | Ja |
Nur zwei Sparten sind per Gesetz für alle Betroffenen Pflicht: die Kfz-Haftpflicht nach KHVG § 9 mit einer Pauschal-Mindestdeckung von €7,79 Mio. und die Krankenversicherung über die Sozialversicherungsträger. Die Hundehaftpflicht ist per Landesrecht in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich Pflicht; prüfen Sie das Hundehaltegesetz Ihres Bundeslands, denn die Regeln unterscheiden sich.
Die zweite Kategorie überrascht Neuankömmlinge. Kein Gesetz verlangt eine Haushaltsversicherung, aber die meisten Mietverträge machen sie zur Bedingung, und ein Hypothekarkredit macht die Eigenheimversicherung über den Kreditvertrag zur Pflicht. Ein Leasing- oder Kreditvertrag tut dasselbe bei der Kasko. Alles andere, vom Rechtsschutz bis zum Zahnzusatz, ist Ihre Wahl.
Wer ist Versicherer, Makler und Vergleichsportal?
| Rolle | Was sie ist | Beispiele | Was Sie prüfen |
|---|---|---|---|
| Versicherer (Risikoträger) | Trägt das Risiko und zahlt den Schaden; braucht eine FMA-Konzession | UNIQA, Wiener Städtische, Merkur, GRAWE, VAV | Die Konzession in der FMA-Unternehmensdatenbank |
| Vertriebsmarke | Verkauft unter eigenem Namen, das Risiko trägt ein anderes Unternehmen | FeelSafe, Care Austria (Visa-Krankenversicherungen) | Den im Antrag genannten Risikoträger und dessen Konzession |
| Makler | Berät und vermittelt, bezahlt über Provision | Online-Makler und viele Vergleichsblogs, die bei österreichischen Versicherungssuchen ranken | Welche Versicherer der Makler tatsächlich vergleicht |
| Vergleichsportal | Reiht Angebote und verdient an jedem Abschluss | durchblicker.at | Es ist nicht werbefrei und keine Preisquelle |
Klären Sie vor der Unterschrift, wer das Risiko trägt. Der Name auf der Website und das Unternehmen, das Ihren Schaden zahlt, sind oft verschieden. Das zählt vor allem bei Visa-Krankenversicherungen von Marken wie FeelSafe oder Care Austria, deren Risikoträger nicht eindeutig veröffentlicht ist: Lassen Sie ihn sich schriftlich nennen und prüfen Sie ihn in der FMA-Unternehmensdatenbank.
Für einen Vergleich ohne Provision nutzen Sie die Versicherungstests der Arbeiterkammer, etwa den Haushaltstest der AK Oberösterreich vom November 2025, und die VKI-Tabellen in KONSUMENT. Kommerzielle Portale helfen beim Einholen von Angeboten, werden aber von den gelisteten Versicherern bezahlt.
Sollten Sie über einen Makler oder Direktversicherer abschließen?
Makler oder Direktversicherer?
| Merkmal | Makler | Direktversicherer |
|---|---|---|
| Wie er bezahlt wird | Provision steckt bereits in der Bruttoprämie, der Makler ist also nicht teurer als ein Agent | Kein Agenturnetz, die Vertriebskosten entfallen |
| Kfz-Haftpflicht, Referenzprofil | Median des Agenturmarkts rund €580 bis €640 im Jahr | Zurich Connect rund €483, VAV €489, Smile €503: 15 bis 25 % darunter |
| Haushalt, 90 m² | Maklerspanne €12 bis €37 im Monat ohne Selbstbehalt | AK-Oberösterreich-Test, November 2025: €155 bis €295 im Jahr über den Markt |
| Wer im Schadenfall hilft | Der Makler begleitet die Meldung | Sie verhandeln selbst mit dem Versicherer |
Makler gewinnt, wenn
- Sie mehrere Risiken zugleich versichern, etwa Eigenheim und Betrieb
- Sie bei einem strittigen Schaden jemanden an Ihrer Seite wollen
- Ihr Risiko ungewöhnlich ist und Bedingungen verhandelt werden müssen
Direktversicherer gewinnt, wenn
- Sie ein Standardauto oder eine Wohnung versichern, wo Direktmarken 15 bis 25 % günstiger sind
- Sie Angebote selbst vergleichen und die Bedingungen lesen
- Sie zur Hauptfälligkeit online wechseln
Der größte Preisunterschied bei österreichischen Versicherungen liegt zwischen den Gesellschaften, nicht zwischen den Vertriebswegen. Für dieselbe Wohnung kostet die günstigste Haushaltsversicherung rund die Hälfte der teuersten, und ein Makler, der viele Versicherer vergleicht, findet diesen Unterschied ohne Mehrkosten, weil die Provision schon in der Prämie steckt. Direktmarken derselben Konzerne liegen bei fast identischen Bedingungen 10 bis 25 % unter ihren Agenturmarken.
Wie kündigen Sie eine Versicherung in Österreich?
| Situation | Regel |
|---|---|
| Ordentliche Kündigung | Meist 1 bis 3 Monate vor der Hauptfälligkeit laut Polizze; Kfz: 1 Monat vor Ende des Versicherungsjahres (§ 14 KHVG) |
| Stichtage 2026 | Kfz-Verträge mit Hauptfälligkeit 1. Jänner 2027: Die Kündigung muss bis 30. November 2026 einlangen. Der Bonus-Malus-Beobachtungszeitraum endet am 30. September 2026 und bestimmt die Stufe fürs Folgejahr |
| Prämienerhöhung | Kfz: 1 Monat ab Bekanntgabe (§ 14a KHVG). Krankenzusatz: eine Erhöhung ist nur kollektiv durch AK oder VKI binnen 3 Monaten anfechtbar (§ 178g VersVG) |
| Nach einem Schaden | Kfz: beide Seiten können binnen 1 Monat nach der Schadenregulierung kündigen |
| Verkauf oder Wechsel des Autos | Der Kfz-Vertrag lässt sich bei Verkauf oder Fahrzeugwechsel beenden |
| Form | Schriftlich mit Zugangsnachweis: eingeschriebener Brief oder protokollierter Upload im Kundenportal |
Österreichische Versicherungsverträge verlängern sich automatisch, entscheidend ist daher die Hauptfälligkeit in Ihrer Polizze, nicht der 1. Jänner. Die Frist beträgt 1 bis 3 Monate, und die Kündigung muss rechtzeitig einlangen. In der Kfz-Versicherung gilt ein Monat vor Ende des Versicherungsjahres, bei Kalenderjahr-Verträgen also der 30. November 2026.
Eine Prämienerhöhung öffnet in den meisten Sparten einen zweiten Ausstieg: in der Kfz-Versicherung einen Monat ab Bekanntgabe. Die Krankenzusatzversicherung ist die Ausnahme, weil sie nach § 178i VersVG ein Vertrag auf Lebenszeit ist und nur Arbeiterkammer oder VKI eine kollektive Erhöhung anfechten können. Heben Sie für jede Kündigung den Nachweis auf; langsame Bearbeitung ist in österreichischen Foren eine wiederkehrende Beschwerde.
Was Einwohner berichten
- − UNIQA-Unfallprämie plus 30 %: Eine Person mit UNIQA-Vertrag meldete eine Prämienerhöhung von rund 30 % bei der Unfallversicherung und fragte, ob sie deshalb kündigen darf. Die Antworten verwiesen auf das Sonderkündigungsrecht, das eine Erhöhung auslöst. (r/Austria, 2025)
Sinngemäß wiedergegeben aus öffentlichen Beiträgen, jeweils datiert und verlinkt. Eine kleine Auswahl, keine repräsentative Umfrage.
Wo beschweren Sie sich über einen Versicherer?
| Schritt | Wer | Was passiert |
|---|---|---|
| 1 | Ihr Versicherer, schriftlich | Frist für die Antwort setzen; die meisten Streitfälle enden hier |
| 2 | Versicherungsombudsmann | Kostenlose Schlichtung für Konsumenten; bei Rechtsschutz-Deckungsstreit ein Schiedsgutachten |
| 3 | Arbeiterkammer oder VKI | Konsumentenberatung; der einzige Weg gegen eine kollektive Prämienerhöhung in der Krankenzusatzversicherung |
| 4 | FMA-Beschwerde | Nur Aufsicht: Die FMA prüft das Verhalten des Versicherers, entscheidet aber nicht Ihren Einzelfall |
| 5 | Zivilgericht | Die verbindliche Entscheidung, wenn die Schlichtung scheitert |
Beginnen Sie mit einer schriftlichen Beschwerde beim Versicherer und setzen Sie eine Frist. Hilft das nicht, führt der Versicherungsombudsmann ein kostenloses Schlichtungsverfahren, bei Rechtsschutz-Streit ein Schiedsgutachten. Die FMA nimmt als Aufsicht Beschwerden an, kann Ihnen aber kein Geld zusprechen: Das kann nur ein Zivilgericht.
Welche Versicherung passt zu Ihrer Situation?
| Ihre Situation | Was Sie brauchen | Warum |
|---|---|---|
| Angestellt, €2.800 brutto | ÖGK (automatisch, rund €108/Monat vom Lohn); optional ein Optionstarif wie Wiener Städtische .start um €16 | Keine Lücke; der Optionstarif friert das Eintrittsalter für eine spätere Sonderklasse ein |
| Schwangerschaft geplant | Sonderklasse vor der Empfängnis | Die meisten Tarife haben 9 Monate Wartezeit für die Entbindung; UNIQA verzichtet darauf, wenn beide Eltern und das Neugeborene versichert sind |
| Bereits schwanger | GRAWE | Nimmt bis zur 25. Schwangerschaftswoche auf, mit 3 Monaten Wartezeit für die Entbindung |
| EU-Studierende mit EHIC | EHIC für Notfälle, dann ÖGK-Studierendenversicherung um €78,84, plus Jahres-Reiseversicherung | Die EHIC zahlt keinen Wahlarzt, keinen Zahnersatz und keinen Rücktransport |
| Studierende aus Drittstaaten | ÖGK-Studierendenversicherung, im Aufenthaltsantrag erklärt | Die MA 35 verlangt Deckung für alle Risiken; eine Reiseversicherung allein reicht nicht |
| Neu zugezogen, Drittstaat, ohne Job | ÖGK-Selbstversicherung bis €565,25, Herabsetzungsantrag sofort mitstellen | Ein später Antrag wirkt erst ab dem Folgemonat; ohne Vorversicherung gilt eine Wartefrist von 6 Monaten |
| Freelancer, €60.000 Gewinn | SVS (rund €1.354/Monat gesamt, davon Kranken rund €340), plus Krankengeld-Zusatz und Muki-Sonderklasse | Die SVS zahlt in den ersten Wochen kein Krankengeld; Muki behält den Tarif beim Wechsel in die Anstellung |
| Kleinunternehmen unter €6.613,20 Gewinn | ÖGK-Selbstversicherung oder Mitversicherung beim Partner | Unter der Grenze sind Sie nur unfallversichert um €155,40 im Jahr, ohne Krankenversicherung |
| Mieter mit Versicherungsklausel im Mietvertrag | Haushaltspaket mit Privathaftpflicht ab €5 Mio. | AK-Test: €155 bis €295 im Jahr für 90 m²; Mietsachschäden-Klausel prüfen |
| Zuzug mit schadenfreien Jahren aus dem Ausland | Schriftliche Bestätigung des Vorversicherers, dann VAV mit Smile und Zurich Connect vergleichen | Die Anerkennung ist Kulanz, kein Recht; die VAV übernimmt die Jahre, Direktmarken geben einen Pauschalrabatt |
| Kfz-Wechsel 2026 | Kündigung bis 30. November 2026 für die Hauptfälligkeit 1. Jänner 2027 | Die Bonus-Malus-Stufe wird am 30. September 2026 abgerechnet |
| Hundehaltung in Wien, Nieder- oder Oberösterreich | Hundehaftpflicht, eigenständig oder als Baustein, rund €40 bis €120 im Jahr | Per Landesrecht Pflicht; die Privathaftpflicht deckt den Hund nicht |
| Eigenheim mit Hypothekarkredit | Eigenheimversicherung (€300 bis €800 im Jahr), Haushaltsversicherung und Risikoleben ab €2,45 im Monat (Hannoversche) | Der Kreditvertrag verlangt die Gebäudedeckung; das Risikoleben sichert Familie und Kredit |
Das Muster hinter diesen dreizehn Fällen: zuerst die gesetzliche Deckung, dann was ein Vertrag verlangt, dann die Lücken, die am meisten schmerzen würden. Für die meisten Neuankömmlinge heißt das Haushalt plus Privathaftpflicht im ersten Jahr, eine Krankenzusatzversicherung, solange Sie jung sind, und Kfz-Haftpflicht nur mit Auto. Mehr in den Leitfäden zu Kranken, Haushalt, Kfz und Haftpflicht.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Sie eine private Versicherung in Österreich?
In Österreich angestellte Menschen werden automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung über die ÖGK angemeldet, die den größten Teil des medizinischen Bedarfs deckt. Die Haftpflichtversicherung und die Haushaltsversicherung sind allerdings dringend zu empfehlen, jedoch nicht gesetzlich verpflichtend. Nicht erwerbstätige Einwohner und Studierende brauchen ggf. eine private Krankenversicherung, um Aufenthaltstitel-Anforderungen zu erfüllen. Stand Juni 2026 startet die einfache private Krankenversicherung bei rund €50 pro Monat.
Welcher ist der günstigste Versicherer in Österreich?
Direktversicherer wie HanseMerkur und Online-First-Marken bieten oft die niedrigsten Preise für einfache Haftpflicht und Haushalt, mit Tarifen ab €60 bis 80 pro Jahr für die Haftpflichtversicherung. Unter den traditionellen Versicherern sind DONAU und GRAWE preislich konkurrenzfähig, während UNIQA und Wiener Städtische über große Agentennetze und Bündelrabatte starken Wert bieten. Vergleichen Sie immer auf Durchblicker.at oder Check24.at, bevor Sie unterschreiben.
Deckt die österreichische Krankenversicherung Menschen ab?
Ja. Sobald Sie Ihre Anstellung in Österreich anmelden, werden Sie über Ihren Arbeitgeber automatisch bei der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) angemeldet. Die Deckung beginnt am ersten Arbeitstag und umfasst Hausarztbesuche, Facharztbehandlung, Spitalsaufenthalt und Medikamente mit kleinen Selbstbehalten. EU-Bürger können für kurze Aufenthalte auch die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen. Stand Juni 2026 beträgt der Arbeitnehmeranteil 3,87 Prozent des Bruttogehalts.
Können Sie den Versicherer in Österreich wechseln?
Ja. Nach § 8 VersVG darf sich ein Vertrag stillschweigend jeweils um höchstens ein Jahr verlängern, und die Kündigungsfrist muss zwischen einem und drei Monaten vor Ende der Versicherungsperiode liegen. Als Verbraucher können Sie einen Vertrag mit mehr als drei Jahren Laufzeit zum Ende des dritten Jahres oder jedes weiteren Jahres mit einem Monat Frist kündigen; einen Laufzeitrabatt müssen Sie dann allenfalls zurückzahlen. Nach § 5c VersVG können Sie außerdem binnen 14 Tagen nach Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen zurücktreten, bei Lebensversicherungen binnen 30 Tagen.
Welche ist die größte Versicherung in Österreich?
Als Einzelunternehmen die UNIQA mit 20,78 Prozent der Prämien 2025 laut VVO-Zahlen, vor der Wiener Städtischen mit 16,85 Prozent und der Generali mit 14,66 Prozent. Als Gruppe führt die Vienna Insurance Group mit 22,9 Prozent in den ersten neun Monaten 2025, weil sie die Wiener Städtische und die Marke DONAU zusammenfasst. Der Gesamtmarkt nahm 2025 rund €22,4 Milliarden an Prämien ein.
Wie prüfen Sie, ob ein Versicherer in Österreich zugelassen ist?
Suchen Sie in der Unternehmensdatenbank der FMA auf fma.gv.at. Dort sehen Sie, ob ein Unternehmen eine Konzession der Finanzmarktaufsicht hat und für welche Sparten sie gilt. Die FMA beaufsichtigt Versicherer, entscheidet aber keine einzelnen Leistungsstreitigkeiten; dafür gibt es die Beschwerdestelle des Versicherers, den Versicherungsombudsmann oder die Gerichte.
Was kostet die Haftpflichtversicherung?
Die private Haftpflichtversicherung (Privat-Haftpflichtversicherung) in Österreich kostet zwischen €60 und €150 pro Jahr (Stand Juni 2026), abhängig von Deckungslimits und Anbieter. Die meisten Tarife enthalten eine Deckung bis €5 Millionen für Personen- und Sachschäden, die Sie versehentlich Dritten zufügen. Sie ist für alle Einwohner dringend zu empfehlen und wird oft mit der Haushaltsversicherung gebündelt für eine Gesamtprämie von €150 bis 300 pro Jahr.
Welche Versicherungen sind in Österreich gesetzlich Pflicht?
Zwei Sparten sind gesetzlich Pflicht: die Kfz-Haftpflicht nach KHVG § 9 mit einer Pauschal-Mindestdeckung von €7,79 Mio. pro Schadensfall und die Krankenversicherung über die Sozialversicherungsträger, ohne generelles Opt-out. Die Hundehaftpflicht ist per Landesrecht in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich Pflicht. Die Haushaltsversicherung ist keine gesetzliche Pflicht, die meisten Mietverträge verlangen sie aber, und ein Hypothekarkredit macht die Eigenheimversicherung über den Kreditvertrag zur Pflicht.
Wo können Sie sich über einen österreichischen Versicherer beschweren?
Zuerst schriftlich beim Versicherer, mit Frist. Danach führt der Versicherungsombudsmann ein kostenloses Schlichtungsverfahren für Konsumenten. Arbeiterkammer und VKI beraten und sind der einzige Weg gegen eine kollektive Prämienerhöhung in der Krankenzusatzversicherung. Die FMA nimmt als Aufsicht Beschwerden an, entscheidet aber keine Einzelfälle; eine verbindliche Entscheidung trifft nur ein Zivilgericht.
Ist durchblicker.at ein unabhängiger Versicherungsvergleich?
Nein. durchblicker.at ist ein kommerzielles Vergleichsportal, finanziert über Provisionen der gelisteten Versicherer, und damit nicht werbefrei. Zum Einholen von Angeboten ist es nützlich. Für einen Vergleich ohne Provision nutzen Sie die Versicherungstests der Arbeiterkammer und die VKI-Tabellen in KONSUMENT.
Offizielle Quellen
Verwandte Artikel
Krankenversicherung in Österreich
Wie die ÖGK funktioniert, private Zusatzversicherungen und Schutz
Haftpflichtversicherung
Warum die Haftpflichtversicherung in Österreich quasi unerlässlich ist
Rechtsschutzversicherung
Wie die Rechtsschutzversicherung Mieter und Autofahrer schützt
Lebenshaltungskosten in Österreich
Wo Versicherung in einem typischen österreichischen Haushaltsbudget liegt