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Pflichtabgaben in Österreich: Was jeder Haushalt zahlt (2026)

Jules de Bruin
Jules de BruinEinwohner in Wien

Aktualisiert: | 4 weitere Personen fanden das hilfreich

Automatische Abgaben

Mit der Meldung des Hauptwohnsitzes (Meldezettel) landet Ihr Haushalt automatisch beim ORF-Beitrag: €15,30 pro Monat, €183,60 im Jahr, ohne Fernseher und ohne Kündigungsmöglichkeit. Dazu kommen €25,00 e-card-Serviceentgelt, €7,55 je Rezept und bei Angestellten 18,07% des Bruttobezugs an Sozialversicherung plus 0,5% AK-Umlage. Ein Wiener Haushalt ohne Auto und ohne Kirche zahlt rund €760 im Jahr, noch vor dem Lohnabzug.

Wie viel zahlen drei österreichische Haushalte im Jahr?

Abgabe (pro Jahr, 2026)A. Single, angestellt, Wien, €42.000 bruttoB. Familie zu viert, Graz, €60.000 bruttoC. Pensionistin, Linz, €1.300 netto im Monat
Sozialversicherung, Dienstnehmeranteilrund €7.350 (18,07%)rund €10.900rund €790 (nur Krankenversicherung, 5,1% der Pension)
AK-Umlage, 0,5% brutto€210€300fällt nicht an
ORF-Beitrag€183,60 (Wien)€240,00 (Steiermark)€183,60 (Oberösterreich), €0 mit Befreiung
e-card-Serviceentgelt€25,00€25,00 (nur Hauptversicherter)€0 im Jahr 2026, €26,85 ab 2027
Müll, Wasser und Kanal€52,79 Müllabfuhr plus rund €497 Wasser und Kanal bei 100 m³rund €600 bis €750 bei 120 m³ (ungeprüfte Bandbreite)rund €450 bis €600 (ungeprüfte Bandbreite)
Rezeptgebühren, gedeckelt€0 bis €309,55bis rund €800 (2% des Nettoeinkommens)€0 bis €309,55
Bewohnerparken, wenn Sie ein Auto haben€199,70 (Wien, online), €202,00 seit 1. September 2026€229 (Graz)nicht enthalten
Kirchenbeitrag, bei Mitgliedschaftrund €460 (1,1%)rund €560 (zwei Kinder, 14% Abschlag)rund €170
Hundeabgabe, bei einem Hund€72 (Wien, erster Hund)rund €50 bis €60 (ungeprüft)nicht enthalten
Pflicht-Kern, ohne Lohnsteuerrund €8.320rund €12.900rund €1.600 bis €1.900

Berechnet für 2026. Der Pflicht-Kern umfasst Sozialversicherung, AK-Umlage, ORF-Beitrag, e-card-Serviceentgelt sowie Müll, Wasser und Kanal. Lohnsteuer und die optionalen Zeilen (Parken, Kirche, Hund) sind nicht enthalten. Graz und Linz veröffentlichen ihre Gemeindeabgaben nur als Bandbreite, die Summen für B und C sind daher Näherungswerte. Quellen: OBS, ÖGK, Dachverband der Sozialversicherungsträger, wien.gv.at, Stand August 2026.

Drei österreichische Haushalte, drei sehr unterschiedliche Rechnungen. Der Single in Wien zahlt rund €8.320 im Jahr an Pflichtabgaben, noch vor der Lohnsteuer, und €7.350 davon sehen das Konto nie, weil die Lohnverrechnung sie zuerst abzieht. Die Familie in Graz zahlt rund €12.900, getrieben vom höheren Bruttobezug und von der steirischen Landesabgabe von €4,70 im Monat. Die Pensionistin in Linz zahlt rund €1.600 bis €1.900, überwiegend die 5,1% Krankenversicherung aus der Pension.

Ohne Lohnabzüge wird das Bild handlicher. Ein Wiener Haushalt ohne Auto, ohne Kirchenmitgliedschaft und ohne Hund zahlt weiterhin rund €760 im Jahr: €183,60 ORF-Beitrag, €25,00 e-card und rund €550 für Müll, Wasser und Kanal. Das ist die Untergrenze. Kündbar ist davon nichts, und nur beim ORF-Beitrag gibt es einen Befreiungsweg.

Zur Miete sehen Sie die Gemeindeabgaben nicht als eigene Rechnung. Müllabfuhr, Wasser und Kanal stecken in der Betriebskostenabrechnung der Hausverwaltung. Genau deshalb unterschätzen Zuziehende die Fixkosten. Vergleichen Sie die Werte hier mit Ihrer jährlichen Betriebskostenabrechnung, nicht mit der Monatsmiete. Für das Gesamtbudget hilft unser Leitfaden zu den Lebenshaltungskosten und der Leitfaden zur Einkommensteuer.

Zwei Termine für den Kalender

Die Steiermark streicht ihre Landesabgabe von €4,70 im Monat zum 1. Jänner 2027. Ein steirischer Haushalt fällt damit von €240,00 auf €183,60 im Jahr. Umgekehrt ist der Bundesbeitrag von €15,30 monatlich gesetzlich bis 2029 eingefroren, eine Valorisierung kommt also vorher nicht.

Illustration eines Steuerformulars mit Prozentzeichen, eines Münzstapels und eines Behördengebäudes, für das österreichische Steuersystem.
Stufen, Sätze und das Finanzamt: Steuern in Österreich.

Wie hoch ist der ORF-Beitrag und wer muss ihn zahlen?

BundeslandBundesbeitragLandesabgabeGesamt pro Jahr (2026)
Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg€15,30 im Monatkeine€183,60
Tirol€15,30 im Monat€3,10 im Monat€220,80
Burgenland€15,30 im Monat€4,60 im Monat€238,80
Kärnten€15,30 im Monat€4,60 im Monat€238,80
Steiermark€15,30 im Monat€4,70 im Monat, entfällt am 1. Jänner 2027€240,00

ORF-Haushaltsabgabe 2026. Quelle: OBS und oesterreich.gv.at, Stand August 2026.

Der ORF-Beitrag beträgt €15,30 pro Monat je Hauptwohnsitz, also €183,60 im Jahr, und der Bundesbeitrag ist bis 2029 eingefroren. Seit 1. Jänner 2024 ist er eine Haushaltsabgabe und hängt nicht mehr an Fernseher oder Radio. Vier Bundesländer heben eine Landesabgabe ein, die Rechnung reicht daher von €183,60 in Wien bis €240,00 in der Steiermark. Sie zahlen zwei-, sechs- oder zwölfmonatlich.

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die OBS gleicht ihr Register mit dem Zentralen Melderegister (ZMR) ab. Die Abgabe greift also in dem Moment, in dem Ihr Meldezettel eingetragen ist, und sie zieht bei einem Umzug mit. Wer nicht zahlt, riskiert eine Nachforderung bis zu drei Jahre rückwirkend samt Säumnisfolgen. Ein Zweitwohnsitz mit eigenem Hauptwohnsitz wird separat verrechnet, ein Hauptwohnsitz anderswo befreit ihn nicht.

Unternehmen zahlen nach einer eigenen Staffel. Sie richtet sich nach der Zahl der für die Kommunalsteuer gemeldeten Beschäftigten und reicht vom Einfachen bis zum 50-Fachen von €15,30 im Monat. Ihren eigenen Wert prüfen Sie am besten mit dem amtlichen, werbefreien Rechner der OBS auf obs.at.

Das Einfrieren hat ein Ablaufdatum, und die Debatte über danach läuft bereits. Im August 2026 hat die interimistische ORF-Generaldirektorin das gesetzliche Verfahren gestartet, in dem eine unabhängige Prüfungskommission klärt, ob der Beitrag den öffentlich-rechtlichen Auftrag noch finanziert. Laut Medienberichten steht eine Erhöhung um rund 10 % ab 2028 im Raum, was den Jahresbetrag über €200 heben würde, entschieden war aber nichts, so VOL.at am 25. August 2026. Unabhängig davon fallen die €93 Millionen pro Jahr aus dem Bundesbudget für den ORF ab 2027 weg. Solange das Gesetz nicht geändert wird, zahlen Sie €15,30.

Was Einwohner berichten

  • − Einhebung ORF-Beitrag: Ein langjähriger Zahler mit Betrieb an der Wohnadresse erhielt im Dezember 2024 eine Zahlungsaufforderung über €183,60, weil er Kommunalsteuer zahlt. Die Ausnahme Wohnsitz gleich Betriebsstätte musste er selbst per Formular beantragen, bekam automatische Antworten und im Mai 2025 eine letzte Mahnung. (Der Standard, Juni 2025)

Sinngemäß wiedergegeben aus öffentlichen Beiträgen, jeweils datiert und verlinkt. Eine kleine Auswahl, keine repräsentative Umfrage.

Wie beantrage ich die Befreiung vom ORF-Beitrag?

HaushaltNettoeinkommensgrenze 2026Erhöhte Grenze bei Krankheit oder Gebrechen
Alleinstehend€1.308,39 im Monat€1.504,65 im Monat
Ehepaar oder Lebensgemeinschaft€2.064,12 im Monat€2.373,74 im Monat
Je Kindzusätzlich €201,88 im Monatzählt, solange das eigene Einkommen des Kindes €481,23 nicht übersteigt

Ausgleichszulagen-Richtsätze 2026, also die Grenzen, die die OBS bei Befreiungsanträgen anwendet. Quelle: OBS, ÖGK.

Die Befreiung ist der einzige Weg aus dem ORF-Beitrag, und sie spart €183,60 bis €240,00 im Jahr. Anspruch haben Sie mit Ausgleichszulage, mit einem Haushaltsnettoeinkommen bis zum Richtsatz oben, mit Blinden- oder Gehörlosenzuschuss, bei bestehender Rezeptgebührenbefreiung aus sozialen Gründen oder mit Pflegegeld ab Stufe 3. Ehepartnerinnen und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind mitbefreit.

Die vier Schritte

  1. 1Prüfen Sie Ihr Haushaltsnettoeinkommen gegen die Richtsatz-Tabelle oben. Maßgeblich ist das Nettoeinkommen aller Personen am Hauptwohnsitz.
  2. 2Stellen Sie den Antrag bei der ORF-Beitrag Service GmbH (OBS), online auf obs.at oder per Post. Die Befreiung ist der alten GIS-Befreiung gleichgestellt.
  3. 3Legen Sie die Einkommensnachweise bei. Wer Ausgleichszulage bezieht, gilt ohne eigene Einkommensberechnung als anspruchsberechtigt.
  4. 4Tragen Sie die Verlängerung ein. Eine Befreiung nach den neuen Regeln läuft höchstens fünf Jahre, danach brauchen Sie einen neuen Antrag, sonst startet die Vorschreibung wieder.

Zwei Fallen kosten regelmäßig Geld. Ein Zweitwohnsitz zahlt seinen eigenen Beitrag, und ein Hauptwohnsitz anderswo ist kein Befreiungsgrund. Und die Fünfjahresfrist ist neu: Die alten GIS-Befreiungen waren unbefristet, wer eine mitgenommen hat, braucht also eine Erinnerung im Kalender statt der Annahme, sie laufe ewig.

Welches Gesetz und welche Behörde stehen hinter der Abgabe?

Die Haushaltsabgabe ist gesetzlich angeordnet und nicht vertraglich vereinbart. Deshalb gibt es keine Kündigung, und deshalb steht die Befreiungsprüfung im Gesetz und nicht im Ermessen des Senders. Der Block unten nennt das Gesetz, die zuständige Stelle, den amtlichen Gratis-Rechner und Ihr konkretes Recht.

Für die übrigen Abgaben auf dieser Seite gilt dieselbe Logik. Das e-card-Serviceentgelt steht in § 31c ASVG, die AK-Umlage im Arbeiterkammergesetz, Müll- und Wassergebühren in den Verordnungen der jeweiligen Gemeinde auf RIS, und die Wiener Hundeabgabe im Wiener Hundeabgabegesetz. Verhandelbar ist keine davon. Die einzigen Hebel sind die Befreiungswege und, beim Kirchenbeitrag, die Mitgliedschaft selbst.

Wie wird der Kirchenbeitrag berechnet?

ReligionsgemeinschaftSatzBemessungsgrundlage
Römisch-katholisch, Diözesen Wien, Salzburg, Linz, Graz und Eisenstadt1,1%Jahreseinkommen abzüglich Werbungskostenpauschale
Römisch-katholisch, Diözese Innsbruck1,0%Jahreseinkommen abzüglich Werbungskostenpauschale
Evangelisch (Augsburger Bekenntnis)1,5%Einkommensteuerbemessungsgrundlage, Pauschalstaffel
Altkatholisch2%Einkommensteuer
Israelitische Kultusgemeinde1%Einkommensteuergrundlage, Einhebung über den Dienstgeber möglich

Sätze mit Stand August 2026. Die Diözesansätze liegen zwischen 1,0% und 1,1%, prüfen Sie daher das Schreiben Ihrer eigenen Diözese.

Der Kirchenbeitrag ist keine staatliche Steuer, für die rund 4,9 Millionen gemeldeten Katholikinnen und Katholiken verhält er sich aber wie eine: Die Diözese bemisst, schreibt vor und betreibt ein. Der Regelsatz liegt bei 1,1% des Einkommens nach Werbungskostenpauschale, aus €42.000 brutto wird also eine Vorschreibung von rund €460 im Jahr. Innsbruck verrechnet 1,0%, evangelische Mitglieder zahlen 1,5% der Steuerbemessungsgrundlage.

Zwei Erleichterungen senken die Vorschreibung. Je Kind sinkt der Beitrag um 7%, bei zwei Kindern also um 14%, und für Geringverdienende sowie Studierende gelten Einkommensfreigrenzen der Diözese. Dazu kommt: Der tatsächlich gezahlte Beitrag ist als Sonderausgabe bis €600 im Jahr absetzbar, was je nach Grenzsteuersatz rund €110 bis €240 zurückbringt. Der Abzug steht der römisch-katholischen Kirche und weiteren anerkannten Religionsgemeinschaften offen.

Illustration eines Einkaufswagens, eines Wohnhauses und eines Verkehrssymbols, für den Alltag und die Mobilität in Österreich.
Alltag und Mobilität in Österreich.

Wie trete ich in Österreich aus der Kirche aus?

Was der Austritt bringt

  • Der Beitrag entfällt, rund €460 im Jahr bei €42.000 Einkommen.
  • Die Erklärung selbst kostet €0, bei jeder Bezirksverwaltungsbehörde.
  • Sie wirkt rasch, nämlich mit dem letzten Tag des Monats der Erklärung.
  • Sie ist umkehrbar. Ein Wiedereintritt ist jederzeit möglich.

Was der Austritt kostet

  • Der Sonderausgaben-Abzug bis €600 im Jahr entfällt.
  • Kirchliche Leistungen enden, auch das kirchliche Begräbnis und die Sakramente.
  • Die Diözese verrechnet noch den anteiligen Restbetrag bis Monatsende.
  • Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde erklären den Austritt bei der Gemeinde selbst, nicht bei der Bezirksverwaltung.

Der Kirchenaustritt ist in Österreich ein Verwaltungsakt und kein kirchlicher Akt, und er ist gratis. Sie erklären ihn persönlich oder schriftlich bei der Bezirksverwaltungsbehörde, also beim Magistrat in der Stadt oder bei der Bezirkshauptmannschaft im Bezirk, oder beim Standesamt. Bringen Sie einen Lichtbildausweis mit. Eine Gebühr fällt nicht an, entgegen dem hartnäckigen Gerücht, der Austritt koste etwas.

Die drei Schritte

  1. 1Gehen Sie zur Bezirksverwaltungsbehörde Ihrer Meldeadresse oder schicken Sie eine schriftliche Erklärung. Manche Behörden vergeben Termine online.
  2. 2Weisen Sie sich mit Lichtbildausweis aus und nennen Sie die Religionsgemeinschaft. Die Behörde nimmt die Erklärung auf und verständigt die Gemeinschaft.
  3. 3Rechnen Sie mit einer letzten Vorschreibung. Bei Römisch-Katholischen wirkt der Austritt in der Diözese mit dem letzten Tag des Monats der Erklärung, die Monate davor werden verrechnet.

Die Rechnung ist weniger eindeutig, als sie aussieht. Der Austritt spart die vollen 1,1%, bei €42.000 also rund €460, nimmt Ihnen aber einen Sonderausgaben-Abzug im Wert von rund €110 bis €240 Steuerrückvergütung. Die Ersparnis netto liegt damit unter dem Schlagzeilenwert. Rechnen Sie es gegen die Regeln zur Einkommensteuer durch, bevor Sie entscheiden.

Was kosten Müll, Wasser und Kanal in den größten Städten?

StadtMüllabfuhrWasserKanal
Wien€52,79 im Jahr je Wohneinheit€2,37 je m³ plus Bereitstellungsentgelt nach Zählergröße€2,60 je m³ Frischwasserbezug
GrazTonnensystem: Grundgebühr plus Leerung nach Volumen. Kein veröffentlichter Haushaltswert (ungeprüft)rund €1,70 bis €1,90 je m³ (ungeprüft)rund €2,00 bis €2,30 je m³ (ungeprüft)
LinzTonnensystem über die Abfallwirtschaft Linz. Kein veröffentlichter Haushaltswert (ungeprüft)rund €1,50 bis €1,80 je m³ (ungeprüft)nicht veröffentlicht (ungeprüft)
Salzburg€258,44 im Jahr für eine 120-Liter-Tonne, wöchentlich entleertrund €1,60 je m³ (ungeprüft)verbrauchsabhängig (ungeprüft)
Innsbruck€0,3481 je Woche und Wohnraumeinheit plus €0,0521 je Liter; 60-Liter-Sack €4,80rund €1,60 bis €1,90 je m³ (ungeprüft)nicht veröffentlicht (ungeprüft)
Ländliche Referenz, Tiroler Gemeinde€13,18 netto je Einheit plus €13,18 je Person für Biomüll, dazu €0,46 je kg Restmüll und €0,31 je kg Biomüllvon der Gemeinde festgesetztvon der Gemeinde festgesetzt

Gemeindeabgaben 2026. Quellen: wien.gv.at (MA 48, Wiener Wasser, Wien Kanal), stadt-salzburg.at, innsbruck.gv.at sowie die Tiroler Abfallgebührenverordnung auf RIS. Graz und Linz veröffentlichen keinen vergleichbaren Haushaltswert, diese Felder sind daher als ungeprüft gekennzeichnet und nicht geschätzt.

Einen österreichischen Durchschnitt gibt es hier nicht, weil Müll, Wasser und Kanal Gemeinde für Gemeinde festgesetzt werden. Wien verrechnet €52,79 im Jahr Müllabfuhrabgabe, €2,37 je m³ Wasser und €2,60 je m³ Kanal. Ein Einpersonenhaushalt mit 100 m³ landet damit bei rund €550 im Jahr. Alle drei Posten stiegen 2026: Müll von €50,52, Wasser von €2,27, Kanal von €2,49.

Der strukturelle Unterschied verläuft zwischen Stadt und Land, nicht zwischen den Städten. Wien, Salzburg, Graz und Linz verrechnen Müll nach Tonnenvolumen und Entleerungen: Salzburg verlangt €258,44 im Jahr für eine wöchentlich entleerte 120-Liter-Tonne, zuvor €248,56, vorgeschrieben quartalsweise am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November, eine Sperrmüllabfuhr pro Jahr inklusive. Ländliche Gemeinden verrechnen stattdessen nach Gewicht und Personenzahl: Die Tiroler Referenzgemeinde verlangt €0,46 je kg Restmüll und €13,18 je Person für Biomüll.

Innsbruck kombiniert beides: €0,3481 je Woche und Wohnraumeinheit plus €0,0521 je Liter Tonnenvolumen, quartalsweise fällig, was einen Zweipersonenhaushalt bei rund €150 bis €250 im Jahr einordnet. Zusatzsäcke werden überall separat verrechnet: €4,80 für den 60-Liter-Restmüllsack in Innsbruck, €5,40 in Salzburg und €3,20 für den 80-Liter-Biosack in Salzburg. In Graz kostet jede Einfahrt in den Ressourcenpark €7 für Mengen bis 200 kg.

Zur Miete kommt das alles über die Betriebskosten und nie als Rechnung auf Ihren Namen. Optional wird es dadurch nicht, nur unsichtbar. Fordern Sie einmal im Jahr die aufgeschlüsselte Betriebskostenabrechnung an und prüfen Sie die Positionen Müll und Wasser gegen die Werte oben, bevor Sie eine Erhöhung akzeptieren. Unser Wohnungsleitfaden erklärt, was eine Hausverwaltung weiterverrechnen darf.

Was kostet Bewohnerparken in Wien und den Landeshauptstädten?

Wiener Parkpickerl, 12 MonateOnline mit ID AustriaPersönlich
Parkometerabgabe, €13 im Monat€156,00€156,00
Bundesabgabe€13,00€21,00
Verwaltungsabgabe bis 31. August 2026€30,70€35,70
Verwaltungsabgabe ab 1. September 2026€33,00€50,00
Gesamt bis 31. August 2026€199,70€212,70
Gesamt ab 1. September 2026€202,00€227,00

Wiener Parkpickerl 2026. Dieselben Preise gelten in allen 23 Bezirken. Quelle: wien.gv.at und wien.ORF.at.

LandeshauptstadtBewohnerparken pro JahrAnmerkung
Linz€61,10Günstigste Landeshauptstadt
Salzburg€114Bewohnerparkausweis
Innsbruck€155,16Anrainerkarte
Wien€199,70 online, €212,70 persönlich, seit 1. September 2026 €202,00 und €227,00Parkpickerl, alle 23 Bezirke
Graz€229Bewohnerparkkarte, nach Zonen

Vergleich der Landeshauptstädte mit Stand Mai 2026, Quelle linza.at. Klagenfurt, St. Pölten, Eisenstadt und Bregenz führen eigene Ordnungen und sind hier nicht geprüft.

Ein Wiener Parkpickerl kostet €13 im Monat Parkometerabgabe, also €156 im Jahr, dazu die Antragsgebühren. Seit 1. September 2026 kommt ein Pickerl für 12 Monate online mit ID Austria auf €202,00 und persönlich auf €227,00, davor waren es €199,70 und €212,70. Die Abgabe stieg am 1. Jänner 2026 von €10 auf €13 im Monat, ein Plus von 30%, das die Berichterstattung bestimmte.

Das hartnäckigste Gerücht ist ein Bezirkszuschlag. Es gibt keinen. Der Preis ist in allen 23 Bezirken identisch, auch im 1. Bezirk, und das Pickerl gilt für den Bezirk Ihrer Meldeadresse. Die Laufzeit reicht von 4 bis 24 Monaten. Die Kurzparkzonen gelten Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr, ein Zwei-Stunden-Parkschein kostet 2026 €6,80.

Zwischen den Landeshauptstädten ist die Spanne groß genug, um bei einem Umzug zu zählen. Linz verlangt €61,10 im Jahr, Graz €229, ein Unterschied von fast €168 für dieselbe Leistung. Der Online-Antrag in Wien sparte bis 31. August 2026 €13 im Jahr, seither ist der Abstand größer, nämlich €202,00 gegenüber €227,00.

Illustration eines Zuges, eines Tickets und eines Verkehrssymbols, für Bahn, Tickets und öffentlichen Verkehr in Österreich.
Bahn, Ticket, Öffis: unterwegs in Österreich.

Wie hoch ist die Hundeabgabe in Österreich?

OrtErster HundJeder weitere HundAnmerkung
Wien€72 im Jahr€105 im JahrAb 1. Jänner 2027 einheitlich €120 je Hund, €240 für Listenhunde
Grazrund €50 bis €60 (ungeprüft)höherZuschlag für Listenhunde
Linzrund €55 (ungeprüft)höherFestsetzung durch die Gemeinde
Stadt Salzburgrund €45 bis €60 (ungeprüft)höherJede Gemeinde setzt ihren eigenen Satz fest
Niederösterreichische Gemeindenhäufig €25 bis €60 (ungeprüft)unterschiedlichFestsetzung je Gemeinde

Hundeabgabe 2026. Die Wiener Werte stammen von wien.gv.at, die übrigen Städte veröffentlichen ihre Sätze nur über einzelne Gemeindeverordnungen, diese Felder sind daher als ungeprüft gekennzeichnet.

Die Hundeabgabe ist Landessache und wird in der Praxis je Gemeinde festgesetzt, einen bundesweiten Satz gibt es nicht. Wien verrechnet 2026 €72 im Jahr für den ersten Hund und €105 für jeden weiteren, bei einem gesetzlichen Höchstwert von €72,67 für den ersten Hund nach dem Wiener Hundeabgabegesetz. Wien befreit einkommensschwache Halterinnen und Halter sowie Hunde aus dem Tierheim.

Eine kräftige Erhöhung ist bereits beschlossen. Ab 1. Jänner 2027 gelten in Wien einheitlich €120 je Hund und €240 im Jahr für Listenhunde, beschlossen im Dezember 2025. Für einen Haushalt mit einem Hund sind das €48 mehr pro Jahr. Die Anmeldung ist von der Versicherung zu trennen: In Wien ist eine Haftpflichtdeckung vorgeschrieben, dazu erklärt unser Leitfaden zur Hundehaftpflichtversicherung alles Weitere.

Was kosten e-card-Serviceentgelt und Rezeptgebühr?

Abgabe20262027Einhebung
e-card-Serviceentgelt, § 31c ASVG€25,00€26,8515. November des Vorjahres über Dienstgeber, AMS oder Pensionsträger
Rezeptgebühr je Packung€7,55noch nicht veröffentlichtIn der Apotheke
Jahresdeckel für Rezeptgebühren2% des Jahresnettoeinkommens1,875%Automatisch über das Heilmittelkostenkonto
Mindestobergrenze41 Gebühren, €309,55noch nicht veröffentlichtDer jeweils niedrigere Wert gilt

Quelle: ÖGK und oesterreich.gv.at, Stand August 2026. Der Deckel sinkt stufenweise: 2% im Jahr 2026, 1,875% 2027, 1,75% 2028, 1,625% 2029 und 1,5% 2030.

Das e-card-Serviceentgelt beträgt €25,00 für 2026, zuvor €13,80, nach der Neufestsetzung im Budgetbegleitgesetz 2025. Eingehoben wurde es am 15. November 2025 über den Dienstgeber, das AMS oder den Pensionsträger, es erscheint also als Zeile in der Lohnverrechnung und nicht als Rechnung. Für 2027 steigt es auf €26,85, fällig am 15. November 2026, danach wird es nach § 108a ASVG jährlich valorisiert.

Mehrere Gruppen zahlen nichts: mitversicherte Angehörige, geringfügig Beschäftigte, Bezieher der Ausgleichszulage, aus sozialen Gründen von der Rezeptgebühr Befreite sowie Personen in Karenz oder Präsenzdienst am Stichtag. Pensionistinnen und Pensionisten sind 2026 befreit, ab 2027 aber zahlungspflichtig, das ist die größte Änderung auf dieser Seite für Pensionshaushalte. Bei Mehrfachversicherung können Sie das doppelt gezahlte Entgelt auf Antrag rückerstatten lassen.

Die Rezeptgebühr beträgt 2026 €7,55 je Packung und ist eingefroren, anders als fast jede andere Abgabe hier. Der Schutz liegt im Deckel: Sobald Ihre Rezeptgebühren im Kalenderjahr 2% Ihres Jahresnettoeinkommens erreichen, sind Sie für den Rest des Jahres befreit. Das läuft automatisch über das Heilmittelkostenkonto der e-card, ohne Antrag. Eine Mindestobergrenze von 41 Gebühren, also €309,55, greift bei kleinen Einkommen früher; oesterreich.gv.at nennt inklusive Anrechnung €314,01.

Zwei Punkte sind neu. Seit 1. Jänner 2026 zählen auch erstattungsfähige Medikamente unter €7,55 zum Deckel, was den Befreiungszeitpunkt für Menschen mit mehreren günstigen Rezepten vorzieht. Und der Deckel selbst sinkt stufenweise: 1,875% im Jahr 2027, dann 1,75%, 1,625% und schließlich 1,5% im Jahr 2030. Unabhängig vom Deckel können Sie bei der ÖGK eine Befreiung aus Einkommensgründen beantragen, mit denselben Grenzen von €1.308,39 und €2.064,12 wie beim ORF-Beitrag.

Illustration eines Schildes, eines Regenschirms und eines Gesundheitskreuzes, für Kranken-, Haushalts- und Haftpflichtversicherung in Österreich.
Gesundheit, Haushalt, Haftpflicht: Versicherung in Österreich.

Wie viel Sozialversicherung wird vom Lohn abgezogen?

ZweigDienstnehmeranteilDienstgeberanteilSumme
Krankenversicherung3,87%3,78%7,65%
Pensionsversicherung10,25%12,55%22,80%
Arbeitslosenversicherung3,00%, bei niedrigem Einkommen gestaffelt 0%, 1% oder 2%3,00%6,00%
Wohnbauförderungsbeitrag0,50%, Wien 0,75%0,50%, Wien 0,75%1,00%, Wien 1,50%
Unfallversicherungkeiner1,10%1,10%
Gesamtabzug vom Brutto18,07%, Wien 18,12%, mit AK-Umlage 18,57%rund 21% plus Lohnnebenkosten

Beitragssätze 2026. Quelle: Dachverband der Sozialversicherungsträger. Dienstgeber zahlen zusätzlich DB von 3,7%, den DZ-Zuschlag und 3% Kommunalsteuer.

Angestellte verlieren 18,07% des Bruttobezugs an die Sozialversicherung, noch vor der Lohnsteuer, in Wien 18,12%, weil der Wohnbauförderungsbeitrag dort höher ist. Mit der verpflichtenden AK-Umlage von 0,5% steigt der Abzug auf 18,57%. Nach oben begrenzt die Höchstbeitragsgrundlage den Beitrag, sie steigt 2027 mit einer Aufwertungszahl von 1,046 auf €7.410 im Monat.

Geringverdienende zahlen weniger als den Regelsatz, und die wenigsten wissen das. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ist gestaffelt: 0%, 1% oder 2% statt 3% unter einem Monatsbrutto von rund €2.225, €2.427 und €2.630. Die Staffel wird in der Lohnverrechnung automatisch angewendet. Unter der Geringfügigkeitsgrenze von €551,10 im Monat, die auch 2027 eingefroren bleibt, fällt nur die Unfallversicherung an.

Selbständige zahlen deutlich mehr, und zwar aus eigener Tasche. Die SVS hebt nach dem GSVG 26,83% der Beitragsgrundlage ein: 18,5% Pensionsversicherung, 6,8% Krankenversicherung und 1,53% Selbständigenvorsorge, dazu fix €155,40 im Jahr (€12,95 im Monat) Unfallversicherung. Die Mindestbeitragsgrundlage von €551,10 setzt die Untergrenze bei rund €160,81 im Monat oder €1.929,72 im Jahr, die Höchstbeitragsgrundlage von €8.085 monatlich deckelt bei rund €2.182 im Monat. Freiberufler nach dem FSVG zahlen 20% Pensionsversicherung.

Der klassische Gründerschock ist die Nachbemessung im dritten Jahr. Die SVS schreibt vorläufig auf einer angenommenen Grundlage vor und rechnet später gegen den tatsächlichen Gewinn ab, eine Nachzahlung im dritten Jahr ist also normal und kein Fehler. Melden Sie sich binnen acht Wochen, sobald Sie als Neue Selbständige die Versicherungsgrenze von €6.613,20 im Jahr überschreiten, denn die unterlassene Meldung kostet einen Zuschlag von 9,3%. Legen Sie die vollen 26,83% ab dem ersten Tag zur Seite.

Die Kammermitgliedschaft ist auf beiden Seiten verpflichtend. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanzieren die Arbeiterkammer mit 0,5% des Bruttobezugs in allen Bundesländern, Lehrlinge eingeschlossen, gedeckelt mit der Höchstbeitragsgrundlage. Dafür gibt es die AK-Beratung und den kostenlosen Steuerservice. Selbständige finanzieren die WKO über die Umlage 1 mit rund 0,3%, die Umlage 2 mit je nach Bundesland 0,04% bis 0,50% und eine Grundumlage von rund €55 bis €100 je Fachorganisation. Die meisten Einpersonenunternehmen landen bei €100 bis €300 im Jahr, Kleinstunternehmen unter €55.000 Umsatz sind von der Umlage 1 weitgehend befreit. Die genauen Sätze der Umlagen 1 und 2 für 2026 werden nicht einheitlich veröffentlicht, behandeln Sie diese beiden Prozentsätze daher als Richtwert und fragen Sie bei Ihrer Kammer nach.

Welche Pflichtabgaben ändern sich 2027?

AbgabeBisherNeuAb
Steirische ORF-Landesabgabe€4,70 im Monat, €240,00 im Jahrkeine, €183,60 im Jahr1. Jänner 2027
ORF-Bundesbeitrag€15,30 im Monateingefroren bei €15,30bis 2029
Bundeszuschuss an den ORF€93 Millionen pro Jahrentfällt; ORF-Prüfung des Beitrags ab 2028 läuft, keine Entscheidung2027
e-card-Serviceentgelt€25,00€26,85eingehoben am 15. November 2026
e-card-Entgelt für Pensionistenbefreitzahlungspflichtig, €26,852027
Rezeptgebühren-Deckel2% des Jahresnettoeinkommens1,875%, bis 2030 auf 1,5%2027
Wiener Hundeabgabe€72 erster Hund, €105 weitere€120 einheitlich, €240 Listenhunde1. Jänner 2027
HöchstbeitragsgrundlageAufwertungszahl 1,046 angewendet€7.410 im Monat2027
Geringfügigkeitsgrenze€551,10 im Monateingefroren bei €551,102027
Verwaltungsabgabe Parkpickerl Wien€30,70 online, €35,70 persönlich€33,00 online, €50,00 persönlich1. September 2026

Bestätigte Änderungen mit Stand September 2026; Zeile zum ORF-Zuschuss ergänzt am 12. Oktober 2026 nach VOL.at vom 25. August 2026. Quellen: OBS, ÖGK, wien.gv.at sowie die für 2027 veröffentlichten Sozialversicherungswerte des Dachverbands und BGBl. I Nr. 62/2026.

Zwei Termine gehören in den Kalender. Am 1. Jänner 2027 streicht die Steiermark ihre ORF-Landesabgabe von €4,70 im Monat, ein steirischer Haushalt fällt damit von €240,00 auf €183,60 im Jahr, eine Ersparnis von €56,40. Und der Bundesbeitrag von €15,30 ist gesetzlich bis 2029 eingefroren, die jährliche Valorisierung, die fast jede andere Abgabe hier trifft, gilt für ihn also nicht.

Pensionshaushalte trifft die Gegenbewegung. Pensionistinnen und Pensionisten zahlen 2026 kein e-card-Serviceentgelt, ab 2027 aber €26,85. Die Pensionen selbst steigen 2027 um 2,95% bis €6.930 monatlich, darüber um fixe €204,44. Hundehalterinnen und Hundehalter in Wien melden ihren Hund am besten vor dem 1. Jänner 2027 an: Der Satz steigt von €72 auf €120 je Hund.

Ein weiterer Termin liegt knapp außerhalb dieser Seite. Die gesenkte Elektrizitätsabgabe läuft am 31. Dezember 2026 aus, der Steueranteil jeder Haushaltsstromrechnung steigt damit ab 2027. Unser Leitfaden zu Strom und Gas verfolgt das gemeinsam mit den Netzgebühren und Abgaben, die rund die Hälfte einer österreichischen Energierechnung ausmachen.

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Wohnen, Kosten, Alltag: ankommen in Österreich.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der ORF-Beitrag 2026?

Der Bundesbeitrag beträgt €15,30 pro Monat, also €183,60 im Jahr, und ist gesetzlich bis 2029 eingefroren. Vier Bundesländer heben eine Landesabgabe ein: Steiermark €4,70 pro Monat (€240,00 im Jahr), Burgenland und Kärnten €4,60 (€238,80) sowie Tirol €3,10 (€220,80). Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg heben nichts ein.

Muss ich den ORF-Beitrag ohne Fernseher zahlen?

Ja. Seit 1. Jänner 2024 ist der ORF-Beitrag eine geräteunabhängige Haushaltsabgabe. Er fällt einmal je Hauptwohnsitz an, und die OBS gleicht ihn automatisch mit dem Zentralen Melderegister ab. Die Meldung des Hauptwohnsitzes (Meldezettel) löst die Zahlungspflicht aus.

Wer ist vom ORF-Beitrag befreit?

Bezieherinnen und Bezieher der Ausgleichszulage, Haushalte mit einem Nettoeinkommen bis €1.308,39 monatlich für Alleinstehende oder €2.064,12 für Paare, Empfänger des Blinden- oder Gehörlosenzuschusses, aus sozialen Gründen von der Rezeptgebühr Befreite sowie Pflegegeldbezieher ab Stufe 3. Den Antrag stellen Sie bei der OBS, die Befreiung läuft höchstens fünf Jahre.

Was passiert, wenn ich den ORF-Beitrag nicht zahle?

Die OBS kann den Beitrag bis zu drei Jahre rückwirkend nachfordern, zuzüglich Säumniszuschlag. Weil der Abgleich über das Zentrale Melderegister läuft, entfällt die Pflicht bei einem Umzug nicht, sie wandert an die neue Adresse mit.

Wie trete ich aus der Kirche aus und was kostet das?

Sie erklären den Austritt persönlich oder schriftlich bei der Bezirksverwaltungsbehörde, also beim Magistrat oder bei der Bezirkshauptmannschaft, oder beim Standesamt. Sie brauchen einen Lichtbildausweis. Der Austritt kostet €0. Für Römisch-Katholische wirkt er mit dem letzten Tag jenes Monats, in dem Sie ihn erklären, die Diözese verrechnet den Beitrag anteilig bis dahin.

Ist der Kirchenbeitrag absetzbar?

Ja, bis €600 im Jahr als Sonderausgabe, für die römisch-katholische Kirche und weitere anerkannte Religionsgemeinschaften. Bei €42.000 Bruttoeinkommen liegt der Beitrag mit dem Satz von 1,1% bei rund €460 im Jahr, also zur Gänze innerhalb der Grenze.

Wie hoch ist die Rezeptgebühr 2026 und ab wann greift der Deckel?

Die Rezeptgebühr beträgt €7,55 je Packung und ist 2026 eingefroren. Sobald Ihre Rezeptgebühren 2% Ihres Jahresnettoeinkommens erreichen, sind Sie für den Rest des Jahres befreit, automatisch über das Heilmittelkostenkonto der e-card und ohne Antrag. Eine Mindestobergrenze von 41 Gebühren, also €309,55, gilt zusätzlich. Seit 1. Jänner 2026 zählen auch erstattungsfähige Medikamente unter €7,55 mit.

Warum kostet die e-card 2026 plötzlich €25?

Das Budgetbegleitgesetz 2025 hat das Serviceentgelt nach § 31c ASVG von €13,80 auf €25,00 für 2026 angehoben. Eingehoben wurde es am 15. November 2025 über den Dienstgeber, das AMS oder den Pensionsträger. Für 2027 steigt es auf €26,85, fällig am 15. November 2026, danach wird es jährlich valorisiert.

Ist das Parkpickerl im 1. Bezirk teurer?

Nein. Die Parkometerabgabe beträgt €13 pro Monat in allen 23 Wiener Bezirken, ohne Bezirkszuschlag. Ein Pickerl für 12 Monate kostet seit 1. September 2026 online mit ID Austria €202,00 insgesamt, persönlich €227,00.

Wie hoch sind die SVS-Beiträge für Selbständige 2026?

Die SVS hebt nach dem GSVG 26,83% der Beitragsgrundlage ein: 18,5% Pensionsversicherung, 6,8% Krankenversicherung und 1,53% Selbständigenvorsorge, dazu fix €155,40 im Jahr Unfallversicherung. Die Mindestbeitragsgrundlage von €551,10 monatlich ergibt rund €160,81 pro Monat, die Höchstbeitragsgrundlage liegt bei €8.085 monatlich.

Ist die AK-Umlage freiwillig?

Nein. Die Mitgliedschaft in der Arbeiterkammer ist verpflichtend, die Umlage beträgt in allen Bundesländern 0,5% des Bruttobezugs und ist mit der Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt. Sie wird gemeinsam mit dem Dienstnehmeranteil von 18,07% abgezogen, der Gesamtabzug beträgt damit 18,57%.

Quellen: OBS und oesterreich.gv.at (ORF-Beitrag und Befreiungen); ÖGK, chipkarte.at und oesterreich.gv.at (e-card-Serviceentgelt, Rezeptgebühr und Deckel); wien.gv.at (Müll, Wasser, Kanal, Hundeabgabe, Parkpickerl); stadt-salzburg.at und innsbruck.gv.at (Abfallgebühren); RIS (Wiener Hundeabgabegesetz und Tiroler Abfallgebührenverordnung); Dachverband der Sozialversicherungsträger und svs.at (Beitragswerte 2026 und 2027); arbeiterkammer.at und wko.at (Kammerumlagen); linza.at (Vergleich Bewohnerparken der Landeshauptstädte, Mai 2026). Werte geprüft bis August 2026, die Werte für 2027 bestätigt im September 2026. Gemeindeabgaben ändern sich jährlich, prüfen Sie daher Ihre eigene Gemeinde, bevor Sie budgetieren.

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