Bezahlen in Österreich: Bargeld, Bankomatkarte, eps und Wallets (2026)

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Bezahlen vor Ort
Haben Sie eine Bankomatkarte und etwas Bargeld dabei. Bargeld war in der Studie der OeNB für 2025 noch 55% der Zahlungen im Handel, und kein Gesetz zwingt ein Café oder einen Marktstand, Karten zu nehmen. Bankomaten der eigenen Bank sind gratis, andere verlangen bis €7,90. Apple Pay funktioniert mit jeder großen österreichischen Bank, Bluecode mit über 300 Banken, aber nicht mit der Erste Bank.
Online zahlen und Rechnungen
Eine Kreditkarte oder PayPal mit Waren und Dienstleistungen schützt Sie vor einem Shop, der nie liefert; eps und Überweisungen tun das nicht. Eine SEPA-Lastschrift können Sie 8 Wochen ohne Grund zurückholen (§ 71 ZaDiG), oder 13 Monate, wenn Sie sie nie autorisiert haben. Eine geplatzte Lastschrift kostet bei Ihrer Bank €6,90 bis €7,90, bevor das Unternehmen eigene Gebühren aufschlägt.
Welche Zahlungsmethode schützt Sie in Österreich am besten?
| Methode | Kosten für Sie | Erstattungsrecht | Frist | Was schiefgeht |
|---|---|---|---|---|
| Kreditkarte | €0 in Euro; Fremdwährungsgebühr im Ausland je nach Karte | Chargeback über das Kartensystem, plus Erstattung nicht autorisierter Zahlungen | Etwa 120 Tage für ein Chargeback (Regeln der Kartensysteme); 13 Monate bei nicht autorisierter Nutzung (§ 65 ZaDiG) | Zinsen, wenn Sie die Abrechnung nicht vollständig begleichen |
| Debitkarte (Bankomatkarte) | €0 im Geschäft; Gebühren an fremden Bankomaten unterschiedlich | Chargeback (Debit Mastercard und Visa sind Systemkarten), plus Erstattung nicht autorisierter Zahlungen | Etwa 120 Tage für ein Chargeback; 13 Monate bei nicht autorisierter Nutzung | Das Geld verlässt das Konto sofort, während der Streit läuft |
| SEPA-Lastschrift | €0 | Erstattung ohne Angabe von Gründen | 8 Wochen nach der Abbuchung (§ 71 Abs. 1 ZaDiG); 13 Monate, wenn nie autorisiert | Die Erstattung beendet nicht Ihre Schuld beim Unternehmen |
| PayPal, Waren und Dienstleistungen | €0 in Euro innerhalb der EU; etwa 3 bis 4% bei Währungsumrechnung | Käuferschutzfall bei PayPal | Laut PayPal-Bedingungen | Deckt nichts, was als Freunde und Familie gesendet wurde |
| Klarna Rechnung oder Ratenkauf in 3 | €0, wenn jeder Termin eingehalten wird | Klärungsverfahren bei Klarna, Zahlung währenddessen pausiert | Laut Klarna-Bedingungen | Erste Mahnung ab etwa €1,40, dann Inkasso und KSV1870 |
| Überweisung und SEPA-Echtzeitüberweisung | €0 online bei den meisten Banken | Keines bei einer autorisierten Überweisung; nur ein Rückrufversuch | Ein Rückruf wirkt binnen Minuten bis weniger Stunden, wenn überhaupt | Eine Überweisung an Betrüger ist weg |
| eps-Überweisung | €0 für den Käufer; der Shop zahlt 1,6 bis 2,4% | Keines, die Zahlung ist endgültig | Nicht relevant | Ein Fake-Shop behält das Geld |
| Bluecode | €0 | Keines, kontobasiert wie eine Überweisung | Nicht relevant | Nur Kulanz des Händlers |
| Bargeld | €0 an Bankomaten der eigenen Bank; bis €7,90 an anderen | Keines | Nicht relevant | Verlorenes oder gestohlenes Bargeld wird nicht ersetzt |
Gereiht vom stärksten zum schwächsten Schutz gegenüber einem Händler, der nicht liefert. Gesetzliche Fristen aus dem ZaDiG 2018 im RIS, geprüft am 12. Oktober 2026; Chargeback-Frist aus der Praxis von Mastercard und Visa laut österreichischen Kartenausgebern; eps-Händlergebühr aus der Preisliste von Payrexx vom 11. Juni 2026; Gebühr an fremden Bankomaten von travel-dealz.de, 24. August 2026.
Am besten schützen Sie in Österreich die Kartensysteme und die SEPA-Lastschrift. Eine Kreditkarte oder die Debitkarte Bankomatkarte gibt Ihnen ein Chargeback von rund 120 Tagen, wenn Ware nie ankommt. Eine Lastschrift können Sie 8 Wochen lang ohne jeden Grund zurückholen. eps, Bluecode, Überweisungen und Bargeld geben Ihnen nichts zurück, sobald das Geld weg ist, sie passen also zu Händlern, denen Sie schon vertrauen.
Die beiden Rechte funktionieren unterschiedlich. Eine nicht autorisierte Zahlung, die Sie nie freigegeben haben, ist ein gesetzlicher Anspruch gegen Ihre Bank: Sie muss den Betrag unverzüglich erstatten (§ 67 ZaDiG 2018), und Ihre eigene Haftung für eine verlorene Karte ist mit €50 begrenzt (§ 68). Ein Chargeback für eine Zahlung, die Sie freigegeben haben, bei der der Shop aber nicht geliefert hat, steht nicht im österreichischen Gesetz. Es läuft nach den Regeln von Visa und Mastercard, deshalb gibt es es bei Karten und nicht bei eps. Unser Ratgeber zu Kartenreklamationen erklärt die Umsatzreklamation Schritt für Schritt.
Die schwächste Stelle ist die, zu der man gedrängt wird. Betrüger auf Marktplätzen verlangen PayPal Freunde und Familie, eine eps-Zahlung oder eine Echtzeitüberweisung, gerade weil sich keine davon zurückholen lässt. Der Phishing-Bericht des BMASGPK für 2025 fand einen durchschnittlichen Schaden von €4.333 je Fall, und 28% der Fälle liefen über Überweisungen. Lehnt ein Verkäufer jede geschützte Variante ab, ist das die Antwort.
Wann brauchen Sie in Österreich noch Bargeld, und was kostet es?
| Bankengruppe | Eigene Kunden | Karten anderer Banken an ihren Bankomaten |
|---|---|---|
| Raiffeisen (etwa 2.800 Bankomaten) | €0 | bis €7,90, je nach Regionalbank |
| Erste Bank und Sparkassen | €0 | €4,95 |
| bank99 (Post) | eine Selbstbedienungsbehebung im Monat inklusive, dann €0,77 (smartkonto99) | €4,50 bis €6,90 |
| Volksbank | €0 | €3,99 |
| BAWAG und easybank | €0 | €0 |
| Oberbank, BKS, Austrian Anadi, Sparda | €0 | €0 |
Quellen: Bankomatgebühren-Tabelle von travel-dealz.de, 24. August 2026; bank99-Test von gratis-konto.at, 11. März 2025. Die Gebühren von Raiffeisen legt jede Regionalbank selbst fest. Bank Austria veröffentlicht keine datierte Gebühr für fremde Karten, deshalb fehlt sie hier, statt geschätzt zu werden.
Bargeld brauchen Sie in Österreich weiterhin, weil die Annahme Sache des Händlers ist. Euro-Banknoten sind gesetzliches Zahlungsmittel, aber kein Gesetz verpflichtet ein Geschäft, Karten zu nehmen, und Bargeld machte in der OeNB-Zahlungsmittelstudie 2025 (veröffentlicht am 29. April 2026) 55% der Zahlungen an der Kassa und 45% ihres Werts aus. Beheben Sie an den Bankomaten Ihrer eigenen Bankengruppe, wo es €0 kostet, oder bei BAWAG und Oberbank, die keine Gebühr für fremde Karten verlangen.
Drei Dinge brauchen weiterhin Bargeld oder einen Schalter. Eine Bareinzahlung auf eine App-Bank ist in Österreich nicht vorgesehen: N26 hat hier kein Cash26-Netz. Eine Einzahlung am Schalter der Erste Bank kostet €3,96, so viel wie jede Schaltertransaktion dort, die Selbstbedienungsgeräte der Bank sind dagegen gratis. Bei bank99 sind auf dem smartkonto99 zwei Schaltereinzahlungen im Jahr frei, danach kostet jede €4,63. Bankomaten von Euronet in Tourismuszonen verlangen eine eigene Gebühr und bieten die Umrechnung in Ihre Heimatwährung an: Lehnen Sie die Umrechnung immer ab.
Für große Barzahlungen gibt es Regeln, aber keine Obergrenze. Österreich hat derzeit keine nationale Bargeldgrenze, aber ein Unternehmen, das €10.000 oder mehr in bar annimmt, muss Sie nach den Geldwäscheregeln identifizieren, und wer mit €10.000 oder mehr die EU-Grenze überschreitet, muss das beim Zoll anmelden. Ab 10. Juli 2027 begrenzt die EU-Geldwäscheverordnung (EU) 2024/1624 Barzahlungen an Unternehmen in der ganzen Union auf €10.000. Niemand muss mehr als 50 Münzen in einer Zahlung annehmen.
Welche österreichischen Banken unterstützen Apple Pay, Google Pay und Bluecode?
| Bank | Apple Pay | Google Pay | Bluecode |
|---|---|---|---|
| Erste Bank und Sparkassen | ✓ Ja | ✓ Ja, seit 14. Dezember 2022 | ✕ Nein |
| Raiffeisen | ✓ Ja, alle Raiffeisenbanken | ○ Eigene Android-Wallet (ELBA-pay) 2023; in der App prüfen | ✓ Ja |
| Bank Austria | ✓ Ja | ○ Eigene Android-Wallet 2023; in der App prüfen | ○ Nicht in der veröffentlichten Bankenliste |
| BAWAG und easybank | ✓ Ja | ✓ Ja, seit 2023 | ○ Nicht in der veröffentlichten Bankenliste |
| Volksbank | ✓ Ja, alle Volksbanken | ○ Nicht bestätigt | ✓ Ja |
| bank99 | ✓ Ja | ○ Nicht bestätigt | ✓ Ja |
| Oberbank, BKS, BTV | ✓ Ja | ○ Nicht bestätigt | ✓ Ja |
| N26, Revolut | ✓ Ja | ✓ Ja | ✕ Nein |
Apple Pay: Liste der teilnehmenden Banken in Österreich von Apple, geprüft am 12. Oktober 2026. Google Pay: Presseaussendung der Erste Group vom 14. Dezember 2022 und Berichte von futurezone.at aus 2023; Google veröffentlicht keine österreichische Bankenliste, „nicht bestätigt“ heißt also, dass wir es nicht prüfen konnten, nicht dass es fehlt. Bluecode: von der Blue Code International AG veröffentlichte Bankenliste (OTS, 26. Jänner 2021).
Apple Pay ist in Österreich die sichere Wahl: Apples eigene Liste nennt Erste Bank, jede Raiffeisenbank, Bank Austria, BAWAG, easybank, jede Volksbank, bank99, N26 und Revolut. Google Pay ist für die Erste Bank seit Dezember 2022 und für die BAWAG seit 2023 bestätigt. Raiffeisen und Bank Austria setzten stattdessen auf eigene Android-Wallets, prüfen Sie also die App, bevor Sie sich darauf verlassen.
Bluecode ist die österreichische Alternative. Die Blue Code International AG in Innsbruck betreibt eine QR-Code-Zahlung, die Sie €0 kostet und über mehr als 300 österreichische Banken funktioniert, darunter Raiffeisen, Volksbank, Oberbank, BKS, BTV und bank99. Sie wird bei Billa, Spar und Bipa angenommen, und über eine Partnerschaft mit ryd an mehr als 5.000 Tankstellen in Österreich und Deutschland (Jänner 2025). Die Lücke ist die größte Bankengruppe: Erste Bank und Sparkassen sind nicht im Netz.
Wallet-Zahlungen übernehmen den Schutz der Karte dahinter. Eine in Apple Pay hinterlegte Bankomatkarte behält ihr Chargeback-Recht. Bluecode bucht direkt von Ihrem Konto ab und verhält sich daher wie eine Überweisung: kostenlos und schnell, aber ohne Chargeback, wenn etwas schiefgeht.
Wie sollten Sie online zahlen: eps, Klarna, PayPal oder Karte?
| Methode | Gewinnt, wenn | Verliert, wenn | Kostenfalle |
|---|---|---|---|
| eps | Zahlung an FinanzOnline oder eine Behörde; Checkout am Computer; Sie wollen dem Shop keine Kartendaten geben | Der Shop ist Ihnen unbekannt: Es gibt kein Chargeback | Keine für Sie; braucht ein österreichisches Bankkonto |
| Bluecode | Supermarktkassa, Tankstelle, Geld an Freunde ohne IBAN senden | Sie sind bei der Erste, oder Sie sind im Ausland | Keine; kein Chargeback |
| Klarna | Sie wollen die Ware vor dem Zahlen prüfen; 14 bis 30 Tage gratis | Ihr Konto ist knapp, wenn die Abbuchung kommt | Mahnung ab etwa €1,40, Raten bis etwa 14% effektiv |
| PayPal | Ein unbekannter Shop ohne Kreditkartenzahlung; Euro an Freunde in der EU senden | Der Verkäufer besteht auf Freunde und Familie | Etwa 3 bis 4% bei Währungsumrechnung |
| Kreditkarte | Jeder Shop, den Sie nicht kennen; Buchungen mit Kaution | Sie zahlen nicht voll zurück: Zinsen laufen | Fremdwährungsgebühr bei Käufen außerhalb des Euro, je nach Karte |
Quellen: Preisliste von Payrexx, 11. Juni 2026 (eps-Händlergebühr); onlinesicherheit.gv.at, 27. Jänner 2025 (eps); Blue Code International AG und ryd, 15. Jänner 2025; jef.at und Kontrast, 26. April 2026 (Mahngebühr bei Klarna, nicht in einer Klarna-Preisliste bestätigt); Umrechnungsspanne von PayPal aus Gebührendaten für 2025. Die Zinssätze für Ratenzahlung stammen aus früherer Recherche und sollten in der Klarna-App geprüft werden.
Für Online-Zahlungen in Österreich gilt eine einfache Regel: eps für Shops und Behörden, denen Sie vertrauen, eine Kreditkarte oder PayPal mit Waren und Dienstleistungen für Shops, die Sie nicht kennen. eps, von den Banken über die STUZZA betrieben, leitet Sie in Ihr eigenes Online-Banking und kostet den Käufer €0, während der Shop 1,6 bis 2,4% zahlt. Es ist endgültig wie jede Überweisung. Klarna ist nur gratis, solange jeder Termin hält.
Klarna und PayPal sind nicht dieselbe Art Produkt. Die Klarna Bank AB, in Schweden lizenziert, leiht Ihnen den Kaufpreis für 14 bis 30 Tage oder teilt ihn in drei Raten, und schützt Sie vor allem, indem Sie die Zahlung während eines Streits pausieren können. PayPal (Europe), von der CSSF in Luxemburg beaufsichtigt, zahlt den Shop sofort und schützt Sie über einen Käuferschutzfall. Diesen Fall gibt es nur für Waren und Dienstleistungen, nie für Freunde und Familie.
Die Regeln für Buy now, pay later ändern sich am 20. November 2026. Das Verbraucherkreditgesetz 2026 (BGBl. I Nr. 36/2026) macht Raten und aufgeschobene Rechnungen von Klarna zum Verbraucherkredit, mit verpflichtender Bonitätsprüfung und einem Kreditverbot nach negativem Ergebnis. Davor wie danach führt ein versäumter Klarna-Termin zur selben Kette: Mahnung, Inkasso, dann ein KSV1870-Eintrag. Unser Ratgeber zu Inkasso erklärt, was ein Inkassobüro zusätzlich verlangen darf.
Wie bekommen Sie eine SEPA-Lastschrift zurück?
| Situation | Frist | Was die Bank tun muss | Gesetz |
|---|---|---|---|
| Sie haben das Mandat unterschrieben, bestreiten aber die Abbuchung | 8 Wochen ab der Abbuchung | Den vollen Betrag ohne Begründung erstatten, oder binnen 10 Geschäftstagen antworten | § 70 Abs. 1, § 71 Abs. 1 ZaDiG 2018 |
| Sie haben nie ein Mandat unterschrieben | 13 Monate ab der Abbuchung | Unverzüglich erstatten und das Konto wiederherstellen | § 65, § 67 ZaDiG 2018 |
| Die Bank lehnt ab | Jederzeit | Ihnen sagen, wo Sie sich beschweren können: Bankenschlichtung oder Gericht | § 71 Abs. 2 ZaDiG 2018 |
Gelesen anhand der konsolidierten Fassung des ZaDiG 2018 im RIS, 12. Oktober 2026.
Um eine SEPA-Lastschrift in Österreich zurückzuholen, öffnen Sie die Abbuchung in Ihrer Banking-App und wählen die Rückbuchung, oder Sie fragen in der Filiale. Binnen 8 Wochen nach der Abbuchung muss die Bank den vollen Betrag ohne Begründung zurückgeben, und sie hat 10 Geschäftstage, um zu erstatten oder eine Ablehnung zu begründen (§ 70 Abs. 1 und § 71 Abs. 1 ZaDiG 2018). Bei einer Lastschrift, die Sie nie autorisiert haben, beträgt die Frist 13 Monate.
Eine Erstattung beendet die Rolle der Bank, nicht die Schuld. Das Gesetz sagt es direkt: Das Erstattungsrecht lässt das Verhältnis zwischen Ihnen und dem Unternehmen unberührt (§ 70 Abs. 4). Haben Sie das Geld geschuldet, stellt Ihnen das Unternehmen es erneut in Rechnung, schlägt eigene Kosten für die Rücklastschrift auf und kann die Forderung einem Inkassobüro übergeben. Nutzen Sie die 8-Wochen-Erstattung für einen falschen Betrag, einen gekündigten Vertrag, der weiter abbucht, oder ein Unternehmen, das doppelt abgebucht hat, und teilen Sie dem Unternehmen schriftlich mit, warum Sie zurückgebucht haben.
Zwei Fallen erwischen Neuankömmlinge. Erstens gilt die bedingungslose Erstattung für SEPA-Basislastschriften, das Verbraucherverfahren; ein Firmenlastschrift-Mandat für ein Unternehmenskonto kann sie ausschließen. Zweitens muss die Bank eine nicht autorisierte Lastschrift ohne Entgelt erstatten. Zieht Ihre Bank für die Rückbuchung einer nie genehmigten Lastschrift eine Gebühr ab, wenden Sie sich an die kostenlose Bankenschlichtung, die 2025 55% ihrer abgeschlossenen Fälle einvernehmlich gelöst hat.
Was kostet eine geplatzte Lastschrift in Österreich?
| Bank und Konto | Gebühr, wenn eine Lastschrift mangels Deckung scheitert | Stand der Preisliste |
|---|---|---|
| easybank easy gratis | €6,90 plus Briefporto | 1. Jänner 2026 |
| Volksbank Salzburg, Kontomodell Direkt | €7,90 bis €3.999,99; €14,90 ab €4.000 | 1. April 2025 |
| BAWAG Basiskonto (VZKG-Konto) | €0 für die Verständigung über die Nichtdurchführung | 1. Jänner 2025 |
Gebühren aus der eigenen Preisliste jeder Bank. Erste Bank, Raiffeisen und Bank Austria veröffentlichen diese Gebühr in Preislisten der Kontomodelle, die wir nicht in datierter Fassung lesen konnten, daher fehlen sie. Suchen Sie in Ihrem eigenen Konditionenaushang nach „Nichtdurchführung mangels Deckung“ oder „Rückbelastung mangels Deckung“.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Die Rechnung selbst | €30,00 |
| Ihre Bank, gescheiterte Lastschrift | €6,90 bis €7,90, bei manchen Banken plus Porto |
| Bankspesen des Unternehmens, weiterverrechnet | €3,00 bis €8,75 |
| Mahnung des Unternehmens | etwa €2,50, nur tatsächliche Kosten |
| Gesamt vor einem Inkassobüro | etwa €42 bis €49, also 41 bis 64% auf die Rechnung |
| Wenn es zum Inkasso geht (Forderung unter €73) | bis €20,35 Bearbeitung plus €7,27 erste Mahnung, netto ohne USt |
Unsere Berechnung, Oktober 2026. Bankgebühren aus den Preislisten oben; die Spanne von €3 bis €8,75 auf Unternehmensseite und die Mahnung von €2,50 stammen aus Hinweisen der Arbeiterkammer und von Anwaltskanzleien, zusammengefasst in unserer Recherche (Mai 2026), und unterscheiden sich je Unternehmen. Die Inkasso-Zeile verwendet die Höchstsätze der Inkassogebührenverordnung, § 3 BGBl. Nr. 141/1996 in der geltenden Fassung, die ohne USt gelten und indexiert sind.
Eine geplatzte Lastschrift kostet Sie in Österreich doppelt. Ihre eigene Bank verrechnet die Nichtdurchführung: €6,90 plus Porto bei easybank, €7,90 bei der Volksbank Salzburg. Das Unternehmen, dem Sie Geld schulden, gibt dann die Rücklastschriftspesen seiner Bank von rund €3 bis €8,75 und eine Mahnung weiter. Bei einer Rechnung über €30 kommen so €12 bis €19 dazu, vor jedem Inkassobüro. Ein Basiskonto nach dem VZKG hält das billig: Die BAWAG verrechnet €0 für die Verständigung.
Das Unternehmen darf nur verrechnen, was die gescheiterte Lastschrift es tatsächlich gekostet hat. Nach § 1333 Abs. 2 ABGB kann ein Gläubiger die notwendigen Kosten der Eintreibung verlangen, und nur, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zur Forderung stehen. Eine pauschale „Bearbeitungsgebühr“ von €10 oder mehr für eine Rücklastschrift wird von Verbraucheranwälten regelmäßig als über den echten Kosten bekämpft. Verlangen Sie die Aufschlüsselung schriftlich, bevor Sie zahlen.
Die günstigste Lösung ist der Zeitpunkt. Wissen Sie, dass eine Lastschrift scheitern wird, überweisen Sie die Rechnung vor dem Fälligkeitstag und bitten Sie das Unternehmen, die Lastschrift nicht einzureichen, oder buchen Sie sie nach der Zahlung binnen 8 Wochen selbst zurück. Wird aus einer geplatzten Lastschrift ein Inkassofall, kommen die Gebühren des Inkassobüros dazu, und bei einer Forderung unter €73 können allein diese Höchstsätze €27,62 erreichen. Unser Ratgeber zu Inkasso erklärt, welche dieser Gebühren Sie ablehnen können.
Sind Echtzeitüberweisungen kostenlos in Österreich?
Ja. Seit 9. Oktober 2025 muss jede österreichische Bank Echtzeitüberweisungen in Euro senden können und darf dafür nicht mehr verlangen als für eine normale Überweisung. Das regelt die Verordnung (EU) 2024/886 über Echtzeitüberweisungen, die Banken schon ab 9. Jänner 2025 zum Empfang verpflichtete. Da normale Online-Überweisungen bei Erste Bank, Raiffeisen, Bank Austria, BAWAG, Volksbank und bank99 kostenlos sind, sind es Echtzeitüberweisungen auch. Das Geld kommt in unter 10 Sekunden an.
Am selben Tag kam die Empfängerüberprüfung. Verification of Payee vergleicht den eingegebenen Namen mit dem Namen am Empfängerkonto, bevor Sie bestätigen, und zeigt eines von drei Ergebnissen: Übereinstimmung, teilweise Übereinstimmung oder keine Übereinstimmung. Eine teilweise Übereinstimmung ist meist eine Schreibvariante. Keine Übereinstimmung ist die Warnung, die zählt, weil eine Echtzeitüberweisung nach dem Senden nicht zurückgerufen werden kann, und die Prüfung soll genau eine falsche IBAN auf einer Rechnung stoppen.
Manche österreichischen Banken verlangten vor 2025 €0,30 bis €0,55 je Echtzeitüberweisung. Verlangt eine Bank weiterhin einen Aufpreis, obwohl ihre normale Überweisung kostenlos ist, verweist die OeNB auf die Beschwerdestelle der FMA (OeNB-FAQ, 20. Mai 2026). Banken dürfen weiterhin ein Tageslimit für Echtzeitüberweisungen setzen, das Sie meist in der App senken oder erhöhen können. Für Überweisungen ins Ausland lesen Sie unseren Ratgeber zu Auslandsüberweisungen.
Wie bezahlen Sie einen Zahlschein oder eine Rechnung mit QR-Code?
Scannen Sie ihn mit Ihrer Banking-App. Ein Zahlschein, auch Erlagschein genannt, ist der Papierbeleg, den österreichische Energieversorger, Vermieter und Behörden noch verschicken. Viele tragen inzwischen einen QR-Code, der IBAN, Betrag und Zahlungsreferenz in der App ausfüllt, die Online-Überweisung kostet also €0. Am Bankschalter bezahlt, kostet derselbe Beleg Geld: €3,96 je Schaltertransaktion bei der Erste Bank, und €3 bis €7 bei österreichischen Banken insgesamt.
Die Schaltergebühr trifft kleine Rechnungen am stärksten. Ein Zahlschein über €20, am Schalter der Erste Bank bezahlt, kostet €23,96, also 20% mehr; einer über €10 kostet 40% mehr. Wer kein Online-Banking nutzen kann, fährt mit einem Dauerauftrag oder einer Lastschrift günstiger, einmal in der Filiale eingerichtet, statt jeden Beleg am Schalter zu bezahlen.
Übernehmen Sie die Zahlungsreferenz genau. Energieversorger und Finanzamt ordnen Zahlungen über sie zu, und eine Überweisung mit falscher Referenz kann als nicht zuordenbar verbucht werden. So wird aus einer bezahlten Rechnung eine Mahnung. Der QR-Code verhindert das, ein Grund, auch am Computer zu scannen statt zu tippen.
Zahlungen an das Finanzamt
FinanzOnline akzeptiert eps, Sie können einen Steuerbescheid also direkt von Ihrem österreichischen Konto bezahlen, ohne eine IBAN einzugeben. Eine eps-Zahlung an eine Behörde ist genauso endgültig wie eine an einen Shop, aber hier ist das genau richtig.
Welches Gesetz schützt Sie, wenn eine Zahlung schiefgeht?
Jede Zahlungsmethode auf dieser Seite außer Bargeld fällt unter das Zahlungsdienstegesetz 2018, das österreichische Gesetz zur Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie. Es legt die Meldefrist von 13 Monaten fest, die Pflicht der Bank zur Erstattung nicht autorisierter Zahlungen, die Grenze von €50 für Ihre Haftung bei einer verlorenen Karte und die 8-Wochen-Erstattung bei Lastschriften. Der Block unten nennt Gesetz, Aufsicht und den kostenlosen Beschwerdeweg.
| Die Rechtsgrundlagen zu dieser Seite | ZaDiG § 80 |
|---|---|
| Gesetz | ZaDiG 2018, § 80: Haftung der Bank für nicht erfolgte, fehlerhafte oder verspätete Zahlungen |
| Aufsicht | FMA, Bereich Konto, und die OeNB für den Zahlungsverkehr |
| Gratis-Tool | Bankenschlichtung, für Verbraucher kostenlos |
| Ihr Recht | Eine nicht autorisierte Buchung ist unverzüglich zu erstatten und das Konto wiederherzustellen (§ 67 ZaDiG 2018). Wird eine Zahlung nicht, fehlerhaft oder verspätet ausgeführt, haftet die Bank dafür und ersetzt Entgelte und Zinsen (§§ 80, 82 ZaDiG 2018). Beanstanden Sie unverzüglich, spätestens 13 Monate nach der Belastung (§ 65 ZaDiG 2018). Der Weg zur Bankenschlichtung ist für Sie kostenlos. |
| Gilt seit | 1. Juni 2018 |
Gehen Sie der Reihe nach vor. Beschweren Sie sich zuerst schriftlich bei der Bank und notieren Sie das Datum. Lehnt sie ab oder antwortet nicht, vermittelt die Bankenschlichtung kostenlos. Verstößt eine Bank selbst gegen die Regeln, etwa mit einem Aufpreis für eine Echtzeitüberweisung, ist das ein Fall für die FMA. Bei einem Streit mit einem Händler, für den die Bank nichts kann, berät die Arbeiterkammer Arbeitnehmer in Österreich kostenlos.
Häufig gestellte Fragen
Kann man eine SEPA-Lastschrift nach 8 Wochen noch zurückholen?
Nur wenn Sie sie nie autorisiert haben. Binnen 8 Wochen ab der Abbuchung bekommen Sie das Geld ohne Angabe von Gründen zurück (§ 70 Abs. 1 und § 71 Abs. 1 ZaDiG 2018). Danach bleibt eine autorisierte Lastschrift bestehen. Eine Lastschrift ohne Mandat können Sie bis 13 Monate nach dem Abbuchungstag melden (§ 65), und die Bank muss sie unverzüglich erstatten (§ 67).
Hat eps einen Käuferschutz?
Nein. Eine eps-Zahlung ist eine Überweisung, die Sie in Ihrem eigenen Online-Banking freigeben, sie ist also mit der Bestätigung endgültig. Es gibt kein Chargeback. Liefert ein Shop nie, bleiben nur ein Rückrufantrag über Ihre Bank und eine Anzeige bei der Polizei. Nutzen Sie bei unbekannten Shops eine Kreditkarte oder PayPal mit Waren und Dienstleistungen.
Ist PayPal Freunde und Familie in Österreich geschützt?
Nein. Der PayPal-Käuferschutz gilt nur für Zahlungen als Waren und Dienstleistungen. Eine Zahlung an Freunde und Familie hat keinen Käuferschutz, und genau deshalb verlangen Betrüger auf Marktplätzen sie. Innerhalb der EU in Euro kosten beide Varianten den Käufer €0, das Risiko bei einem Fremden spart also nichts.
Was kostet eine geplatzte Lastschrift in Österreich?
Ihre eigene Bank verrechnet die nicht durchgeführte Lastschrift: easybank €6,90 plus Briefporto (Preisliste Stand 1. Jänner 2026), Volksbank Salzburg €7,90 bis €3.999,99 und €14,90 darüber. Das Unternehmen, dem Sie Geld schulden, schlägt dann eigene Kosten auf, meist €3 bis €8,75 plus eine Mahngebühr. Unser Rechenbeispiel kommt bei einer geplatzten Lastschrift über €30 auf €42 bis €49, bevor ein Inkassobüro beteiligt ist.
Müssen Geschäfte in Österreich Bargeld oder Karten annehmen?
Euro-Banknoten und -Münzen sind gesetzliches Zahlungsmittel, aber kein österreichisches Gesetz verpflichtet ein Geschäft, Karten anzunehmen. Ein Café oder Marktstand nur mit Bargeld ist also zulässig. Niemand muss mehr als 50 Münzen in einer Zahlung annehmen. Bargeld machte in der Zahlungsmittelstudie der OeNB für 2025 noch 55% der Zahlungen an der Kassa und 45% ihres Werts aus.
Kann man in Österreich Bargeld auf N26 oder Revolut einzahlen?
Praktisch nicht. N26 betreibt sein Einzahlungsnetz Cash26 in Deutschland, nicht in Österreich, und keine der beiden App-Banken hat hier Filialen. Haben Sie mit Bargeld zu tun, behalten Sie zusätzlich ein österreichisches Filialkonto: Eine Einzahlung am Gerät der eigenen Bank kostet bei Erste, Raiffeisen und Bank Austria €0, eine Einzahlung am Schalter der Erste €3,96.
Sind Echtzeitüberweisungen in Österreich kostenlos?
Ja, überall dort, wo eine normale Euro-Überweisung kostenlos ist. Seit 9. Oktober 2025 verpflichtet die Verordnung (EU) 2024/886 über Echtzeitüberweisungen jede österreichische Bank, Echtzeitüberweisungen in Euro zu senden, und verbietet, dafür mehr als für eine normale Überweisung zu verlangen. Am selben Tag wurde die Empfängerüberprüfung, Verification of Payee, Pflicht. Melden Sie eine Bank, die noch einen Aufpreis verlangt, der FMA.
Was ändert sich für Klarna in Österreich am 20. November 2026?
Ab 20. November 2026 behandelt das Verbraucherkreditgesetz 2026 (BGBl. I Nr. 36/2026) Buy now, pay later als Verbraucherkredit. Klarna und ähnliche Anbieter müssen dann zuerst Ihre Kreditwürdigkeit prüfen und dürfen nach einer negativen Prüfung keinen Kredit gewähren. Pünktliches Zahlen kostet weiterhin €0; eine versäumte Zahlung führt weiterhin zu Mahnung, Inkasso und KSV1870-Eintrag.
Quellen: ZaDiG 2018 im RIS (§§ 65, 67, 68, 70, 71), gelesen am 12. Oktober 2026; Verordnung (EU) 2024/886 und OeNB-FAQ zu Echtzeitüberweisungen, 20. Mai 2026; OeNB-Zahlungsmittelstudie 2025, veröffentlicht am 29. April 2026; Apples Liste der teilnehmenden Banken in Österreich, 12. Oktober 2026; Presseaussendung der Erste Group, 14. Dezember 2022; Preislisten von easybank (1. Jänner 2026), Volksbank Salzburg (1. April 2025) und BAWAG (1. Jänner 2025); travel-dealz.de (24. August 2026) und gratis-konto.at (11. März 2025, 22. Februar 2024) für Bankomat- und Schaltergebühren; Jahresbericht 2025 der Bankenschlichtung; Phishing-Bericht des BMASGPK, 18. Mai 2026.
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